Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
isôp
10. Jh. in Gl.:
‚Ysop; hyssopus, -um‘(Hys-
sopus officinalis L.) 〈Var.: y-, ey-, hy-; -pp〉.
Die Pflanzenbez. ist aus lat. hyssōpus f., hys-
sōpum n. entlehnt. Im Mittelalter erscheint
das Wort meist in der lat. Form und wird
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auch lat. flektiert. – Mhd. isôpe sw.m., ispe
sw.f., frühnhd. isop, nhd. Ysop m./(f.), Isop
m.
‚kleiner Busch mit stark duftenden Blät-. Dial. begegnen
tern und violetten Blüten‘
daneben Eindeutschungen, z.T. mit Umfor-
mungen unter Anlehnung an andere PflN,
v.a. im Rheinland und der Pfalz und an-
grenzenden Gebieten: eisop (Schmeller, Bay-
er. Wb.2 1, 163. 168), ęisǝp, eisepot (Müller,
Rhein. Wb. 2, 99 f.; 9, 682), westf. īspert (<
*īsopwurt), pfälz. eisig (Christmann, Pfälz.
Wb. 2, 857; 6, 1516), das vielleicht auf ält.
nhd. Eisewig
‚Ysop, Eisenkraut‘(Dt. Wb. 3,
377) zurückgeht und auf zumindest dial. ge-
dehnten Anlaut oder aber auf lautliche Be-
einflussung von Eibisch deutet.