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Hüpfen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Hüpfen

Bd. 2, Sp. 924
Hüpfen 1. Hopp, Ann-Dschienke! (Hüpf', Anna Regina!) (Königsberg.) Gewöhnlicher Zuruf z.B. beim Aufhelfen einer Last, um die Gleichzeitigkeit des Hebens zu veranlassen. 2. Hüpfe nicht weiter, als der Graben breit ist. Lat.: Ita fugias, ne praeter casam. (Terenz.) (Binder I, 817; II, 1577.) 3. Er hüpft weiter, als der Graben breit ist. Lat.: Majores pennas nido extendere. (Horaz.) – Oportet agrum imbecilliorem esse, quam agricolam. (Columella.) (Binder II, 1752 u. 2426.) 4. Er hüpft wie eine Bachstelze. – Parömiakon, 963. 5. Er will breiter hüpfen als der Graben ist. Lat.: Pennas nido majores extendere. (Horaz.) (Binder I, 1347.) 6. Es ist gehüpft wie gesprungen. – Eiselein, 216; Mayer, I, 196; Simrock, 3175; Braun, I, 470; für Steiermark: Firmenich, II, 768, 97; für Franken: Frommann, VI, 317, 194. Nach rabbinischer Vorschrift wird nach dem »Dreimalheilig« im Gebet Keduschah ein wenig in die Höhe gehüpft. Es soll aber nach Jes. 6, 2 mehr ein Schweben, kein Springen sein, der Volkswitz meinte aber, es sei einerlei, ob kodesch – gehuppt oder kodesch – gesprungen. – Um auszudrücken, dass ein wesentlicher Unterschied nicht stattfinde, ob das eine oder andere sei oder geschehe, gibt es verschiedene Redensarten, und jedes Volk hat die seinigen. Wir sagen auch: Es ist gesotten wie gebacken. Die Albanesen: Rasirt wie geschoren. Die Czechen: Geschoren wie geschnitten, es ist alles eins. Ob gebrüllt oder geblökt. Auf Stroh wie auf Gras. Die Basken: Es ist eins, das Korn aus dem Sack verlieren oder das Mehl aus der Tasche. Die Franzosen: Gut geschlagen oder schlecht geschlagen, ist immer geschlagen. (Reinsberg IV, 129.) In Oberösterreich: 'S ist g'hupft wie g'sprunga. (Baumgarten.) In Schwaben: 'S ist gehopft wia gesprunga. (Nefflen, 466.) d.-deutsch: Kodesch gehuppt, kodesch gesprungen. (Tendlau, 510.) Frz.: Autant vaut traîner que porter. (Gaal, 947.) 7. He hüppt as de Krey in'n Schnee. Zur Bezeichnung des ungeschickten Hüpfens. [Zusätze und Ergänzungen] 8. Er hüpft wie ein Nackter in Nesseln. Seine Bewegungen sind der Ausdruck des Schmerzes. Poln.: Cieszy się, jak nagi w pokrzywach. (Lompa, 6.)
2159 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hüpfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Hüpfen , verb. reg. neutr. welches, wenn es eine einfache Handlung bezeichnet, das Hülfswort seyn bekommt, und diejenige…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    hüpfen

    Goethe-Wörterbuch

    hüpfen auch -u-; im Vers 1.SgPräs ‘hüpf’’ 1,51 Schadenfreude 18 u 3.SgPrät ‘hüpft’’ 2,99 Morgenklagen 26 1 (kleine) Sprü…

  3. modern
    Dialekt
    hüpfen

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    hupfe n , hüpfe n [hùpfə Hlkr. bis Ingenh. ; hepfə Hf. Dunzenh. ] 1. hinken (nur in dieser Bedeutung hüpfe n Hf. Dunzenh…

  4. Sprichwörter
    Hüpfen

    Wander (Sprichwörter)

    Hüpfen 1. Hopp, Ann-Dschienke! (Hüpf', Anna Regina!) ( Königsberg. ) Gewöhnlicher Zuruf z.B. beim Aufhelfen einer Last, …

  5. Spezial
    hüpfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    hüp|fen vb.intr. 1 (kleine Sprünge machen) trá salc 2 (tanzen) salté (-ta), balé (-la) 3 (besonders Jungtiere) scricé (s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huepfen

12 Bildungen · 2 Erstglied · 6 Zweitglied · 4 Ableitungen

huepfen‑ als Erstglied (2 von 2)

Hüpfentüpfen

PfWB

huepfen·tuepfen

Hüpfen-tüpfen n. : im Rätsel vom Hahn: Es kommt ein Mann von Hippedippe und hat ein Kläd von 1000 Stücken und einen ledernen Bart [ Vogelsge…

huepfen als Zweitglied (6 von 6)

aufhüpfen

DWB

auf·huepfen

aufhüpfen , exsilire, aufspringen, nnl. ophuppelen: und meinest, Christus habs ( das sacrament ) umb deinen willen geordnet und solle dir al…

Hin- und herhüpfen

Wander

hinundher·huepfen

Hin- und herhüpfen Er hüpft hin und her wie ein (feuriger) Drache. Die Litauer sagen, wie ein Aitwar, womit sie den fliegenden Drachen bezei…

überhüpfen

DWB

ueber·huepfen

überhüpfen , v. A A. in untrennbarer verbindung. A@1 1) transilire, überspringen. neben der selteneren wörtlichen bedeutung, die aber lebend…

umherhüpfen

DWB

umher·huepfen

-hüpfen , hupfen: wye feyn hupfft yhr mit strumpffen umbher Luther 8, 293 ; warfür ists gut, mit brügeln stupffen, wie narrn und teuffel umb…

weghüpfen

DWB

weg·huepfen

weghüpfen , übertr.: nun ists ja aber ein zu alter kunstgriff, dasz. wenn der kleinmeister dem gespräch nicht zu stehen weisz, er weghüpfet …

Ableitungen von huepfen (4 von 4)

behüpfen

DWB

behüpfen , saltibus adire: der floh behüpft den ganzen leib; die sperlinge behüpfen das dach.

enthüpfen

DWB

enthüpfen , salire, davon hüpfen, nnl. onthuppelen: der laubfrosch enthüpfte durch das gras; jung, rüstig und heiter enthüpf ich ins feld. O…

erhüpfen

DWB

erhüpfen , 1 1) tr. saltu captare, im hüpfen erhaschen. Stieler 857 . 2 2) intr. salire, palpitare: vor freuden gleich erhupfte, erlupfte, e…

verhüpfen

DWB

verhüpfen , verb. eigentlich durch hüpfen beseitigen, dann hüpfend verbringen: kinder verhüpfen manche stunde. Heinsius 4, 2, 1304 . hüpfend…