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Holm

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Holm

Bd. 9, Sp. 482
Holm, 1) Adolf, Histori ler, geb. 8. Aug. 1830 in Lübeck, gest. 3. Juni 1900 zu Freiburg i. Br., studierte in Leipzig und Berlin, ward nach einjährigem Aufenthalt in Paris 1852 Gymnasiallehrer in seiner Vaterstadt, bereiste 1870–71 Sizilien, wurde 1876 außerordentlicher, 1878 ordentlicher Professor der alten Geschichte an der Universität Palermo, ging 1884 in gleicher Eigenschaft an die Universität Neapel, zog sich aber 1898 nach Freiburg zurück. Er schrieb: »Beiträge zur Berichtigung der Karte des alten Sizilien« (Lüb. 1866); »Das alte Catania« (das. 1873); »Geschichte Siziliens im Altertum« (Leipz. 1870–1898, 3 Bde.; ital. Übersetzung von Dal Lago, Palermo 1896 ff.) und »Geschichte Griechenlands« (Berl. 1885–93, 4 Bde.); ferner »Dei doveri dello storico« (Palermo 1877); »1 Il rinascimento italiano e la Grecia antica« (das. 1880); »Topografia archeologica di Siracusa« (mit S. und C. Cavallari, das. 1883; deutsch bearbeitet von Lupus, Straßb. 1887). Für Heycks Geschichtliche Monographien lieferte er den Band »Lübeck« (Bielef. 1900), mit Deecke und Soltau schrieb er die »Kulturgeschichte des klassischen Altertums« (im 2. Band der Neubearbeitung von Hellwalds Kulturgeschichte, Leipz. 1897). 2) Peter Edvard, dän. Historiker, geb. 26. Jan. 1833 in Kopenhagen, seit 1865 Dozent, wirkte seit Ende 1867 als Professor der Geschichte an der dortigen Universität und trat 1899 in den Ruhestand. 1882–96 war er Vorsitzender der Dänischen Historischen Vereinigung. Seine ersten größern Arbeiten: »De graeske Undersaatters Stilling under de romerske Kejsere indtil Caracalla« (Kopenh. 1860) und »Gejstlighedens Opträden lige overfor Staten fra Slutningen af Constantin den stores Regering indtil det vestromerske Riges Fald« (1864), betreffen die Geschichte des Altertums. Später beschäftigte er sich erfolgreich mit der Geschichte seiner Heimat und schrieb: »Danmarks Politik under den svensk-russiske Krig 1788–1790« (1868); »Danmark-Norges udenrigske Historie 1791–1807« (1875, 2 Bde.); »Holbergs statsretslige og politiske Standpunkt« (1879); »Om det Syn paa Kongemakt, Folk og borgerlig Frihed, som udviklede sig i den dansk-norske Stat 1746–1770« (1883); »Nogle Hovedtraek af Trykkefrihedstidens Historie 1770–1773« (1885); »Danmark Norges indre Historie 1660–1720« (1885–86, 2 Bde.); »Den offentlige Mening og Statsmagten i den dansk-norske Stat 1784–1799« (18:-8); »Kampen om Landboreformerne i Danmark 1773–1791« (1888); »Den dansk-norske Stats Stilling 1740–1742« (1891); »Danmark-Norges Historie 1720–1814« (bisher 4 Bde., 1890–1902, bis 1772 reichend). In der illustrierten »Danmarks Riges Historie« (Bd. 5, 1896–1901) bearbeitete er den Abschnitt 1699–1814. In der 1865–78 von ihm redigierten »Dansk historisk Tidsskrift« veröffentlichte er wertvolle Abhandlungen zur Geschichte Dänemarks im 18. Jahrh. Genannt seien: »Frederik II. af Preussen og Dronning Juliane Marie« (1895) und »Dronning. Juliane Marie, som hun viser sig i sine Breve til Frederik II. af Preussen« (1899). 3) Gustav Frederik, dän. Grönlandforscher, geb. 6. Aug. 1849, wurde 1870 Leutnant in der Flotte, 1873 Oberleutnant, nahm 1876 an der geologischen Erforschung des südlichen Grönland durch Steenstrup teil, leitete 1880–81 eine archäologische Expedition nach Südgrönland und, begleitet von Garde, 1883–85 eine Expedition nach der Ostküste Grönlands, auf der er in Umiaks (Weiberbooten) bis Angmagsalik unter 66° nördl. Br. vordrang und hier einen von der europäischen Kultur noch völlig unberührten Eskimostamm studierte. Nach seiner Rückkehr zum Kapitän ernannt, wurde er später Chef des Seekartenarchivs und führte 1894 eine Expedition nach der grönländischen Ostküste zur Errichtung einer Mission und einer meteorologischen Station in der Tasiusakbai unter 65°35´. Außer Berichten in den »Meddelelser om Gronland« veröffentlichte er mit Garde: »Den danske Konebaads-Expedition til Grönlands Øskyst« (Kopenh. 1886).
3947 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    holmst. M. (a?)

    Köbler As. Wörterbuch

    holm , st. M. (a?) nhd. Holm (M.) (1), Hügel, Berg ne. hill (N.) Vw.: s. stên-* Hw.: vgl. ahd. *holm? (st. M. a?) Q.: H …

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    holmst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    holm , st. M. (a) nhd. Woge, See (F.), Meer, Wasser, Insel Vw.: s. sǣ-, -mægen E.: germ. *hulmō-, *hulmōn, *hulma-, *hul…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    holm

    Althochdeutsches Wörterbuch

    holm Gl 4,230,34 s. boumolm.

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    holmM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    holm , M. nhd. Träger, Querbalken, Gewölbestein, Jochträger E.: s. holm (1)? L.: MndHwb 2, 341 (holm), Lü 147b (holm)

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Holm

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Der Holm , des -es, plur. die -e, bey den Zimmerleuten, in dem Bergbaue u. s. f. der Nahme eines Querholzes, welches …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Holm

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Holm , im Niederdeutschen Hügel, kleine Insel; Werfte.

  7. modern
    Dialekt
    Holm

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    Holm Band 2, Spalte 1202 Holm 2,1202

  8. Spezial
    Holm

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Holm m. (-[e]s,-e) 1 (Barren) lata (lates) f. 2 agüz (agüc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit holm

42 Bildungen · 36 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

holm‑ als Erstglied (30 von 36)

Holm(en)

SHW

Holm(en) Band 3, Spalte 673-674

Holmahl

RhWB

hol·mahl

Hol-mahl hāləml Rees n.: das Festmahl, das den Nachbarn gegeben wurde, die die Brautkarre mit der Mitgift zum Hause des jungen Paares einge…

Holman

Herder

hol·man

Holman (Halmän), James, blinder Reisender, früher Lieutenant in der brit. Marine, machte in 5 Jahren (bis 1832) theils zu Lande theils zu Wa…

Holmann

RhWB

holm·ann

Hol-mann Gummb m.: in der RA.: De Brengkmann es mi leiwer as de H.

Holmberg

Meyers

holm·berg

Holmberg , August , Maler, geb. 1. Aug. 1851 in München, widmete sich anfangs der Bildhauerkunst und seit 1868 der Malerei auf der dortigen …

holmbiene

DWB

holm·biene

holmbiene , f. wie helmbiene ( sp. 978), die drohne. Nemnich 1, 375 .

Holmboe

Meyers

holm·boe

Holmboe , Christopher Andreas , norweg. Orientalist, geb. 19. März 1796 im Kirchspiel Wang in Norwegen, gest. 2. April 1882, studierte Theol…

Holmeªker

WWB

holm·e·aker

Hol-meªker m. Handwerker, der Drahtschlingen herstellt, „Drahtzieher“ ( Isl Lb).

Holme Eultram

Meyers

Holme Eultram (spr. hōm köllträm), Stadt in der engl. Grafschaft Cumberland, an der Mündung der Waver in den Sol pay F. rth, hat eine alte A…

holmerdor

MNWB

holm·er·dor

° halmdor (holmerdor) s. auch helmender(e) , helmer Seiten-, Nebenweg zum Moor oder Deich.

Holmes

Meyers

hol·mes

Holmes (spr. hōms), Oliver Wendell , amerikan. Schriftsteller, geb. 29. Aug. 1809 in Cambridge (Massachusetts), gest. 7. Okt. 1894 in Boston…

Holmesgat

RhWB

holm·es·gat

Holmes-gat hǫlməsjatər Kemp-Bracht Pl.: die Schallfenster oben im Kirchturm.

Holmestrand

Meyers

holm·e·strand

Holmestrand , Stadt im norweg. Amt Jarlsberg und Laurvik, am Christianiafjord und an den Eisenbahnlinien Drammen-Skien und H.-Vittingfoß, mi…

holmesvārer

KöblerMnd

holmesvārer , M. Vw.: s. holmesvārære*

holmesvārære

KöblerMnd

holmesvārære , M. nhd. Stockholmfahrer Hw.: s. holmvārære E.: s. Holm, vārære L.: MndHwb 2, 341 (holm/holmesvārer) Son.: Kaufmann der den Ha…

Holmfirth

Meyers

Holmfirth (spr. hōmförth), Stadt im Westbezirk von Yorkshire (England), im Tal des Holme (zum Colme), 9 km südlich von Huddersfield, mit tec…

Holmgang

Meyers

holm·gang

Holmgang , altnordische Bezeichnung des Zweikampfes, weil dieser gern auf kleinen Inseln ( holmar ) ausgefochten wurde. Der H. war in der äl…

Holmgren

Meyers

holm·gren

Holmgren , Alarik Frithiof , Physiolog, geb. 22. Okt. 183 zu Ajen in Vestra Ny (Ostgotland). gest. 14. Aug. 1897 in Upsala, studierte 1850–6…

holmisch

MNWB

holm·isch

holmisch , -esch , -sch , -es , adj. , aus Stockholm , nach Stockholm gehörig, Stockholmer Währung.

Holmĭum

Meyers

Holmĭum , Ho , ein unsicheres chemisches Element, dessen Oxyd aus Erbinerde abgeschieden wurde.

holmklif

KöblerAs

holm·klif

holmklif , st. N. (a?) nhd. „Holmklippe“, ragender Fels, steiler Hügel, Berg ne. steep rock (N.) Hw.: vgl. ahd. *holmkleb? (st. N. a?) Q.: H…

holmmægen

KöblerAe

holm·mægen

holmmægen , st. N. (a) nhd. Wellankraft, Ozean E.: s. holm, mægen L.: Hall/Meritt 189b, Lehnert 117a

Holmstange

RhWB

holm·stange

Holm-stange hǫlməšdaŋ Kreuzn-Münster f.: im Sparrenwerk des Daches.

holm als Zweitglied (6 von 6)

steinholm?

KöblerAhd

*steinholm? , st. M. (a)? Hw.: vgl. as. stēnholm*

Aderholm

MeckWBN

ader·holm

Wossidia Aderholm m. a. Spr. Name der Insel Walfisch bei Wi (1597) UB. 2, 596.

Bornholm

Wander

born·holm

Bornholm Da danzt Bomholm hen. Als im Jahre 1312 die hanseatischen Seestädte den Uebermuth des dänischen Königs gezüchtigt und ihn durch ein…

schiffsholm

DWB

schiff·s·holm

schiffsholm , m. , wie schiffholm, platz, wo schiffe gebaut werden, schiffswerft, in nördlichen seestädten. Adelung.

stênholm

KöblerAs

stên·holm

stênholm , st. M. (a?) nhd. „Steinholm“, Fels ne. rock (N.) Hw.: vgl. ahd. *steinholm? (st. M. a?) Q.: H (830) E.: s. stên, holm*; B.: H Akk…

sǣholm

KöblerAe

sǣholm , st. M. (a) nhd. Meer, Ozean E.: s. sǣ, holm L.: Hall/Meritt 287a

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Cotta, M. (2026). „holm". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/holm/meyers
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Cotta, Marcel. „holm". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/holm/meyers. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „holm". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/holm/meyers.
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