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Hīob

GWB bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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4

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hīob

Bd. 9, Sp. 357
Hīob (Job) ist Held des nach ihm benannten Lehrgedichts im Alten Testament. Er wird als Herdenbesitzer im Land Uz geschildert, ist in Wahrheit entweder eine Gestalt der alten, nicht einmal spezifisch hebräischen Sagenwelt (vgl. Hesek. 14,14 u. 20) oder geradezu (schon der symbolische Name, soviel wie Angefeindeter, läßt dies vermuten) eine zum Zweck der Veranschaulichung einer Idee fingierte Person. Das Buch H. erörtert das Problem, wie sich das Leiden des Frommen mit der göttlichen Gerechtigkeit vertrage, von einem Standpunkt aus, der von einem künftigen Ausgleich nichts weiß, sondern eine Lösung im Diesseits anstrebt. Zu unterscheiden sind der epische Prolog (1 und 2) und Epilog (42,7–17) und die Hauptmasse der Reden, die zwischen H. und seinen Freunden in drei Gängen (4–14,15–21,22–31) gewechselt werden; die Reden Elihus (32–37) sind vielleicht spätere Einschaltung. Das Ganze ist im besten Hebräisch geschrieben und könnte der Blütezeit der hebräischen Literatur angehören, doch weisen Thema, Gedankengang und Vorstellungen wie die Anschauung von den Engeln in die nachexilische Zeit (4. Jahrh.). Der Text ist oft stark verderbt. Die Bilder sind mannigfaltig, frisch und blühend, die Naturbeschreibungen nicht selten erhaben; die Gedanken zeugen von einem hohen Geist, der viel in sich zerarbeitet und an sich gearbeitet hat. Dagegen weiß er die Dämonen des Zweifels, die er heraufbeschwört, nicht eigentlich zu bewältigen. Das einzig praktische Resultat so vieler Streitreden besteht in dem Bekenntnis, daß der Mensch unfähig sei, das Rätsel des Geschickes mit dem Gottesgedanken zu versöhnen, und ihm deshalb nur unbedingte Unterwerfung übrigbleibe. Kommentare lieferten Dillmann (4. Aufl., Leipz. 1891), Budde (Götting. 1896), Duhm (Freib. 1897), Delitzsch (Leipz. 1902), neuere deutsche Übersetzungen Duhm und Delitzsch. Vgl. Ley, Das Buch H. für gebildete Leser dargestellt (Halle 1902).
1908 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hiob

    Goethe-Wörterbuch

    Hiob auch ‘Job’, zB Tgb 29.5.12 a Gerechter aus dem AT, auch als redPers, wiederholt im Vergl; ‘das unerfreuliche Drama …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hiob

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Hiob , Job , alttestamentliches Buch, wahrscheinlich aus der Blütezeit der hebräischen Literatur, aus der davidisch-salo…

  3. modern
    Dialekt
    Hiob

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Hiob biblische Gestalt: arm as Hiob (1890) Wa; armer as Hiob s. 1, 435 ; Dein Hart is jo rein wie Hiob Reut. 3, 13; obsz…

  4. Sprichwörter
    Hiob

    Wander (Sprichwörter)

    Hiob 1. Hiob's Plage war ein böses Weib. – Eiselein, 313; Simrock, 4766; Reinsberg I, 164. 2. Den Hiob singen. – Simplic…

  5. Spezial
    Hiob

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hi|ob nom. propr. m. ‹bibl› Giobe.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hiob

16 Bildungen · 13 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

hiob‑ als Erstglied (13 von 13)

hioban

AWB

hioban s. hiofan.

Hiobskuh

SHW

Hiobs-kuh Band 3, Spalte 599-600

hiobsartig

GWB

hiob·s·artig

hiobsartig dem Hiob schicksalsverwandt, hier mBez auf Hiob 2,7 (Heimsuchung durch Hautschwären) [ Meph, nach dem Scharmützel mit den Engeln:…

Hiobsbotschaft

GWB

hiob·s·botschaft

Hiobsbotschaft Unglücks-, Schreckensnachricht [ nach Augusts Tod, mBez auf Ableben von Zelters Tochter Clara ] hatt ich dir doch auch einmal…

Hiobsgeduld

Wander

hiob·s·geduld

Hiobsgeduld Er hat eine wahre Hiobsgeduld. Holl. : Hij heeft Iobs geduld. ( Harrebomée, I, 362 a . )

hiobspost

DWB

hiob·s·post

hiobspost , f. böse nachricht ( nach Hiob 1, 14 —19) : Liebetraut. Berlichingen hat ihn und drei knechte bei Haslach weggenommen. einer ist …

hiobsthränen

DWB

hiob·s·thraenen

hiobsthränen , f. plur. name einer grasart, coix lacryma, thränengras. Nemnich 2, 1100 .

Hiobstran

MeckWBN

hiob·stran

Wossidia Hiobstran f. eine Träne, wie sie Hiob weinte: Hiobstranen roren Ro Rostock@Dierhagen Dierh .

Hiobstrǟneⁿ

Idiotikon

Hiobstrǟneⁿ Band 14, Spalte 685 Hiobstrǟneⁿ 14,685

hiob als Zweitglied (3 von 3)

fiurthiob

AWB

fiur·thiob

fiurthiob st. m. fiur-diubes: gen. sg. Gl 5,29,9 ( clm 18 192, 11. Jh. ). brandschatzender ( See- ) Räuber: [ cum ] piratae [ persona suscip…

merithiob

AWB

meri·thiob

merithiob st. m. — Graff V,97. Ab 11. Jh. belegt. meri-diba: nom. pl. Gl 3,141,13 ( SH A ). Hbr. I,292,315 ( beide SH A ); mere-dieba: dass.…

skifthiob

KöblerAhd

skifthiob , st. M. (a) Vw.: s. skifdiob*