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Hemmung

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
9 in 8 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hemmung

Bd. 9, Sp. 164
Hemmung, in der Physiologie die Unterbrechung gewisser Bewegungen und vegetativer Vorgänge durch die Tätigkeit bestimmter Nerven. Seitdem Ed. Weber die hemmende Bedeutung des Nervus vagus entdeckte, hat man so viel weiteres Material für die Existenz von Hemmungswirkungen beigebracht, daß die heutige Physiologie von besondern Hemmungsnerven spricht, die nicht wie andre Nerven bei ihrer Reizung die von ihnen versorgten Organe zur Tätigkeit anregen, sondern im Gegenteil die Tätigkeit der Organe verringern oder ganz unterbrechen. Das auffälligste Beispiel von H. bietet das Herz dar, das durch Reizung des Nervus vagus zur Verlangsamung und sogar zum völligen Stillstand gebracht werden kann. Durch Reizung gewisser Nerven kann auch die Atmung aufgehoben werden, und bei Reizung des großen Eingeweidenervs (nervus splanchnicus major) gelangt die wurmförmige Bewegung des Darmes zum Stillstand. Ebenso spielen Hemmungsnerven vielleicht bei der Absonderung der Drüsen und andern vegetativen Prozessen eine Rolle. Auch Reflexbewegungen können gehindert werden (Reflexhemmung). Hier sendet entweder das Gehirn Hemmungsimpulse aus, oder die Tätigkeit des den Reflex vermittelnden Zentralorgans erfährt durch die starke Erregung irgend eines Empfindungsnervs eine H. (vgl. Reflexerscheinungen). Viele Bewegungshemmungen beruhen nicht sowohl darauf, daß die entsprechenden nervösen Zentralorgane außer Tätigkeit gesetzt werden, sondern daß antagonistische Muskeln in Aktion geraten, die den Ablauf der zu hemmenden Bewegung mechanisch hindern.
1543 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    HemmungDie

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Die Hemmung , Mz. die — en, s. Hemmen 1).

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hemmung

    Goethe-Wörterbuch

    Hemmung A als Vorgang, Geschehen, Zustand 1 zu hemmen 1 a Verringerung H. der [ farbverändernden ] Wirkung .. sowohl der…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hemmung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Hemmung , in der Physiologie die Unterbrechung gewisser Bewegungen und vegetativer Vorgänge durch die Tätigkeit bestimmt…

  4. Spezial
    Hemmungf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Hemmung , f сдерживание , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hemmung

10 Bildungen · 8 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von hemmung

hemm + -ung

hemmung leitet sich vom Lemma hemm ab mit Suffix -ung.

hemmung‑ als Erstglied (8 von 8)

Hemmungsbildung

Meyers

hemmung·s·bildung

Hemmungsbildung , ein Stehenbleiben der organischen Entwickelung auf einer für gewöhnlich durch Neubildungen zu ersetzenden Zwischenstufe. W…

Hemmungslinie

GWB

hemmung·s·linie

Hemmungslinie pl zusammen mit ‘Hemmungspunkten’ als physikal Phänomen, von G hypothet angenommen zur Erklärung ‘entoptischer’ Farben (Interf…

hemmungslos

Pfeifer_etym

hemmung·s·los

hemmen Vb. ‘in der Bewegung, im Ablauf verlangsamen, bremsen (und zum Stillstand bringen), behindern, beeinträchtigen’, mhd. hamen, (md.) he…

Hemmungstheorie

Meyers

hemmung·s·theorie

Hemmungstheorie , die Ansicht der Naturphilosophen, namentlich Okens , daß die niedern Tiere und Pflanzen durch Stehenbleiben einer in der I…

hemmung als Zweitglied (1 von 1)

Richthemmung

DRW

richt·hemmung

Richthemmung, f. verschrieben für "Richtnehmung"? so SchwäbWB. VI 2805 Bed.? die richthemmung vor dem gericht zue G. belangendt, verbleibt e…

Ableitungen von hemmung (1 von 1)

behemmung

FWB

1. s. behemen 1.; 2. s. behemen 2.