Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
gundfano
Gl., seit dem letzten Drittel des 9. Jh.s (Gl.
2,617,36):
‚Bannerträger, Fahnenträger; an-. S. gunda, *fanari. –
tesignanus, signifer‘
gundfanoAWB m. n-St., bei O, im L und in Gl.
seit dem 9. Jh.:
‚Kriegsfahne, Feldzeichen,(as. gūthfano; ae.
Kirchenfahne; hasta draconis, labarum, si-
gillum, signiferum flamen, vexillum, vexillum
victoriae triumphantis‘
gūđfana; aisl. gunnfani). Determinativkomp.
aus gunda (s. d.) und fano (s. d.). S. Carr
1939: 48; Lühr 1982: 407. – gundhamo*AWB m.
n-St., nur im H:
‚Kampfgewand‘. Überliefert
ist nur der Akk.Pl. guđhamon. Das VG gūđ-
ist die as. Umsetzung von ahd. gund-; vgl.
Lühr 1982: 407 f. – Ahd. Wb. 4, 476 ff.;
Splett, Ahd. Wb. 1, 203. 332. 349; Köbler, Wb.
d. ahd. Spr. 498; Schützeichel6 142; Starck-
Wells 243. 820; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 4, 82 f.