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griffig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

griffig adj.

Bd. 9, Sp. 311
griffig, adj. 11) activ: rapax Diefenbach 484a; rapidus 484b; schon ahd. crifiga rapacem (laudis dextram) Graff 4, 319, sofern nicht crîfiga zu lesen ist, vgl. greifig sp. 48; di zu euch koment in scheffim gewanden, wan inwendig sint si griphig wolf cod. tepl. Matth. 7, 15; (die seele ist) gotz griffig und enpfenglich Tauler nach Schmidt elsäss. 155a; gelt, reiter, so baursleut haben griffige finger Schönherr glaube u. heimat (1911) 38; auf diese weise hergestellte schleifsteine sind auszerordentlich griffig Karmarsch-Heeren 4, 678; übertragen: die neumährische verantwortungen haben oft eine satyrische, vortheilhafte, griffige, höhnische schreibart Bengel abrisz d. sog. brüdergemeinde (1751) 394; er hat griffige reden brauchen wollen, ich hab ihm aber heimgeigt Auerbach neues leben (1871) 1, 91; die grazien dürfen aber wiederum nicht echauffirt und abgearbeitet, mit scharfen accenten oder mit 'griffigen redensarten' in scene gesetzt sein B. Goltz characteristik 44; dabei hefteten sich seine griffigen augen nicht ohne wohlgefallen auf die broche der dame Waldau aus d. junkerwelt (1851) 1, 299. 22) passiv: was sich greifen läszt: du griffic, sihtic immer gebendez iht (gott) Frauenlob kreuzleich 1, 8; der samen, darausz das holz wachset, der (ist) sichtbar und griffig Paracelsus opera 1, 280 C Huser; 'gut und weich anzugreifen' Unger-Khull 307; (kletter-)stangen mit ovalem durchschnitt sind, namentlich für kinder, nicht griffig genug Kregenow-Samel gerätkunde 55; angesichts einiger hübsch illustrierter bücher, deren verleger es auch an gutem papier und schönen griffigen einbänden nicht fehlen lieszen monatsschr. bücherwurm, märz 1911, s. 4; a sengsen schen fein, aft a dirndl schen griffi — wen soll das nöt freun! Stelzhamer 1, 294 Rosegger; etwas anders: von einem weibsbild, das sich gern betasten läszt Staub-Tobler 2, 720 (vgl. griff I 3); fest, von webstoffen ib. (vgl. griff I 1); ein leichtes tuch losen, aber durch walken ziemlich griffig gewordenen gewebes Leipz. ztg. v. 4/5 1849, s. 2248; fühlbar fett, von mastvieh (vgl. griff I 2) Staub-Tobler 2, 720; mit festem fleisch versehen: das kalb ist nit griffig Martin-Lienhart 1, 271a; kelbergriffig von einer trächtigen kuh, bei der man das kalb schon fühlt, ib.; im forstwesen: 'gr. hat bei baumstämmen die bedeutung, dasz sie mit den armen umfaszt werden können' Behlen forst- u. jagdk. 3, 498; ein dreigrieffichter ahornbaum Lohenstein Armin. 1, 1131; eitel zwei- und dreigriefige eichbäume 1, 1354; eine viergrieffige rieseneiche 2, 780; auch vom spannenmasz: eichene zimlich dicke zwey oder drey spannengriffige runde und ungeschälte pfäle Hohberg georg. cur. 2, 473a; vgl. greifig; dazu griffigkeit, f.: (ein webproduct), welches .. milde und griffigkeit besitzen musz Karmarsch-Heeren 5, 342; mit verändertem suffix: griffisch gern zugreifend, hungrig Liesenberg Stieger ma. 85.
2917 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Griffig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Griffig , adj. et adv. welches im Forstwesen einiger Gegenden für greisig üblich ist. Ein griffiger Baum, den man mit ei…

  2. modern
    Dialekt
    griffig

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    griffig [krìfik Ruf. Bf. ; krifi K. Z. ] Adj. mit festem Fleisch versehn (Metzgerausdruck): das Kalb is t nit g. — Schwe…

  3. Spezial
    griffig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    grif|fig adj. 1 (handlich) manajor (-s, -a) 2 (nicht glatt) che pëia, che tëgn, che brancia, che se ingrifa.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit griffig

9 Bildungen · 0 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von griffig

griff + -ig

griffig leitet sich vom Lemma griff ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von griffig 2 Komponenten

grif+fig

griffig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

griffig als Zweitglied (8 von 8)

angriffig

DWB

angrif·fig

angriffig , was leicht angreift oder angegriffen wird, die eigentliche hd. form für jenes angreifisch: solche letzte kuppel aber der hund so…

chalbergriffig

Idiotikon

chalbergriffig Band 2, Spalte 721 chalbergriffig 2,721

fürgriffig

Idiotikon

fürgriffig Band 2, Spalte 720 fürgriffig 2,720

halbgriffig

DWB

halb·griffig

halbgriffig , adj. was mit einem halben griffe umspannt werden kann; im forstwesen, wo der griff oder die spanne als masz dient, werden halb…

nā(ch)griffig

Idiotikon

nā(ch)griffig Band 2, Spalte 721 nā(ch)griffig 2,721

u(n)griffig

Idiotikon

u(n)griffig Band 2, Spalte 720 u(n)griffig 2,720

übergriffig

DWB

ueber·griffig

übergriffig , adj. 1) ü. nennt man an einigen orten die bäume, wenn sie dicker sind, als dasz sie ein mann mit beiden armen umfassen kann Ha…

Ableitungen von griffig (1 von 1)

ungriffig

DWB

ungriffig , adj. , nicht griffig. mager vom vieh Staub-Tobler 2, 720 ; els. 1, 271 a . —