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grasig

nhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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10
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9

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

grasig

grasig

Gras n. in Halmen wachsende grüne Pflanze mit schmalem Blatt und ährenförmigem Blütenstand, auch ‘Rasen, Wiese’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. mnl. nl. gras, afries. gers, gres, aengl. græs, gærs, engl. grass, anord. gras, schwed. gräs, got. gras (germ. *grasa-) läßt sich mit lat. grāmen ‘Gras’ (aus *grasmen) verbinden. Daraus ist ie. *ghrəs- ‘Gras, Pflanzentrieb’ zu erschließen, das mit erweiterndem s auf ie. *ghrə-, eine Form der Wurzel ie. *gher(ə)- ‘hervorstechen’ (von Pflanzentrieben, Stacheln, Borsten, Erderhebungen, Kanten), weiterführend auch ‘wachsen, grünen’, zurückgeht. Zur gleichen Wurzel gehören Grat, Gräte, Granne und grün (s. d.). – grasen Vb. ‘Gras abfressen’, ahd. grasōn ‘weiden, Gemüse pflanzen’ (9./10. Jh.), mhd. grasen ‘Gras schneiden, weiden’; abgrasen Vb. ‘Gras abweiden, abmähen’ (15. Jh.), übertragener Gebrauch seit dem 19. Jh. Graser m. (Jägersprache) ‘Zunge des Rotwildes’ (18. Jh.). grasig Adj. ‘mit Gras bewachsen, grasähnlich’, ahd. grasag (um 1000), mhd. grasec. Grasmücke f. kleiner, in Gebüsch und Hecken lebender Singvogel, ahd. grasmugga (Hs. 12. Jh.), mhd. gras(e)mucke (aus *grasa-smukka). Im zweiten Bestandteil des Vogelnamens sieht man ein Nomen agentis zu dem unter schmiegen (s. d.) behandelten Verb. Das Nomen, das das anlautende s- früh verloren haben muß, weist Schwundstufe und die für Intensiv- bzw. Iterativbildungen (wie schmücken, schmuggeln, s. d.) charakteristische Konsonantengemination auf; semantisch folgt es mhd. smiegen und smucken, smücken, beide ‘in etw. eng Umschließendes drücken’, reflexiv ‘sich ducken’. Die ahd. Überlieferung bietet zahlreiche Varianten (mit und ohne Fugenvokal); neben den Formen auf -mugga stehen von Anfang an solche auf -mucca. Das beweist, daß irrtümlich schon früh Zusammenhang mit ahd. mugga, Variante mucca, nhd. Mücke (s. d.) empfunden wird.
1845 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grasigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Grasig , adj . u. adv . mit Grase bewachsen. Ein grasiger Weg. Ein grasiger Wall. Rings vom grasigen Bord das gebreitete…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    grasig

    Goethe-Wörterbuch

    grasig ‘g-er Boden’; als Teil eines Gemäldevordergrundes 48,128,5 Üb:Hackert,Landschaften [wohl G] Armin Giese A.G.

  3. modern
    Dialekt
    grasig

    Schweizerisches Idiotikon · +5 Parallelbelege

    grasig Band 2, Spalte 798 grasig -ä- 2,798

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grasig

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von grasig

gras + -ig

grasig leitet sich vom Lemma gras ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von grasig 2 Komponenten

gra+sig

grasig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grasig als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von grasig (1 von 1)

ungrasig

DWB

ungrasig , adj. adv. Campe. nl. ongrazig. unüblich. —