Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gracht f.
gracht , f. , nl. und nd. lautvariante zu graft ( s. d. ) mit dem auf keltisches substrat zurückgeführten wandel von ft zu ht ( vgl. Frings grundlegung [1950] 40 ), der sich dann vom südholl. aus auch nd. weiter ausbreitete ( vgl. A. Lasch mnd. gr. § 296 ). die nordholl. maa. sind bis heute nicht völlig von diesem lautwandel erfaszt worden ( vgl. Jellinghaus nl. volksmaa. 103 ). die räumliche geltung dieses wandels im nd. ist heute bei den einzelnen wörtern unterschiedlich ( vgl. DSA- karte ' dienstag ' und ' luft '). gracht gilt im dt. heute mundartlich vornehmlich westfäl. und bergisch, sowi…