Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
goldfinger m.
goldfinger , m. , der vierte finger jeder hand, an dem gewöhnlich die ringe getragen werden. seit dem 12. jh. bezeugt, vgl. anularis goltvinger (12. jh. ) ahd. gl. 3, 72, 8 St.-S.; nach mittelalterlicher anschauung wirkt sich an diesem finger die heilkraft des goldes aus, weil von ihm eine ader zum herzen führte, vgl. medicus goldvinger (13. jh. ) 362, 59; anularis vel medicinalis goltfinger (13./14. jh. ) 178, 19: den reiff stecke an dins hertzen flnger! wanne di ader get dem hertzen zu, da man den reiff sal an thu; dar umme ist her der goltfinger genant nehest den cleinen an der lincken hant…