lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

goenne

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 3 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
0
Verweise raus
0

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gönne f.

Bd. 8, Sp. 887
gönne, günne, gunne, f., seltener gunn, günn, m., soviel wie gunst. neben älterem mhd. gunt, m. (vgl. Lexer 1, 1120 und s. v. gunst teil 4, 1, 6, sp. 1104) zu mhd. gunnen gebildetes nomen actionis. literarisch vereinzelt seit dem 14. jh. belegt: [] ez hat sin (gottes) rat durch mynne gunne uns schon nach im gebildet minneburg I 4 (seite 2) Pyritz; we de upnahme (= einnahme) hefft in dem lohne, de hefft des alletyd guden günne de Koker 321 Hackmann. mundartl. heute vor allem als fem. im westlichen md. verbreitet, fast nur in der wendung: einem die gönne (nicht) antun o. ä., z. b. rhein. wb. 2, 1493; Vilmar Kurhessen 133; Schön Saarbrücken 90a; Autenrieth pfälz. id. 59; Reinwald Henneberg 52; Hertel Thür. 108; seltener im alem.: Martin-Lienhart elsäss. 1, 222a; schweiz. id. 2, 334; vereinzelt im nd. bei Woeste westf. 87b. so auch, auf mundartlichem fuszend, literarisch in einem jüngeren beleg: sie hatte auch ihren kopf, sie tat ihr nicht die gönn an, sie anzureden W. Holzamer vor jahr u. tag (1908) 240. als masc. nur selten: diewil man doch bi inen so vil gunst und gonnes fand gegen einem abt J. v. Watt dt. hist. schr. 2, 337 Götzinger; mundartl. noch schweiz. id. 2, 332; Reuting Höchst 20. in der bedeutung 'behagen, genusz, vergnügen': dat woar sinne günn rhein. wb. 2, 1493.
1313 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gönnem.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    günne (gönne) , m. , hê heft des gôden g. es ist ihm wohlgegönnt. Besonders in Orts-, Flur-, Hausnamen: gôdegünne, ȫvelg…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gönnef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gönne , günne, gunne , f. , seltener gunn, günn, m., soviel wie gunst. neben älterem mhd. gunt, m. ( vgl. Lexer 1, 1120 …

  3. modern
    Dialekt
    Gönne

    Rheinisches Wb.

    Gönne = Behagen, Genuss s. ebd.;

Verweisungsnetz

4 Knoten, 0 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goenne

13 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

goenne‑ als Erstglied (13 von 13)

gönnegeld

DWB

goenne·geld

gönnegeld , n. , auf grundstücken ruhende ständige abgabe für erbliches nutzungsrecht. als ' angabe, angeld, handgeld ' bei Adelung vers. 2 …

gönnen,

FWB

1. ›jm. etw. wohlwollend oder aus Gnade zugestehen, erlauben, gestatten; jm. etw. gewähren, zuerkennen, geben, schenken (wobei der Handelnde…

gönnenichts

DWB

goenne·nichts

gönnenichts , m. , eine vereinzelte bildung in der art des erst im 19. jh. nachweisbaren habenichts ( s. d. ): dasz fast alle seine dockelma…

gönner,

FWB

1. ›Freund; Gönner, Wohltäter, höhergestellte Person, die einer gesellschaftlich oder finanziell schlechter gestellten Person ihre Gunst in …

gönnerauge

DWB

goenner·auge

gönnerauge , n. , an die verbindung freund und gönner in der bedeutung ' guter freund ' ( s. DWB gönner C 2 a β ) anknüpfend: so sind denn a…

gönnergesicht

DWB

goenner·gesicht

gönnergesicht , n. , dasselbe wie gönnermiene ( s. d. ): Splendidus ... hat freilich ein gönnergesicht; es wird aber nicht durch unfreundlic…

gönnerhaft

DWB

goenner·haft

gönnerhaft , adj. , ' in der art eines gönners'; stets mit negativem wertakzent. in einem vereinzelten frühen beleg an gönner in der bedeutu…

gönnerhaftigkeit

DWB

goenner·haftigkeit

gönnerhaftigkeit , f. , zur umschreibung eines herablassend gunst gewährenden verhaltens: dem Jakob mit einer fatalen gönnerhaftigkeit zunic…

gönnerin

DWB

goenne·rin

gönnerin , f. , seit dem frühen 16. jh. belegte, seit dem 19. jh. seltener gebrauchte ableitung von gönner ( s. d. ). in älteren belegen noc…

gönnerisch

DWB

goenne·risch

gönnerisch , adj. , vereinzelt für gönnerhaft ( s. d. ): er konnte sich noch nicht daran gewöhnen, das beifällige nicken, das gönnerische ge…

gönnermiene

DWB

goenner·miene

gönnermiene , f. , der vom selbstgefälligen bewusztsein eines groszmütig hilfe, rat, gunst gewährenden handelns gezeichnete gesichtsausdruck…

gönnerschaft

DWB

goenner·schaft

gönnerschaft , f. , abstraktbildung zu gönner B. 1 1) das verhältnis einer begünstigenden person zu einer begünstigten mit betonung des hilf…

gönnerstolz

DWB

goenner·stolz

gönnerstolz , m. , zu gönner B, von dem selbstgefällig gehobenen gefühl eines herablassend hilfe oder gunst gewährenden: der arme, der viell…