Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gispel m.
gispel , m. , süd- und westmitteldt. wort, vgl. gispel ' kind, das mit füszen und händen nie ruhig ist ' Martin-Lienhart 1, 240 a , ' unruhiger mensch mit fast fieberhaft lebhaften bewegungen ' Staub-Tobler 2, 482 ; anders, vielleicht in mischung mit gimpel, ' halbnärrischer, dummer mensch, einfaltspinsel ' Unger-Khull steir. 293 b , ' eitler ..., geistig minderwertiger mensch ' rhein. wb. 2, 1245; so auch seit dem 17. jh. literarisch belegt bei obd. autoren im sinne von ' narr, dummkopf ', meist mit gutmütig-jovialem unterton: ein einfältiger gispel thäte sich mit einer schönen, doch verrufte…