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giege

mhd. bis nhd. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
11 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

giege m.

Bd. 7, Sp. 7344
giege, m., narr, tor. in älterer sprache dünn bezeugt; mit l-suffix mhd. giegel 'narr, tor' Lexer 1, 1010. dazu mhd. giegen 'äffen'; vgl. nl. giegelen 'lachen' woordenbook 4, 2276. zu einer wurzel germ. geug-, spielend oder ausgelassen sich umhertreiben Walde-Pok. 1, 566, Persson beitr. z. idg. wortforschg. 59 ff. die sinnliche vorstellung des (tölpenhaften) sich hin- und herbewegens bewahren alpenländ. mundarten: z. b. schweiz. giegi, m., 'einer, der sich hin- und herneigend bewegt, tölpel' Staub-Tobler 2, 153; giege(n), vb., 'wiegend hin und her neigen' ebda. mit ablaut hierzu: ahd. goukolôn, mhd. goukelen, mhd. gogel 'ausgelassener scherz'; ags. geogelere praestigiator Bosworth-Toller 424a. nl. guig 'narr' woordenb. 5, 1213: der giege vertort schol bi andern giegen sin, ... er ist ein urint, swar er gat, denne daz er niht horn hat Joh. v. Würzburg 11620 R.; wan ez sint tôren, giegen, narren in ir affenhiuten Kolmarer meisterlieder 421 B.; künde wir dan giegen in unser petd heim betriegen und das der selbig öde gauch an unserm petd nem ein schauch fastnachtsspiele 1180 K.; item er ist ein kurtzer gestossner man und hat ein gigen antlit Fr. Riederer rhetor. (1493) j 6a.
1217 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GIEGE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    GIEGE s. ich GIUGE .

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    giegem.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    giege , m. , narr, tor. in älterer sprache dünn bezeugt; mit l- suffix mhd. giegel ' narr, tor ' Lexer 1, 1010 . dazu mh…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit giege

77 Bildungen · 73 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

giege‑ als Erstglied (30 von 73)

giegel (?)

MWB

giegel (?) stMN. Hs. gigel. Bed. und Ansatz unklar; möglicherweise i.S.v. ‘Unfug, Dummheit’ zu giege swM.; oder verwandt mit erst später bel…

giᵉgenan

WWB

giege·nan

giᵉgen-an Adv. [verstr.] nebenan. ¶ Viele Gewährspersonen betrachten giᵉgen an in Sätzen wie Daor gao ik teggen-an! (WMWB) als ein Wort. Die…

Giᵉgenbeso¹k

WWB

Giᵉgen-be-so¹k m. Teggenbesöök Besuch, mit dem man jmds. Besuch erwidert (WMWB).

giᵉgenbī

WWB

giᵉgen-bī Adv. tiegenbie nebenbei ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Hv).

Giᵉgenbred

WWB

giegen·bred

Giᵉgen-bred n. Täggenbrett Seitenbrett des gewöhnlichen Ackerwagens (Frbg.) ( Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt Bor Bo).

Giᵉgend

WWB

Giᵉgend f. [verstr.] 1. Gegend, Landstrich. Ne schoine Giegend ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bracht Br ). Doue Gïegend Einöde ( Kr. Reckli…

giᵉgendāle

WWB

giegen·dale

giᵉgen-dāle Adv. „danebenher“. Dat gönk d’r em ganz kiᵉggendāler das ging ihm daneben; es geriet ihm nicht ( Kr. Tecklenburg Tek Me ). ¶ Vgl…

giᵉgendeªßen

WWB

giᵉgen-deªßen Adv. [ Kr. Halle Hal Wie] 1. indessen, inzwischen. — 2. bis dahin. ⟨ ›giᵉgen‹- u. ›giᵉn‹- ⟩

Giᵉgendē²l

WWB

giegen·del

Giᵉgen-dē²l n. [verstr.] Gegenteil. Iek bestoh oppem Giegendäil ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bracht Br ). He dee dat Teggendeel, wat Mood…

giᵉgendē²lig

WWB

giᵉgen-dē²lig Adj. gegenteilig. Ik häör teggendeelige Naorichten (WMWB).

giᵉgenderna

WWB

giᵉgen-der-na Adv. [verstr. Kr. Lippstadt Lst Mes] nachher. ⟨ ginter- ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bracht Br ) und tinder- ( Kr. Lippstad…

giᵉgendō¹n

WWB

giegen·don

giᵉgen-dō¹n V. a) dagegen, dazu stellen; dazutun. De Hengst konnen se bi Mähren nich teggendoon. — b) Widerrede geben, widersprechen; gegena…

Giᵉgendüᵉre

WWB

Giᵉgen-düᵉre f. [ Kr. Steinfurt Stf Tek] Seitentür.

giᵉgenē²n

WWB

giege·nen

giᵉgen-ē²n Adv. [verstr.] 1.1. nebeneinander. Mejjers un Möllers wonnt giegeneneune (Lippe OESTERH). Se göngen ne Wiele still tiegeneen ( Kr…

Giᵉgenfüᵉrmund

WWB

Giᵉgen-füᵉr-mund m. Gïegenfǖamund „Gegenvormund“ ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl ).

Giᵉgengaer

WWB

giegen·gaer

Giᵉgen-gaer m. [WMünsterl] Täggengaoer ( Kr. Ahaus Ahs Kr. Ahaus@Stadtlohn St ) Brautführer, Trauzeuge.

giᵉgengan

WWB

giegen·gan

giᵉgen-gan V. [Münsterl] 1.1. entgegengehen (WMWB). De Bruudslöö teggengaon (WMWB). — 1.2. als Trauzeuge fungieren. — 2. fehlschlagen, mißli…

giᵉgengesettet

WWB

giegen·gesettet

giᵉgen-ge-settet Adj. tigensat entgegengesetzt ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Hv).

giege als Zweitglied (4 von 4)

klôstergiege

MWB

klôstergiege swM. ‘Klostertrottel, Klosternarr’ (vgl. klôsternarre ): her Hof, her Hof, wie lange sol ich daz vertragen, / daz iu behagen / …

klōstergiege

KöblerMhd

klōster·giege

klōstergiege , sw. M. nhd. Klosternarr, Klostertrottel Q.: Frl (1276-1318) E.: s. klōster, giege W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 364 (klôstergiege),…