Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gewilde substantivbildung
gewild , gewilde , substantivbildung , die in zwei hauptrichtungen des gebrauches belegt ist. beide gebrauchsformen tauchen spät in der mittelhochdeutschen periode auf, unterscheiden sich aber in der nachhaltigkeit, mit der sie sich im wortschatz behaupten. von kurzer dauer ist der gebrauch bei gewilde gewesen, dem gegenstück zu dem — ebenfalls früh untergehenden — fem. wilde (wildniss, vgl. mhd. wb. 3, 667 a . Lexer 3, 885 ). dieses gewilde, das mit wenigen ausnahmen als neutrum sich kennzeichnet, erscheint der form nach als collectivbildung, wozu die verwendungen jedoch nicht immer stimmen. …