lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Getöse

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
17
Verweise raus
16

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Getöse

Bd. 2, Sp. 641
Das Getöse, des -s, plur. ut nom. sing. ein starker verworrener Schall. Die Wagen machen ein widerwärtiges Getöse auf der Gasse. Man konnte das Getöse in der Schenke sehr weit hören. Ein Getöse machen. Das Getöse des Windes und der Wellen. Auch figürlich, Unruhe. Das Getöse der Welt fliehen; wofür doch Geräusch üblicher ist. Anm. Dieses Wort stammet von dem veralteten Doss, Dus, Toz, Thuz, im Schwed. und Isländ. Dyst, Dust, im Engl. Toss, Towze, her, welches ehedem für einen starken Ton üblich war, und wovon das Zeitwort dussen, diessen, diezzen, dosen, stark tönen, ein Getöse machen, herkam, welches[] in den Schriften der mittlern Zeiten sehr häufig ist. Fone manigero uuazzero dozze, Notker. Ich hoerte die wasser diessen, Walth. von der Vogelweide. Mit lautem Knall und Doß, Hans Sachs. Swenne der wald von sange diusset, Heinrich von Veldig; wo es zugleich von einem sanftern angenehmern Schalle gebraucht wird. Beyde Wörter, welche den Schall selbst, den man damit belegte, nachahmen, sind im Hochdeutschen veraltet, und haben nur noch das Verbale Getöse übrig gelassen. Im Oberdeutschen sind sie noch hin und wieder gangbar. Das Meißnische Provincial-Wort der Tebs, Geräusch, Getöse, und tebsen, lärmen, scheinet gleichfalls daher zu stammen. Das e am Ende ist das e euphonicum, ohne welches das s wie ein ß lauten würde.
1334 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Getöse

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Getöse , des -s, plur. ut nom. sing. ein starker verworrener Schall. Die Wagen machen ein widerwärtiges Getöse auf d…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Getöse

    Goethe-Wörterbuch

    Getöse auch apokopiert ‘Getös (Getös’)’, einmal -ß- (in Var) 1 gewaltiger, ohrenbetäubender Lärm; mehrf ‘ein G. machen’,…

  3. modern
    Dialekt
    Getösen.

    Pfälzisches Wb.

    Ge-töse n. : 1. = Getäts 1 a γ ; e Gedees mache [ LA-Frankw Venn ]. Jetz das Gedes, das Hinunhergelaaf um 's Vorredraⁿ […

  4. Spezial
    Getöse

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|tö|se n. (-s) fracac (-ac) m. , vera (veres) f. , sciosciüre (-ri) m. , splundramënt (-nc) m.

Verweisungsnetz

28 Knoten, 28 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Kompositum 21 Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit getoese

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von getoese

ge- + toesen

getoese leitet sich vom Lemma toesen ab mit Präfix ge-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von getoese 2 Komponenten

get+oese

getoese setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — getoese kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.