Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gesmac Adj.
2 ‘duftend, wohlriechend’
3 übertr.
1 ‘(wohl-)schmeckend, lecker’ ez [der Wein] ist louter vnd dünne, / gesmach vnd ræze, / vnd sint sein wæze [Duft] / süez vnde starch Krone 2513; siner tugende sinnen / minnest was gemezzen / uf trinken und uf ezzen, / wie diz und daz si gesmac PassIII 401,79; diu langen air sint paz gesmach und pezzer ze ezzen wan die sinweln BdN 193,30 u.ö.; PrBerth 1:432,14. – bildl.: dû lebentigez, dû kreftigez, wünneclîchez, gesmachez, dû himelischez brôt [Jesus] DvASchr 376,28; behaltent wir ir [der Bekenner] lere, so werden wir dem almehtigen got suͤzz vnd gesmach, sam das ezzen wirt von dem salcz Konr 21,49. 19,85 2 ‘duftend, wohlriechend’ der [Garten] was nach walsamen [Balsam] gesmach HvNstAp 13061 3 übertr.: die gemvͤtte, dv̍ fleischliche sorge iagent vnd tribent, mv̍gent nu̍t begriffen die gesmakken vnd svͤssen wisheit [übers. non comprehendunt sapidam sapientiam ] RvBib 148,19. – von Rede ‘wohltönend, -klingend’ ir rede was süeze unde gesmach Serv 625; gelouben nâch der kristenheit, / gotes vorht, rein arbeit, / dâ lât iuch nieman wîsen abe, / swie gesmacke rede er habe BuchdRügen 1456; PassI/II 234,36
MWB 2 577,16; Bearbeiter: Richter