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Gerber

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
11 in 10 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Gerber

Bd. 7, Sp. 626
Gerber, 1) Ernst Ludwig, Musikhistoriker, geb. 29. Sept. 1746 in Sondershausen, wo sein Vater seit 1731 Hoforganist war, gest. daselbst 30. Juni 1819, studierte in Leipzig anfänglich Jura, später hauptsächlich Musik und kehrte 1775 als Nachfolger seines Vaters nach Sondershausen zurück. Er ist besonders bekannt als Verfasser des »Historisch-biographischen Lexikons der Tonkünstler« (Leipz. 1790–92) und des als Supplement desselben gedachten, aber an Umfang viel größern »Neuen historisch-biographischen Lexikons der Tonkünstler« (das. 1812–14, 4 Bde.), das, obgleich ursprünglich nur zur Ergänzung von Walthers »Lexikon« (1732) angelegt, zu einem hochbedeutenden Quellenwerk erwuchs und noch gegenwärtig zu den wertvollsten lexikographischen Hilfsmitteln gehört. 2) Karl Friedrich von, Rechtsdogmatiker, Publizist und Staatsmann, geb. 11. April 1823 zu Ebeleben (Schwarzburg-Sondershausen), gest. 23. Dez. 1891 in Dresden, studierte seit 1840 in Leipzig und Heidelberg, wo er bereits 1843 den juristischen Doktorgrad erwarb, habilitierte sich 1844 in Jena und wurde 1846 zum außerordentlichen Professor ernannt. In demselben Jahr erschien seine grundlegende Schrift »Das wissenschaftliche Prinzip des gemeinen deutschen Privatrechts« (Jena 1846). 1847 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor des deutschen Rechts nach Erlangen, wo er das bahnbrechende »System des deutschen Privatrechts« (Jena 1848–49, 2 Abtlgn.; 17. Aufl., hrsg. von K. Cosack, 1895) vollendete. 1851 ging er als Professor und Nachfolger v. Wächters als Kanzler der Universität nach Tübingen, vertrat 1857–61 Württemberg auf den Nürnberger und Hamburger Konferenzen zur Entwerfung eines allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuches und übernahm 1862 eine ordentliche Professur und die Stelle eines Oberappellationsrats in Jena. Ostern 1863 wurde er als Professor nach Leipzig berufen und 1871 mit der Leitung des sächsischen Kultusministeriums betraut, das er, seit April 1891 mit dem Vorsitz im Gesamtministerium, bis zu seinem Tode verwaltet hat. Im konstituierenden Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867 war er unter den ersten, die sich der neuen Ordnung rückhaltlos anschlossen. Von seinen Schriften sind noch zu nennen: »Zur Charakteristik der deutschen Rechtswissenschaft« (Tübing. 1851); »Über öffentliche Rechte« (das. 1852); »Grundzüge eines Systems des deutschen Staatsrechts« (Leipz. 1865, 3. Aufl. 1880); »Die Ordinarien der Juristenfakultät zu Leipzig« (anonym, das. 1869); »Gesammelte juristische Abhandlungen« (Jena 1872). Mit Ihering begründete er 1856 die »Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts«. 3) Johann Gottfried Heinrich, Ingenieur, geb. 18. Nov. 1832 zu Hof in Bayern, studierte in Nürnberg und München, leitete seit 1858 die Brückenbauabteilung der Fabrik von Cramer-Klett in Nürnberg, wurde, als diese Abteilung 1873 in die Süddeutsche Brückenbau-Aktiengesellschaft in München verwandelt wurde, Direktor derselben und, als die Fabrik 1884 in die Maschinenbau-Aktiengesellschaft Nürnberg überging, Aufsichtsrat und technischer Beirat. Er lebt in München. G. stellte für die Berechnung eiserner Brücken neue Regeln auf, erfand den Träger mit freischwebenden Stützen, der seitdem bei den Auslegerbrücken auch in England und Amerika viel angewendet worden ist, und konstruierte ein nach ihm benanntes Gelenk für Eisenkonstruktionen. Er schrieb: »Das Paulische Trägersystem« (Nürnb. 1859); »Die Rheinbrücke bei Mainz« (Mainz 1863); »Berechnung der Brückenträger nach System Pauli« (in der »Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure«, 1865); »Träger mit freiliegenden Stützpunkten« (in der »Zeitschrift des Bayrischen Architekten- und Ingenieurvereins«, 1870); »Bestimmung der zulässigen Spannungen in Eisenkonstruktionen« (ebenda, 1874); »Notizen über Eisenkonstruktionen mit Gelenkverbindungen« (in der »Zeitschrift für Baukunde«, 1882); »Einsteighallen im Zentralbahnhof München« (im »Organ für Fortschritte des Eisenbahnwesens«, 1887); »Bestimmung der Querschnitte von Eisenkonstruktionen« (»Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure«, 1894); »Über zulässige Beanspruchung in Eisenkonstruktionen« (in der »Deutschen Bauzeitung«, 1896).
4185 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GerberDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Der Gerber , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Handwerker, der die rohen Thierhäute gerbet und dadurch zu allerlei Gebrauc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gerber

    Goethe-Wörterbuch

    Gerber Handwerker, der Leder zubereitet Kleiner Bach. | Gewerbe daran. Färber, G., Mühlen 34 2 ,121,31 ReiseSchweiz 1797…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gerber

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Gerber , 1) Ernst Ludwig , Musikhistoriker, geb. 29. Sept. 1746 in Sondershausen, wo sein Vater seit 1731 Hoforganist wa…

  4. modern
    Dialekt
    Gerberm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gerber m. : 1. wie schd., Geʳweʳ [verbr.]. Hui, G.!, das war der zunftmäßige Gruß der G. [Kus]. SprW.: En jeder muß sei …

  5. Sprichwörter
    Gerber

    Wander (Sprichwörter)

    Gerber 1. Bei den Gerbern sind alle Ochsen Kühe und in der Fleischbank alle Kühe Ochsen. Man ist nirgends vor Betrug sic…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerber

64 Bildungen · 58 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gerber

gerb + -er

gerber leitet sich vom Lemma gerb ab mit Suffix -er.

Zerlegung von gerber 2 Komponenten

ger+ber

gerber setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gerber‑ als Erstglied (30 von 58)

Gerbergasse

SHW

Gerber-gasse Band 2, Spalte 1259-1260

Gerbergrube

SHW

Gerber-grube Band 2, Spalte 1259-1260

Gerberhaus

SHW

Gerber-haus Band 2, Spalte 1259-1260

Gerberhund

SHW

Gerber-hund Band 2, Spalte 1259-1260

gerberbaum

DWB

gerber·baum

gerberbaum , m. name mehrerer gewächse, deren zweige und schöszlinge zur gerberei gebraucht werden: coriaria myrtifolia, der gerberbaum mit …

gerbercista

MLW

gerber·cista

* gerbercista (gir-), -ae m. (Gerbertus) discipulus arithmeticae – Rechen-, Mathematikschüler : Mathem. var. Bubnov p. 291,10 dic tu, gi-a g…

gerberei

DWB

gerbe·rei

gerberei , f. 1 1) das gerben, gerbverfahren, gerberhandwerk Stieler 605 : doch willst du, müd der gerberei, mit mir zur waldeshut. A. Grün …

Gerber, Ernst Ludw

DWBQVZ

--- neues historisch-biographisches lexicon der tonkünstler. Leipzig 1812—14. 4 tle. ---

gerbereⁿ

Idiotikon

gerbereⁿ Band 2, Spalte 449 gerbereⁿ 2,449

gerberfett

DWB

gerber·fett

gerberfett , n. oder weiszbrühe, das bei der sämischgerberei aus den häuten gepreszte fett Röhrig techn. wb. 281 b .

Gerberga

Meyers

ger·berga

Gerberga , Tochter des deutschen Königs Heinrich I., geb. 913, gest. 969, gewann durch ihre Vermählung mit Giselbert, Herzog von Lothringen,…

gerbergasse

DWB

gerber·gasse

gerbergasse , f. gasse, an welcher die gerber ihre werkstätten haben, s. Germania 15, 268.

gerbergrube

DWB

gerber·grube

gerbergrube , f. grube, worin die häute eingeweicht, mit kalk oder lohe behandelt werden Ludwig 742 .

gerberhaus

DWB

gerber·haus

gerberhaus , n. : die gerberhäuser, seiffensieder, kürschner ( welche die nachbarschaft durch üble gerüche belästigen ). Speidelii speculum …

gerberholz

DWB

gerber·holz

gerberholz , n. 1 1) rhus sutorium, frutex coriarius, lauchholtz, gerberholtz Frischlin nomencl. 89 a . s. gerberbaum. 2 2) die eichenrinde,…

gerberhund

DWB

gerber·hund

gerberhund , m. canis coriarii: wann er sich gefült hat gleich wie daʒ fasz, speiet er gleich wie ein gerber-hundt. Keisersberg narrensch. 3…

gerber als Zweitglied (6 von 6)

Güggerber

Idiotikon

Güggerber Band 4, Spalte 1465 Güggerber 4,1465

ledergerber

DWB

leder·gerber

ledergerber , m. coriarius, ledergerwer Maaler 260 a ; ledergerber, corii subactarius Stieler 605 ; ein jeder metzger, schuster und lederger…

lohgerber

DWB

loh·gerber

lohgerber , m. gerber, der die leder mit lohe gar macht, rotgerber. Jacobsson 2, 629 a ; cerdo lohgerwer Dief. 114 a .

rotgerber

DWB

rot·gerber

rotgerber , m. ein gerber, der rotes leder bereitet: rotgerber, sive lohgerber, cerdo Stieler 605 ; roth-gerber, coriarius, im gegensatz des…

Weißgerber

Campe

weiss·gerber

Der Weißgerber , — s, Mz . gl. die Benennung derjenigen Gerber, welche das Leder weißgar bearbeiten; zum Unterschiede von den Loh oder Rothg…

wīzgerber

KöblerMhd

wīzgerber , st. M. Vw.: s. wīzgerbære*