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Gelbschnabel

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gelbschnabel

Gelbschnabel

gelb Adj. Das germ. Farbadjektiv ahd. (8. Jh.), asächs. gelo, mhd. gel, mnd. gēl, mnl. ghēle, nl. geel, aengl. geolu, geolo, engl. yellow (germ. *gelwa-), ablautend anord. gulr, norw. schwed. dän. gul (germ. *gulwa-) führt mit aind. háriḥ ‘fahl, gelblich, grünlich’, awest. zaray- ‘gelb(lich), goldfarben’, griech. chlōrós (χλωρός) ‘blaßgrün, grüngelb’, lat. helvus ‘honiggelb’, air. gel ‘leuchtend weiß’, lit. žel̃vas ‘grünlich, gelblich’, aslaw. zelenъ, russ. zelënyj (зелёный) ‘grün’ zu der vielfach erweiterten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, neben der Varianten wie *ghel(ə)- oder *g‐ͧhel(ə)- angesetzt werden. Gleichen Ursprungs sind 1Galle, Gold, Glanz, Glas, gleißen, glimmen, glotzen, glühen, glatt (s. d.). Das auslautende -b im Nhd. (zuerst 15. Jh. in obd. Mundarten) stammt aus den flektierten Formen (Genitiv ahd. gel(a)wes, mhd. gelwes) des wa-Stammes (germ. *gelwa-). Die alte, im Mhd. entstandene endungslose Form gel hat sich in gehl, gel Adj. in verschiedenen Mundarten erhalten (s. auch fahl, falb). – gilben Vb. ‘gelb werden’ (Anfang 16. Jh.), mhd. gilwen (transitiv) ‘gelb machen’, sich gilwen ‘gelb werden’, daneben mhd. gelwen ‘gelb werden’; vergilben Vb. ‘sich gelb färben, vor Alter fahl, farblos werden’ (besonders von Papier, Laub, Geweben), ‘gelb, fahl, farblos machen’, mhd. vergelwen ‘gelb werden’ und vergilwen ‘gelb machen oder werden’. gelblich Adj. ‘leicht gelb, ins Gelbe spielend’ (17. Jh.), älter gelblicht (16. Jh.), mhd. gelblo(h)t, gelwelot, dazu die Nebenformen gilblich (18. Jh.) und gilblicht (15. Jh.). Gelbschnabel m. ‘unreifer, unerfahrener Mensch’ (16. Jh.), heute üblicher Grünschnabel (s. d.), eigentlich ‘junger Vogel, der noch gelb um den Schnabel ist’, wie gleichbed. frz. béjaune, bec-jaune und nl. geelbek. Gelbsucht f. (Infektions)krankheit mit gelblicher Färbung der Haut durch Übertreten von Gallenfarbstoff ins Blut, ahd. gelosuht, gelewasuht (10. Jh.), mhd. gelsuht (s. Sucht). gelbsüchtig Adj. ‘an Gelbsucht erkrankt’, ahd. gelosuhtīg (11. Jh.), mhd. gelsühtec.
2078 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêlbschnabel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Gêlbschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eigentlich ein Vogel mit einem gelben Schnabel. Besonders und zum Theil …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gelbschnabel

    Goethe-Wörterbuch

    Gelbschnabel einmal ‘Gelschnabel’ junger, unreifer, unbedacht handelnder Mensch; auch mBez auf einen jugendl überheblich…

  3. modern
    Dialekt
    Gelbschnabelm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gelb-schnabel m. : 1. 'Märzamsel', -schnawwel [ BZ-Dernb ]. — 2. 'naseweiser junger Mensch' [verbr., Klein Prov. 140]. —…

  4. Sprichwörter
    Gelbschnabel

    Wander (Sprichwörter)

    Gelbschnabel 1. Einem den Gelbschnabel zeigen. Ihm seine Einfalt und Unerfahrenheit vorhalten. Frz. : Faire montrer la b…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gelbschnabel

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von gelbschnabel 3 Komponenten

gelb+(schna+bel)

gelbschnabel setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gelbschnabel‑ als Erstglied (2 von 2)

gelbschnabelei

DWB

gelb·schnabelei

gelbschnabelei , f. : er ( der Berliner almanach ) beginnt mit ernstem fünfzigjährigen rückblick und endigt mit der gelbschnabeley der sanct…

Gelbschnabeligkeit

GWB

* Gelbschnabeligkeit ‘Gehlschnabligkeit’ Gespr Kanzl Müller 28.5.25 Gertrude Harlass G. Ha.