Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geistern
geistern , neben geisten ( s. d. ), vom pl. geister. 1 1) spuken, umgehen wie die geister: umgehn und geistern. Stöbers Alsatia 1855 s. 202; die alte freundin geistert auf den straszen. Scheffel frau Avent. 191 . es ist auch bair., tirol. Schm. 2, 79 , Schöpf 183 . 2 2) quälen, ängstigen, bair. z. b. mit bitten, er geistert aen gnue bis me ja sagt, auch mittelrhein. Kehrein 156 . vergl. ags. gæstan plagen Grein 1, 374 , altengl. gast erschrecken. die pluralische bildung wol von den geistern die einen plagen ( s. geist 7, c. 13, e a. e. ), wie ein ungestüm bittendes kind ein plagegeist genannt …