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Gebüsch

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gebüsch

Gebüsch

Busch m. ‘Strauch’, ahd. busc, bosc (Hs. 12. Jh.), mhd. busch, bosch(e), asächs. -busc, mnd. busch, mnl. bosch, busch, nl. bos, engl. bush, dän. busk, schwed. buske. Das Hauptproblem der Etymologie liegt im Verhältnis der germ. Formen zur mlat.-roman. Wortgruppe mlat. boscus, buscus ‘Wald, Gebüsch’, aprov. bosc, afrz. bois, bos(c), frz. bois, ital. bosco. Fraglich ist, ob eine Entlehnung aus dem Roman. ins Germ. oder umgekehrt aus dem Germ. ins Roman. stattgefunden hat. Nimmt man für Busch germ. Ursprung an (germ. *buska-), so ist die gesamte Wortgruppe zur s-Erweiterung der Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ zu stellen (s. Beule, Bausch). Dagegen gibt es für die mlat.-roman. Formen außerhalb des Germ. keinen sicheren Anknüpfungspunkt. Auffällig bleibt die relativ späte Bezeugung in den einzelnen germ. Sprachen, doch machen die hier bezeugte weite Verbreitung und die Möglichkeit eines etymologischen Anschlusses eine Entlehnung der mlat.-roman. Formen aus dem Germ. wahrscheinlich. Die Redensart auf den Busch klopfen ‘zu erfahren suchen, was hinter einer Angelegenheit steckt’ wird aus der Jägersprache übernommen, eigentlich ‘klopfen, um das verborgene Wild aufzuscheuchen’. – buschig Adj. ‘mit Büschen bestanden’ (16. Jh.), dem spätmhd. buscheht (bis Mitte 19. Jh. noch buschicht) voraufgeht; nhd. auch ‘mit Haaren dicht bewachsen’. Gebüsch n. ‘Gesträuch’, spätmhd. gebüsche. Büschel n. ‘Bündel’, ahd. buskillī(n) (11. Jh.), buskila (Hs. 12. Jh.), mhd. büschel, eigentlich ‘kleiner Busch’.
1531 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GebüschDas

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Das Gebüsch , des — es, Mz. die — e , mehrere Büsche oder Sträuche an einem Orte zusammengenommen; dann, eine mit Büsche…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gebüsch

    Goethe-Wörterbuch

    Gebüsch neben DatSg auch Nom/AkkSg gelegentl mit älterem -e; selten pl; fast ausschließl im literar Werk Buschwerk, Stra…

  3. modern
    Dialekt
    Gebüsch

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gebüsch [Kəpe Co. ] n. Henry 143.

  4. Sprichwörter
    Gebüsch

    Wander (Sprichwörter)

    Gebüsch 1. Aus einem kleinen Gebüsch springt oft ein grosser Hase. Holl. : Een haas legert zoowel in een klein als in ee…

  5. Spezial
    Gebüsch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|büsch n. (-es,-e) brüsces f.pl. , trognores f.pl. , sotbosch m. , brüsciaria (-ies) f. , brusciam (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebuesch

6 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gebuesch

ge- + buesch

gebuesch leitet sich vom Lemma buesch ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebuesch 2 Komponenten

gebu+esch

gebuesch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebuesch‑ als Erstglied (4 von 4)

Gebüschanlage

GWB

gebuesch·anlage

Gebüschanlage Gebüschanpflanzung in der Gegend [ um Weimar ] Baum- und Gebüsch-Anlagen nicht ohne botanische Rücksicht N6,110,14 BotanStudie…

Gebüschreich

Campe

gebuesch·reich

Gebüschreich , — er, — ste , adj . u. adv . reich an Gebüschen, mit Büschen oder Sträuchen weit und breit, dicht bewachsen. Eine gebüschreic…

gebuesch als Zweitglied (1 von 1)

weidengebüsch

DWB

weiden·gebuesch

weidengebüsch , n. in der bed. von weidicht und weidenbusch 2), denen es in schrift- und dichtersprache seit ende des 18. jahrh. boden abgew…

Ableitungen von gebuesch (1 von 1)

gebüsche

DWB

gebüsche , gebüsch , n. collect. zu busch. 1 1, 1@a a) zuerst bis jetzt nachgewiesen im 14. jahrh., md. ( Bech Germ. 20, 36 ): iiij huner vo…