lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gebell

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
7

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gebell

Gebell

bellen Vb. ‘Laut geben’ (vom Hund), ahd. bellan (8./9. Jh.), mhd. bellen. Das für die typischen Lautäußerungen des Hundes gebrauchte Verb gilt ursprünglich auch für andere Tierstimmen, vgl. die verwandten germ. Bildungen aengl. bellan ‘bellen, brüllen, grunzen’, engl. to bell ‘röhren’, to bellow ‘brüllen’, anord. belja ‘brüllen’ (von Kühen), norw. belje ‘brüllen, schreien’ (dagegen mnl. belen ‘bellen’ entsprechend dem Nhd.); vgl. (ablautend) ahd. bullōn ‘brüllen’. Mhd. bellen wird für Hund, Löwe, Kalb und Hirsch verwendet, die ahd. Belege allerdings lassen nur den Bezug auf Hunde und hundeähnliche Fabelwesen erkennen. Die germ. Verben stellen sich wie lit. bylóti ‘prozessieren’, älter ‘reden’, das Substantiv anord. bjalla, aengl. mnd. belle, engl. bell ‘Glocke, Schelle’ und die zu poltern (s. d.) gehörende Wortgruppe zur lautnachahmenden Wurzel ie. *bhel- ‘schallen, reden, brüllen, bellen’ (wohl nicht hierher gehört ebenfalls lautmalendes aind. bhaṣá- ‘bellend’, vgl. Mayrhofer 2, 498). Im Dt. wird bellen früh (in der Allegorie schon ahd.) auf das Schimpfen und Keifen von Menschen übertragen; jünger (Ende 17. Jh.) ist dagegen die Bedeutung ‘stark husten’. Die für die älteren Sprachstufen allein geltende starke Flexion kommt vereinzelt noch bis ins 19. Jh. vor, doch wird seit dem 17. Jh. daneben schwache Flexion gebräuchlich. – Gebell n. ‘anhaltendes Bellen’, spätmhd. gebelle (14. Jh.).
1407 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebêll

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gebêll , des -es, plur. car. ein anhaltendes, wiederhohltes Bellen. Daß zugleich die großen Hund' erwachten, Und dur…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gebell

    Goethe-Wörterbuch

    Gebell eine Hundeschaar .. deren G. anhaltend unerträglich war 35,111,10 TuJ [ für: latrare ] 43,155,6 Cell I 11 metapho…

  3. modern
    Dialekt
    Gebelln.

    Mecklenburgisches Wb.

    Gebell n. Gebell, auch Geschimpfe: wat is dat för 'n Geschell un Gebell? Ro Klock .

  4. Sprichwörter
    Gebell

    Wander (Sprichwörter)

    Gebell 1. Das Gebell von alten Hunden ist nicht umsonst. Holl. : Het gebas van eenen ouden hond behoort men te gelooven.…

  5. Spezial
    Gebell

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|bell n. (-[e]s) ladramënt (-nc) m.

Verweisungsnetz

13 Knoten, 7 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 5 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebell

5 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gebell

ge- + bell

gebell leitet sich vom Lemma bell ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebell 2 Komponenten

geb+ell

gebell setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebell‑ als Erstglied (3 von 3)

gebëllen

Lexer

gebel·len

ge-bëllen stv. I, 3. BMZ wiederholt bellen Lampr. iedeʒ nâch sîner art gebilt Msh. 3, 307 a . du gebillest Krone 17774. swaʒ er in lûter sti…

gebellīc

KöblerAe

gebellīc , Adj. nhd. fiskalisch Hw.: s. gafol (1) E.: s. gafol (1) L.: Hh 126

gebell als Zweitglied (1 von 1)

hundegebell

DWB

hunde·gebell

hundegebell , n. gebell der hunde: was für ein hundgebelle auf der gassen, quid canes glaucitant in vicis? Stieler 132 .

Ableitungen von gebell (1 von 1)

gebelle

Lexer

ge-belle stn. BMZ coll. zu bal, belle hinterbacken Renn.