Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Fusel m.
Fusel m.
Fusel m. ‘minderwertiger Trinkalkohol’. Es handelt sich um Alkohol, der nach dem Destillieren noch unerwünschte Substanzen und Rückstände (chemisch Fuselöle genannt) enthält. Die zuerst im Rotw. (Duisburg 1724) nachweisbare Bezeichnung verbreitet sich zunächst im Nordd. und wird dann Bestandteil der Allgemeinsprache. Die Herkunft ist unbekannt. Die Annahme, daß die bei der Branntweinherstellung in der Retorte verbleibenden Rückstände Fusel, im Alchimistenlatein fusile ‘etw. Flüssiges’ (und daher zum Trinken noch Geeignetes) genannt worden seien (substantiviertes Neutr. von lat. fūsilis ‘geschmolzen, fließend, flüssig’, zu lat. fundere, fūsum, ‘gießen, fließen lassen, schmelzen’), ist denkbar, aber nicht zu verifizieren.