Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fühllos
fühllos [füllos], ein im 17. jh. auftauchendes, aus fühlen und los zusammengesetztes adj., das bei Henisch noch fehlt. zuerst bei Schottelius teutsche sprachkunst 357 b ( haubtspr. s. 427 a ) mit der erklärung » carens tactu « und danach bei Stieler 1179 , der aber richtiger füllos schreibt. Rädlein 309 a hat fühllosz, als ein in Süddeutschland und in Franken nicht bekanntes wort bezeichnet, neben unempfindlich. bei Steinbach und Frisch fehlt es gänzlich; erst Adelung nimmt es wieder auf. das wort ist auch heute noch geläufig, doch zieht die gewöhnliche sprache gefühllos vor. die bedeutungen s…