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Frosch

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Frosch

Bd. 2, Sp. 826
Frosch Rhfrk [Birkf -o- u. -ę-], Saarbr bis Merz, OMosfrk -ęš, Pl. -šə f.; WMosfrk von Merz bis Koch -E- [hier u. da -ā-; Trier-Stadt -ǫ-], Pl. vielfach -šən; Rip von NDaun, Aden, NPrüm an -š Sg. u. Pl. m.; uSieg, LRip -zš, –əš, –yš; mSieg (Wissen), im Sayn-Wildenburgschen u. Freien Grund -š, sonst Siegld -ǫš, –-; SNfrk vəš, Pl. -ə- [Kemp-Grefr Süchteln varš]; Sol frš; Mettm, Ruhr fǫš; Gummb-Wiedenest fūăš, Bergneustdt fōăš, sonst Gummb frš. — Klevld nicht bezeugt, dafür kekwǫrs (dies auch schon SNfrk), pęt. — Auch sonst dringt neben der alten umgelauteten Form die nhd. mit -ǫ- vor, z. B. Saarl-Diefflen alt fręš f., jüngst frǫš m.: 1. Wasserfrosch; doch unterscheidet die MA. vielfach nicht mehr zwischen Fr. u. Kröte, obwohl sie für beide Tiere Bezeichnungen hat, z. B. Rhfrk fręš u. krot, krōtš; Rip frš u. krat, krodel, krtš, høpleŋ, høpəleŋktər, høpkrat, høps. RA.: Alles geht, blouss de Fr.ə spröngen Antw. auf die Einwendung ‘es geht nicht’ Saarbg-Faha, Allg. Me moss iersch Külkopp (Kaulquappe) weərde, ih mer Fr. wiərd Rip, Allg. Dat es net Foasch on net Fösch man wird nicht klug draus Erk-Rath. De Fr. gehert net an (in) dese Puhl (Pudel) gesagt, wenn im Kartensp. nicht ‘bekannt’ wurde WBitb. Manneche Fr. muss Scheldwacht stohn on quaken un krit doch kenen neuen Jacken Mos (o. O.). Beəter, dat de Köh devon sprönge, äs dat de Vöərsch dervoan quake vom Hafer gesagt MGladb-Viersen. Wer sech de Störche ze Gaste lid (ladet), moss sich och op Frösche stellen Gummb-Nümbrecht. Dat es Arbet wie Frösche opladen vergebliche Mühe Lennep. Das ös mech e Völkske, sät Ülespegel, du sprongen öm de Vöəsch all van de Kar af Kemp, — sät der Düvel, du hotte en Kar Vörsch gelanen Kemp-Grefr; da's Pack, sät der Düvel, do hatte Fr.ə gefange Sieg-NDollend. Setz der Fr. op e gölde Stöuhlche; heə sprengt doch wörrem e si Pöuhlche Aach. Gäng (schnell) kunn zwing Fr.(ən) on han et op er Mostbär (Misttrage) leien; den henneschte kennt fir scherzh. zu dem, bes. zu Kindern, wenn etwas verloren u. vergeblich gesucht wird Prüm-Ihren; et sen ver Fr.ən damat kommen; se hotten et op er Bär; den hennischten wor fir Bitb-NWeis. Der Dumme es net schold, dat de Fr.ə ken Schwänz hon Wittl, Prüm, Schleid. — Du makst en Gesicht wie ene Fr., de Zangkping (Zahnpein) hät Düss. De micht (verdriht) de Awen, wie e Fr., dem mer op de Bockel getroden hot, den en Zentner op dem Mogen hot Trier. He sett do (so gekrümmt) wie en Fr. op de Erte (Erbsen) Gummb-Faulmert. Dau hos e Gescheck dozou we e Fr. zom Eierbachen Trier-Thomm. En Mul, do kann en Kroh en Fr. drop zerrissen breite Lippen Waldbr-Wildbg. Du packst en Schnaute, dat en Kroh on en Fr. drop Huchzet hale konne Altk-Birken. Su monter (lustig) bie en Fr. Neuw-Datzeroth; ek bön su kalt wie en Voarsch Kemp; su nackig wie ene Fr. Sieg-Söven; he sengt (quakt) wie en Fr. Allg.; he heppt dorem bie en Fr. Neuw; he hüppt wie en Fr. en der Egden (Egge) Gummb; de blist an (in) de Baken wie e Fr. um Maiowend Bitb-Wiersd; de es so opgeblosen we'n Fr. eingebildet Wermelsk; de seckt (sieht) us we en erhange Fr. sehr schlecht Malm-Vith. — Hean hat e Fr. am (im) Bauch Knurren, Kollern im Magen Mosfrk; vun Wasser kret mer Fr.ən an (in) de Bauch Bitb; ek häf en Fr. em Hals (in de Kehl) bin heiser NBerg, Ruhr; de hat Fr.ə en do Schohn sie kirksen Wittl, Aden; do häs ne Fr. en der Pif die Tabakspfeife surrt Bo. — Wetterregeln. De Fr. sprenge, et göft e Gewidder on en Donnerschur Düss-NCassel. Wann de Fr. quarek, brauch mer nit uf de Regen ze woarde Kreuzn-Daxw. Wenn de Hähner (Hühner) schreien on wenn de Fräsch knarren, braucht mer net lang of Ren (Regen) zu harren Neuw-Urb. Wenn zoves (abends) de Vöərsch quake, göf et zongeren (zu andern) Dags gut Weər MGladb-Viersen. So lang de Fr.ə quake, gift's Ren Merz-Baltesw. De Fr. sengk (singt) et Wödder erus Schleid-Scheven. Wenn de Försch senge för halve Märt, donn trecke se dono den Topp wer en Geld-Leuth. Wenn de Fr. för halve Märt mucke, motte se na h. M. ducke Geld-Pont. Su lang be de Fr.ə für Gerdrautendag eraus sen, su lang gohn se derno widde eren Ahr, Prüm; für G. seiht me ken Fr.ə Aden-Rodder; G. sprenge de Fr.ə en die Bach Neuw-Unkel. Su lang de Fr.ə vor Marksdag schreien, su lang missen se derno schweien Merz; quakt de Fr. fir Markes viel, schweigt en dono dofir stell Koch-Laub; wenn de Fr. am Markesdag quake, dann mudden se derno et Mul haulen Mettm. — Deutung des Quackens, zur Zeit, wenn gebacken wird: Röggewegge, R., R.! der alte Fr.vater einfallend; Fla, Fl., Fl. (Fladen)! Heinsb; hengtequack, sossdequack, ichdequack, emdequack, Bachdequack; hingt (heute Nacht) soss ich en den Bach! Neuw-Dierd. — Rätsel. Wofir hon de Fr.ə ken Schwänz? Weil ihnen keiner gewachsen ist Bitb, Allg. Fuppder, f., Maidanz, ver Ben on kene Schwanz Prüm-Hallschlag. Waterjan un Sudeljan, de gungen meten (miteinander) op et Feld, acht Ben un enen Start (Sterz); roj nu, Herr, wat es dat! Fr. u. Maus. Hebbelentebbelken sat do boəwen, H. sprongk van b., H. sprongk so dep (tief), mar H. versop doch net Geld-Leuth. Hebbeldebepp sprong of et Wasser, H. spr. en et W., H. spr. noch su def (tief), H. versoff doch net Neuw-Dierd. Hompelepomp sat op de Owe; H., den woll et woge; H., den sprong so diep, mar H. versop noch niet Klev-Warbeyen, Rees. Hipp, Pipp, Pipp sprung up dat Water, H., P., P., spr. in dat W.; spr. noch so diep; H., P., P., versop noch niet Meiderich. Was ich sehe, das darf ich sagen: ich sah zwei einen dritten tragen; sie hatten acht Beine u. zwei einen Sterz; nun kannst du raten bis in den halben März zwei Raben trugen einen Fr. u. stritten sich darum Koch-Laub. — Kinderld. Fröschelche, o Fr., bat bös dau en ardeg Diereche, am ganze Leif ken Höreche (Härchen) on hönne och ken Störzche! Altk-Willr. De Fr.əlcher, de Fr., dat es e lostig Kor; dat wäscht sech net, dat kämmt sech net, et hot jo gor ken Hor! Bitb, Allg. Ek hatt en klein Wifchen, dat storf mi af; ek packt et an den Benen on schleppt et en't Graf; die Fr.ə, die sprongen, die Schlicke, die songen, do mosst ek noch lachen, so trurig ek wor Lennep-Hückeswg. — Fr. make Radschlagen Düss-Stdt. — Volksgl. Ende März verwandeln sich die Fr. in Kröten Trier-Mehring, Ottw-Hasborn; in der Zeit, wenn Korn u. Hafer reifen, können die Fr. das Maul nicht aufmachen, weil sie sonst zuviel verderben würden Wippf-Bechen; treten Kinder auf einen Fr., so streckt er die vorderbeine aus u. bewegt das Maul, hen beət (betet) die fönef Wongdern Schleid-Dreiborn; das Quaken wird gedeutet als dat Senge von de Härkemänner (Wassergeister) Kref-Lank; bei einem wehen Finger soll man diesen in den aufgeschnittenen Bauch eines lebenden Fr. stecken Bitb-Dahlem; man darf Donnerstags keinen Roggen säen, sonst hackts der Fr. ab Siegld-Afholderb; vor Sonnenuntergang stirbt kein Fr. Koch. — Volksbr. Einen Fr. in einem durchlöcherten Schächtelchen legt man in einen Ameisenhaufen; berührt man später mit dem zurückbleibenden ‘Häkchen’ diejenige, die man liebt, so kann sie nicht von einem lassen; berührt man sie dagegen mit dem zurückgebliebenen ‘Schäufelchen’, so wendet sie sich von einem Mettm-Dönbg, MülhRuhr. — 2. übertr. a. persönl. α. en kle Fr.əlchen kleines Kind, Kosew. Bitb-Mettend, Sieg-Fussh, Mettm. — β. banger, feiger Mensch; sei ka Fr.! Trier, Allg. — γ. en verkalter Fr. dem es stets zu kalt ist Allg.; auch en kal Fr. Merz. — δ. Neckn. derer von Sieg-Bergh, Wittl-Gladb, Heinsb-Bocket. — b. sachl. α. kleine Öllampe des Bäckers Gummb. — β. Knallfeuerwerk Allg. — γ. Raspel der Kartage Wittl-NÖffl Platten. — δ. Stangenunterlage in der Pfanne des Mühlenwerkes Prüm-Leidenborn. — ε. dass. in dem eisernen Ring der Hammerwelle beim Eisenhammer Siegld 1879. — ζ. Fr. am (im) Maul Anschwellung des Oberkieferknochens im Maule der Tiere zwischen den Zähnen derselben Bitb-Mettend; Mundfäule, de Fr. en de Mul Sieg-Uckerath, Gummb-Harschd.
7940 Zeichen · 213 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    froschM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    frosch , M. Vw.: s. vrosch

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    3. Frósch

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    3. Der Frósch , des -es, plur. die -Fr—che, Diminut. das Fröschchen, Oberd. Fröschlein, in der Landwirthschaft einiger G…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Frosch

    Goethe-Wörterbuch

    Frosch Pl auch apokopiert 1 das Tier a als Teich-, Sumpfbewohner od amphib Lebewesen, gelegentl im Hinblick auf sein (lä…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Frosch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Frosch , im Maschinenwesen soviel wie Daumen (s. d.); dann das Griffende des Violinbogens (franz. talon ); an Fässern de…

  5. modern
    Dialekt
    Froschm.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Frosch [froš Fo. ; sonst frèš — Pl. frešə, frèšən. Demin. frèšəlχən, frèšχin] m. 1. Frosch: e Frosch im Pul Fo. Arme Fre…

  6. Sprichwörter
    Frosch

    Wander (Sprichwörter)

    Frosch 1. Bai en Fuorsk slucken well, maut 'ne nit lange anmülen 1 . – Woeste, 77, 305. 1 ) Anmaulen, ihm Gesichter schn…

  7. Spezial
    Frosch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Frosch (Rana sp.) m. (-[e]s, Frösche) 1 ‹zool› arosch (-sć) m. 2 ‹mus› rancëi (-s) m. ▬ sich aufblasen wie ein Frosch se…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit frosch

230 Bildungen · 217 Erstglied · 13 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von frosch 2 Komponenten

fro+sch

frosch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

frosch‑ als Erstglied (30 von 217)

Froschau

SHW

Frosch-au Band 2, Spalte 971-972

Froschbach

SHW

Frosch-bach Band 2, Spalte 971-972

Froschbein

SHW

Frosch-bein Band 2, Spalte 971-972

Froschblut

SHW

Frosch-blut Band 2, Spalte 971-972

Froscheier

SHW

Frosch-eier Band 2, Spalte 971-972

Froschhand

SHW

Frosch-hand Band 2, Spalte 971-972

Froschloch

SHW

Frosch-loch Band 2, Spalte 971-972

Froschmaul

SHW

Frosch-maul Band 2, Spalte 971-972

frosch als Zweitglied (13 von 13)

Bāumfrósch

Adelung

baum·frosch

Der Bāumfrósch , des -es, plur. die -fr—sche, ein kleiner grüner Frosch, der auf die Bäume kriecht, und welchen Klein noch von dem Laubfrosc…

Blāsenfrósch

Adelung

blasen·frosch

Der Blāsenfrósch , des -es, plur. die -frosche, eine Art Frösche, welche auf den Seiten des Maules große Blasen haben, die sie mit Luft anfü…

gartenfrosch

DWB

garten·frosch

gartenfrosch , m. rana hortensis, grasefrosch Stieler 567 , ein frosch wie sie sich im garten auf der erde aufhalten, grasfrosch, landfrosch…

grasfrosch

DWB

gras·frosch

grasfrosch , m. , älter auch grasefrosch. 1) sehr verbreitet als bezeichnung für den land- oder taufrosch, rana temporaria L.: gartenfrosch,…

landfrosch

DWB

land·frosch

landfrosch , m. rana temporaria, der braune grasfrosch. Nemnich 4, 1126 .

laubfrosch

DWB

laub·frosch

laubfrosch , m. rana virens, rana arborea, ahd. laupfrosc, mhd. loupvrosch: rubeta loupvrosch, laubfrosch, labfrosch Dief. 501 c ; laubfrosc…

meerfrosch

DWB

meer·frosch

meerfrosch , m. rana marina, seefrosch. Nemnich 4, 1124 ; rana merfrösch. voc. opt. 40, 50; auch ein fisch, lophius piscatorius, seeteufel, …

Plapperfrosch

Wander

plapper·frosch

Plapperfrosch Es ist ein Plapperfrosch. Conradus ab Hörrlen ( Zimmerschwan ) spricht von Plapperfröschen, Lügenatseln, Neidwespen, Stichelmü…

R_s;genfrósch

Adelung

Der R_s;genfrósch , des -es, plur. die -fr—sche, kleine Frösche, welche man nur im Sommer nach einem Regen auf dem Lande siehet; Wetterfrösc…

seefrosch

DWB

see·frosch

seefrosch , m. eine grosze froschart in Amerika, rana marina. Nemnich, s. auch meerfrosch theil 6, 1850.

wasserfrosch

DWB

wasser·frosch

wasserfrosch , m. zunächst der ( gelb- ) grüne frosch, rana esculenta L. Henisch 1261, 49 . Leunis zool. 3 1, 611, doch auch der ( rotbraune…