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fif

ahd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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5 in 4 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

fif

Bd. 2, Sp. 894
Wossidia fif subst. flektiert fiw fünf: fiew Mi 22a; Rda.: hei süht ut (hei deit), as wenn hei nich bet fiw tellen kann er sieht unklug, dumm aus, meist mit dem Verdacht, daß er sich verstelle, da er es dick hinter den Ohren habe allgem.; auf die fünf Finger bezogen: mit alle fiw dornah langen eifrig, gierig nach etwas greifen; dor sast du alle fiw nah licken nach dem Genuß einer schmackhaften Speise, die man mit den Fingern genommen hat; Mulschell mit fif Stengel Maulschelle, bei der sich alle fünf Finger abzeichnen Wa; s. fifstengelig; beim Stillen die begleitende Handgebärde: Ick grip mit Fiwen, Dormit will ick dat Ding verdriwen Bartsch 2, 421; bei der Eidleistung wurden zwei Finger der erhobenen Hand ausgestreckt, darauf geht die Rda.: ick will twe uth fyfen theen Mantz. Sel. 1, 336; bes. gern mit Bezug auf die fünf Sinne: hei hett sin fiw (sin fif Swin MaMalchin@GnoienGnoi) ok nich up 'n Hümpel ist verrückt (1887) MaMalchin@RemplinRempl; H. Schröd. Buerh. 2, 93; auch: dei hett fiw tau väl ist nicht bei Verstand Wa; überklug wird durch die Rda. dei is fiwen tau klauk Wa; PaParchim@PlauPlau ausgedrückt; ... un sössen tau dumm RoRostock@RibnitzRibn; schon von Mantz. Sel. 4, 104 verzeichnet; Rda. hei steiht up sin fif Pœhl läßt sich nicht herumkriegen, bleibt bei seiner Meinung Ha Hagenow@BelschBelsch; fiw grad' sin laten Nachsicht üben, über eine Unebenheit, einen Verstoß hinwegsehen: C. Reinh. Holtrev. 141; hei leet sin Wirtschaft fiew grar gahn Camm. Tid. 71; dat is ne Diern, sonn' gifft twischen fiw kein söß! wovon dreizehn auf ein Dutzend gehn (1885) Ro; seltene Mißgeburt: 'n Hamel mit fif Been Bri. 1, 64; Nd. Jb. 31, 31; die Stunde 5 Uhr: de Klock sleiht fiw, ... is fiw; lautmalend und den Rhythmus angebend: he ümmer fif föftig achter an eilig, im Trab WiWismar@MoitinMoit; vgl. fifundörtig, dreiundörtig; hei sägelt noch vör all' fiw mit allen fünf Segeln, die das Boot hat Wi Wismar@FährdorfFährd; Ausruf: 'potz vyff unde dre' Schlue 85; der Jonge kennt den iersten Petri fif, fif nich ('ihr Jüngeren, seid untertan den Ältesten') Bri. 2, 35; im Volksreim: Uns' Sœg' hett fif Farken, sünd dat nich söß Swin? Wo. Rim. 14; im Rätsel: Woväl Siden maken fif Swin? (Nägen, ein kümmt in de Wust) V. 1, 890; 892. Allgemein gilt die Meinung, daß man Glück haben und gesund bleiben wird, wenn[] man eine Fliederblüte (Syringenblüte) mit fünfteiliger Krone findet und ißt; nach dem Volksglauben treckt de Drak alle fif Johr Wo. Sag. 2, 249. — Mnd. fîf, flekt. fîve. — Br. Wb. 1, 400; Dä. 121a; Kü. 1, 452; Me. 2, 77.
2574 Zeichen · 47 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    fif

    Althochdeutsches Wörterbuch

    fif s. fimf.

  2. modern
    Dialekt
    fif

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia fif subst. flektiert fiw fünf: fiew Mi 22 a ; Rda.: hei süht ut (hei deit), as wenn hei nich bet fiw tellen kan…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fif

113 Bildungen · 103 Erstglied · 9 Zweitglied · 1 Ableitungen

fif‑ als Erstglied (30 von 103)

Fifaderblatt

MeckWB

Wossidia Fifaderblatt häufiger der Pl. -bläder n. großer Wegerich, plantago major: -bläder Wred. Flora 1, 235; E. Krüg. 64; Schö; auch Fifad…

Fīfaderenblad

WWB

Fīf-aderen-blad n. [ Kr. Lübbecke Lüb Kr. Minden Min Hfd] Fuifodernblatt ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Falkendiek Fd ) breitblättriger, groß…

fîfalt(a)ra

EWA

fîfaltarAWB m. a-St.?, nur in mehreren Gl. seit dem 12. Jh. fîfalt(a)raAWB f. n-St., in zahlreichen Gl. seit dem 9. Jh.: ‚Schmetterling, Fal…

fîfaltar

AWB

fif·altar

fîfaltar st. m. ( auch sw.? Dazu u. zur Bildung vgl. unter fîfalt(a)ra), mhd. vîvalter st. sw. m., nhd. ( älter ) feifalter m. ( u. f. ); mn…

fîfalt(a)ra

AWB

fîfalt ( a ) ra sw. f. ( zur Bildung vgl. Idg. et. Wb. I,801, Walde-Hofmann s. v. papilio, Neuß, Studien S. 82 ff., auch Graff a. a. O. ); a…

Fifalter

ElsWB

fif·alter

Fifalter , Fli e gfalter , Fli e gholder [Pfifòltər Barr ; Pfifhòltər Betschd. ; Fliχfàltər Geud. ; Fliχhòltər Str. K. Z. ] m. 1. Schmetterl…

Fifalterjütz

RhWB

Fifalter-jütz fifǫulstər-jyts Sol m.: Schmetterlingssammler.

fifaltra

KöblerAhd

fifaltra , sw. F. (n) nhd. Schmetterling, Falter ne. butterfly ÜG.: lat. (palpo) Gl, (pampilio) Gl, papilio Gl Hw.: vgl. as. fīfoldara* Q.: …

fifat

MeckWB

Wossidia MeckWBN fifat vivat, die übliche Aussprache: meist in der erweiterten Verbindung fifat hoch! Adv.: dor ward alle Dag' fifat läwt in…

fifbalkig

MeckWBN

Wossidia fifbalkig fünfbalkig: ne fifbalkig Äg' Wa Waren@Wredenhagen Wred .

fifbandsch

MeckWB

Wossidia fifbandsch aus fünf Bändern zusammengelegt: fifbandsch Platting Ro Rostock@Warnemünde Warn .

Fife(n)trager

Idiotikon

Fife(n)trager Band 14, Spalte 587 Fife(n)trager 14,587

fifele

KöblerAe

fif·ele

fifele , sw. F. (n) nhd. Spange I.: Lw. lat. fībula E.: s. lat. fībula, F., Spange, Klammer, Keil; vgl. lat. fīgere, V., heften, stecken; vg…

Fifeleⁿmörli

Idiotikon

Fifeleⁿmörli Band 4, Spalte 381 Fifeleⁿmörli Pf- 4,381

fifeneⁿ

Idiotikon

fifeneⁿ Band 1, Spalte 685 fifeneⁿ 1,685

fiferlé

LDWB1

fif·erle

fiferlé [se ~] [fi·fer·lẹ́] (se fiferlëia) ‹pop› ( ma tla combinaziun «se fiferlé ia valch») : 1 etw. verpassen/versäumen 2 etw. verspielen …

fiferlin

LDWB1

fif·erlin

fiferlin [fị·fer·liŋ] m. (-s) (Cantharellus cibarius) ‹bot› Pfifferling m. → LDWB1 maurigo.

fiffach

MeckWB

fif·fach

Wossidia fiffach fünffach, entstellt zu fiffat ( -ī- ) im Kinderreim an die Schnecke: Snickermus, kumm herut, Stäk din fiffat Hüürn ut Wo. V…

fīffak

WWB

fif·fak

fīf-fak Adj. fieffach fünffach ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Wp).

Fifferling

WWB

Fifferling m. Pfifferling. — Ra.: Dat es känn’n Fifferlink wēät das ist überhaupt nichts wert ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u.…

Fiffernellchen

RhWB

Fiffernellchen  Neuss-Dormag Sg. t. n.: Zittergras. S. Bibernell.

Fiffi

RhWBN

Fiffi Verbr. m.: Name für einen kleinen Hund.

fif als Zweitglied (9 von 9)

Kleewerfif

MeckWB

kleewer·fif

Wossidia Kleewerfif n. fünfblättriges Kleeblatt; dem Volksglauben nach bringt es Unglück; Rda. beim Kartenspiel: wat seggst tau Kleewerfif? …

Lockpfif

ElsWB

lock·pfif

Lockpfif f. Lockpfeife zum Vogelfang Str. ‘Do kremble si un handle mit Nusse, Lokpfyfle’ Pfm. III 7.

Orgelpfif

ElsWB

orgel·pfif

PfWB LothWB RhWB Orgelpfif f. wie hochd. Rda. Ër het s i e (die Kinder) wie d Org e lpfiffe n in allen Größen Su. ‘Do stehn die dryzeh Kinde…

Schnabelpfif

ElsWB

schnabel·pfif

Schnabelpfif f. Blasinstrument aus Baumrinde mit schiefgeschnittenem Mundstück Hag. H.

Widenpfif

ElsWB

widen·pfif

PfWB RhWB Wide n pfif f. Weidenpfeife, wie sie die Knaben aus den saftigen Weidenästchen fertigen U. ‘Z'erscht henn si d’ Wydepfyffe im Früe…

Ableitungen von fif (1 von 1)

Fife

Herder

Fife (Feif), schott. Grafschaft an der Nordsee, 22 1 / 4 QM. groß mit 154000 E., die von Ackerbau, Viehzucht, Bergbau, Fischerei, Schiffahrt…