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faulig

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

faulig

faulig

faul Adj. ‘verdorben, verwesend, unredlich, anrüchig, träge’, ahd. fūl (9. Jh.), mhd. vūl ‘verwesend, stinkend, modrig, morsch, verdorben, träge’, asächs. aengl. fūl, engl. foul, mnd. vūl, mnl. vuul, nl. vuil, anord. fūll, schwed. ful, got. fūls, germ. *fūla- ist auf die Wurzel ie. *pū̌- ‘faulen, stinken’ (vermutlich Weiterentwicklung einer Interjektion *pu ‘pfui’) zurückzuführen, zu der auch aind. pū́yati ‘wird faul, stinkt’, griech. pȳ́thesthai (πύθεσθαι) ‘faulen’, lat. pūs ‘Eiter’, pūtēre ‘nach Fäulnis riechen’ gehören. – stinkfaul Adj. ‘außerordentlich träge’ (17. Jh.), verstärkend zusammengesetzt mit stinken unter Rückgriff auf die alte Bedeutung faul ‘stinkend’. faulig Adj. ‘mit Fäulnis behaftet, verwesend’, mhd. vūllich. Faulheit f. ‘Trägheit’, mhd. vūlheit, daneben auch vūlkeit, vūlecheit, frühnhd. Faulkeit, Fauligkeit ‘Trägheit, Verwesung’. Fäulnis f. ‘Zersetzung, Verwesung’, ahd. fūlnussī (10. Jh.; auch fūlnissida, 11. Jh.), mhd. vūlnis; dafür bis zum 18. Jh. häufiger Faulung, Fäulung, mhd. vūlunge. Faulpelz m. ‘zur Trägheit neigender Mensch, Faulenzer’ (19. Jh.), schweiz. bereits seit dem 13. Jh. bezeugt; vgl. Pelz ‘Schimmelschicht auf Speisen’, so daß die Vorstellung ‘vor Faulheit Schimmel ansetzen’ zugrunde liegen kann; heute überwiegt wohl Assoziation an Faultier sowie der Gedanke eines trägen Verharrens im bequemen Pelz. Faultier n. südamerikanisches Säugetier von geringer Bewegungsfreudigkeit (17. Jh.), Wiedergabe von span. perezoso; dann auch scherzhaft ‘arbeitsscheuer Mensch’ (19. Jh.). faulen Vb. ‘sich zersetzen, verwesen’, ahd. fūlēn (9. Jh.), mhd. vūlen. faulenzen Vb. ‘träge, untätig sein’, spätmhd. vūlezen ‘faulig schmecken, träge sein’. Das Verb ist analog zu einer Gruppe von intensiven und iterativen Verben auf mhd. -e(z)zen (got. -atjan, ahd. -a-(z)zen, -e(z)zen) gebildet; der n-Einschub stammt aus dem Omd. Dazu Faulenz, Faulenzer m. (16. Jh.).
1901 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    faulig

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    faulig , fäulig , in gleichem sinn, aus fäullich, mhd. vûllîch.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    faulig

    Goethe-Wörterbuch

    faulig vom Geruch N6,403,20 MetamIns Elke Umbach E. U.

  3. modern
    Dialekt
    fauligAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    faulig Adj. : 1. 'in Fäulnis übergehend', bes. von Obst und Trauben, faulich (fauliχ) [verbr.]; vgl. faulzig . Zs. anfau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faulig

4 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von faulig

faul + -ig

faulig leitet sich vom Lemma faul ab mit Suffix -ig.

faulig‑ als Erstglied (2 von 2)

Ableitungen von faulig (2 von 2)

unfaulig

DWB

unfaulig , adj. mhd. unvûllich Diefenbach nov. gloss. 87 b ( ags. unfûliende imputribilis, unfûliendlîc incorruptible ): in ein unfeulichs (…

unfauliglich

DWB

unfauliglich , adv. : er ... pringt jn unfaulklich umb Marcus Tatius troj. krieg (1536) 40 b . —