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Falke

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Falke

Bd. 1, Sp. 920
Falke 1. Auch ein sterbender Falke richtet seine Augen noch auf den Fang. – Burckhardt, 159. 2. Aus einem Falken kann man keinen Sperber machen. 3. Dass ist ein böser Falck, der etwas zu fahen aussgeflohen vnnd nicht widerkompt. – Lehmann, 403, 30; Eiselein, 159. 4. Den Falken schreckt das Geschrei des Kranichs nicht. – Burckhardt, 602. Die Grösse thut's nicht, sondern Kraft und Muth thun es. 5. Der Falke fliegt hoch, aber nicht über die Sonne. Ruth.: Sokol wysze solnca ne litaje. (Wurzbach I, 113.) 6. Der Falke fliegt mit Federn, aber nicht mit seinem Fleische. Die Körpermasse thut's nicht. Russ.: Sokol perjem letit, a ne mésom. (Wurzbach I, 458.) 7. Der Falke ist kahl – und doch bläht er sich. 8. Ein Falk, der zu schnell schiesst, wird vom Reiher gespiesst. – Scheidemünze, II, 124. 9. Ein Falke schläft nicht eher, bis er satt ist. – Scheidemünze, I, 971. 10. Ein furchtsamer Falk beizt keinen Reiher. – Scheidemünze, II, 124. 11. Es ist ein armer Falke, der zu Fuss nach Futter geht. Mhd.: Des falken dinc niht rehte stât, swenn er ze fuoz nâch spîse gât. (Freidank.) (Zingerle, 31.) 12. Falken fängt man nicht mit leeren Händen. 13. Falken ist der Landesfürsten Weidwerk. – Graf, 131, 393; Normann, Wend.-rugianischer Landbrauch, 217, 73. 14. Falken und Tauben muss man nicht zusammenthun. Mhd.: Swer valken vn hebich ze tube tvt vnd wolfe ze schafen, daz ist nicht gvt. (Trymberg, Renner.) 15. Frühe Falken, frühe Eulen. Von Kindern, die frühzeitig klug sind und dann recht wenig Klugheit merken lassen; »wo das Wunder entflieht und das Kind bleibt«. 16. Mancher entfleucht dem Falcken vnnd wird hernach von einer Spirnetz gefressen. – Lehmann, 245, 33. 17. Mancher entfleucht dem Falken und wird vom Sperber gehalten. – Simrock, 2247. 18. Solang der Falke lebt, trägt man ihn auf Händen und das Huhn geht auf dem Mist; so aber der Falke todt ist, kommt er auf den Mist und das Huhn auf den Tisch. – Eiselein, 159. 19. Von einem Falken kommt ein Falk. – Petri, II, 580; Henisch, 956. 20. Wenn der Falke was getaugt hätte, wär' er den Jägern nicht entkommen. – Burckhardt, 581. Von denen, die ihre Sicherheit ihrer niedern Stellung, ihrer Unbedeutendheit verdanken. 21. Wenn eins kein Falken hat, muss es mit Heueln1 baizen, sagte das Mädchen zum Klosterschmied von Zwiefalten, der eine alte Frau hatte. – Klosterspiegel, 27, 16; Hoefer, 681; Eiselein, 158. 1) Uhu, Huwhu, Hüwel. Vom Geschrei huhu. Weil dieser Vogel aber straubig aussieht, so bezeichnet Hüwel auch eine Person mit ungekämmten Haaren, spottweis und zweideutig auch das Toupé. (Vgl. Stalder, II, 67.) 22. Wenn man dem Falken den Kropf zu voll stopft, so jagt er nicht. 23. Wenn man nicht Falken hat, muss man mit Eulen beizen. – Simrock, 2246. Wenn es nämlich gebeizt sein muss. n.: Hvo der haver ikke falke, skal bede ugler. (Prov. dan., 153.) 24. Wer Falken dressiren will, zieht ihnen Kappen über die Köpfe. 25. Auf Falken ausgehen und Eulen fangen. Holl.: Op valken jagen, en uilen vangen. (Harrebomée, I, 357.) 26. Den Falken streichen. – Grimm, III, 1270. Für schmeicheln, und, wie Grimm a.a.O. ausdrücklich bemerkt, kein Schreibfehler für das gleichbedeutende: den Falben oder auch den Fuchsschwanz streichen. Man findet bei Hans Sachs wiederholt: »Und muss den falken künnen streichen. Er kont den falken gar wol streichen.« 27. He mênde, he har dar en Falken fangn. – Eichwald, 469. 28. Mit einem todten Falken beizen. »Die Papisten schrien einander zu, sie müssten mit dem Kaiser wie mit einem todten Falken beizen.« (Luther, VIII, 275.) [Zusätze und Ergänzungen] 29. Ain falck vnd ain wind vahren von rechter stolzkait; ain plawfukz vnd ain iagdhund von des pfna ... wegen; ain habich vnd ain rüd von zornes wegen; ain sperber vnd ain vogelhund von lieb wegen irer herren. – Haltaus, Liederbuch, LXIX, 2, 15. 30. Dem Falken gehört die Welt. – Spindler, Jude, III, 131. 31. Der Falk soll nie auf einem Finkenneste horsten. – Spindler, Jude, III, 102. 32. Ein tüchtiger Falk, ein guter Hund, ein schnelles Pferd sind mehr als zwanzig Frauen werth. Sprichwort der Beduinen. (Erwähnt in einem Vortrage von Dr. Brehm im Februar 1849 in Breslau.)
4160 Zeichen · 129 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    falkesw. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    falke , sw. M. Vw.: s. valke

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    falkesw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    falke , sw. V. Vw.: s. valke

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Falke

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Falke , des -n, plur. die -n. 1) Eine Art Raubvögel, welche von Linné und Klein zu den Habichten gerechnet wird, und…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Falke

    Goethe-Wörterbuch

    Falke auch -ck- 1 edler, scharfäugiger Greifvogel; seit alters zur Beizjagd abgerichtet; auch im Bild Man nennt den Adle…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Falke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Falke , früher Geschütz, das 6 Pfd., Falkonet , das 1 / 2 —1 Pfd. schoß (bei dem deutschen Militär).

  6. modern
    Dialekt
    Falkem.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Falke m. : ' der Greifvogel falco ', Falk (falg, -ḁ-) [verbr.]. Zs. Turm- , Stoß- , Wanderfalke . Er hot Aae wie e F. [K…

  7. Sprichwörter
    Falke

    Wander (Sprichwörter)

    Falke 1. Auch ein sterbender Falke richtet seine Augen noch auf den Fang. – Burckhardt, 159. 2. Aus einem Falken kann ma…

  8. Spezial
    Falke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fal|ke (Falconidae) m. (-n,-n) ‹ornit› falch (falc) m. , falcun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit falke

73 Bildungen · 68 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

falke‑ als Erstglied (30 von 68)

Falkeªrf

WWB

Fal-keªrf m. Fallkerbe (beim Bäumefällen). Den Fallkerb mott deeper wenn’ as den Schnitt met de Saage (WMWB).

Falke, Gust

DWBQVZ

falke·gust

--- Geelgösch. Leipzig, Berlin, Frankfurt/M., Paris o. j. ( cop. 1910) . ---

Falke, Jak. v

DWBQVZ

--- costümgeschichte der culturvölker. Stuttgart o. j. (1880—81) . — QV VI —. ---

Falke, Joh. Ernst Ludw

DWBQVZ

--- universallexikon der thierarzneikunde. Weimar 1842 . II. / Falke wb. d. thierarzneik. 1, 8 a / ---

Falkenauge

SHW

Falken-auge Band 2, Spalte 335-336

falkenaas

DWB2

falken·aas

falkenaas n. : 1399 marienb. tresslerb. 23 J. 1419 ausgabeb. marienb. hauskomtur 323 Z.

falkenart

DWB2

falken·art

falkenart f. : 1557 Wickram 2,329 LV. ⟨1878⟩ F. W. Weber ges. dicht. 3,24 W.

Falkenau

Meyers

falke·nau

Falkenau , 1) Stadt in Böhmen, rechts an der Eger, in die hier links die Zwotau mündet, Knotenpunkt der Buschtěhrader Eisenbahn, Sitz einer …

falkenauge

DWB

falken·auge

falkenauge , n. scharfes auge, wie adlerauge: er sieht mit falkenaugen. Möser 4, 84 ; und dennoch, zweiflerin, bewacht dein falkenauge mich …

Falkenaugen

Wander

falken·augen

Falkenaugen 1. Er hat Falkenaugen. Holl. : Hij ziet als een valk. – Twee oogen hebben van eenen valk. ( Harrebomée, II, 357. ) 2. Er hat Fal…

Falkenbeitze

Adelung

Die Falkenbeitze , plur. die -n, die Beitze mit Falken, oder die Jagd, da man andere Vögel mit Falken fänget.

Falkenberg

Meyers

falken·berg

Falkenberg , 1) Flecken im bayr. Regbez. Oberpfalz, Bezirksamt Tirschenreuth, in einem wildromantischen Tal, an der Waldnab, hat eine kath. …

Falkenberg, Dietrich von

Meyers

Falkenberg, Dietrich von , der Verteidiger Magdeburgs im Dreißigjährigen Kriege, geboren zu Herstelle in Westfalen, verließ infolge der Gege…

falkenblick

DWB

falken·blick

falkenblick , m. wie falkenauge: aufs neue wird der ganze felsenrücken, wird jeder winkel, jeder strauch, der ihn vielleicht versteckt, durc…

Falkenburg

Meyers

falken·burg

Falkenburg , Stadt im preuß. Regbez. Köslin, Kreis Dramburg, qu der Drage, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ruhnow-Neustettin und Kallies-F.…

falkeneule

DWB

falken·eule

falkeneule , f. strix accipitrina. ein bekannter spruch: wer keinen falken hat, musz mit eulen beizen.

Falkenfang

Meyers

falken·fang

Falkenfang , zur Zeit der Falkenbeize sinnreiche, aber sehr komplizierte Einrichtung zum Fangen lebender Jagdfalken. Vgl. Riesenthal , Die R…

Falkenfedern

Campe

falken·federn

Die Falkenfedern , d. Ez. ungew. die Benennung einer Art sehr feiner, leichter, flaumartiger Federn von den sogenannten Gerfalken, die beson…

falkenflügel

DWB

falken·fluegel

falkenflügel , m. schnellen flug bezeichnend: die falkenflügel fröhlicher stunden. J. P. uns. loge 3, 106.

falkenhaube

DWB

falken·haube

falkenhaube , f. velamen oculis falconum objectum: dasz wir von seinen augen die falkenhaube abthaten. J. P. teufelsp. 1, 52.

falke als Zweitglied (5 von 5)

edelfalke

DWB

edel·falke

edelfalke , m. falco gentilis: bin ich nicht an banden fest, edelfalk der königin? Rückert 362 .

girfalke

BMZ

gir·falke

girfalke , gërvalke swm. eine der vornehmsten falkenarten. altfranz. gerfaut , ital. grifagno ; nach gesch. d. d. spr. 51 entweder von den w…

Grossfalke

Wander

gross·falke

Grossfalke Die Grossfalken ziehen das Geld an, wie der Magnet das Eisen. Pferde, Hunde und Falken bildeten das ganze Mittelalter hindurch ei…

Schlêchtfalke

Adelung

schlecht·falke

Der Schlêchtfalke , des -n, plur. die -n, eine Art Falken, welche auch Blaufuß und großer Weißbacke genannt wird. In Sachsen kennet man zwey…

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Cotta, M. (2026). „falke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/falke/wander?formid=F00063
MLA
Cotta, Marcel. „falke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/falke/wander?formid=F00063. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „falke". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/falke/wander?formid=F00063.
BibTeX
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