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Fäustel

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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11
Verweise raus
6

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Fäustel

Bd. 6, Sp. 359
Fäustel (Schlägel), Arbeitswerkzeug der Bergleute, ein auf beiden Seiten des starken Stiels (Helm) gleichgestalteter Hammer aus Eisen mit verstählten Endflächen (Bahnen) oder ganz aus Gußstahl, dient, in der rechten Hand geführt, zur Arbeit mit dem Bergeisen (Eisen), einem eisernen, verstählten oder stählernen, in der Mitte meist mit einer Öffnung (Auge) behufs Befestigung an einem Holzstiel (Helm) versehenen Spitzkeil, ferner zur Bohrarbeit, zum Scheiden der Erze etc. Mit dem Bergeisen gekreuzt, bildet das F. das bergmännische Zeichen: Schlägel und Eisen. Das Großfäustel (Treibefäustel), ein großes, schweres F. mit breiten Bahnen, dessen langer Helm mit beiden Händen geführt wird, dient bei der Hereinireibearbeit und Grubenzimmerung sowie bei dem (neuerdings nur noch selten vorkommenden) zweimännischen Bohren.
824 Zeichen · 5 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fäustel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Fäustel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Bergleuten, ein eiserner Hammer zum Schlagen; im Böhm. Feysl. Im Oberd…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fäustel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fäustel ( Schlägel ), Arbeitswerkzeug der Bergleute, ein auf beiden Seiten des starken Stiels (Helm) gleichgestalteter H…

  3. modern
    Dialekt
    Fäustelm., selten n.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Fäustel m., selten n. : 1. 'Hammer mit vierkantigen Schlagflächen auf beiden Seiten', Maurer- und Steinmetzwerkzeug, der…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faeustel

7 Bildungen · 0 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von faeustel 2 Komponenten

faeus+tel

faeustel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

faeustel als Zweitglied (7 von 7)

bohrfäustel

DWB

bohr·faeustel

bohrfäustel , m. bergmännisch, der fäustel, mit dem der steinbohrer ins gestein getrieben wird.

handfäustel

DWB

hand·faeustel

handfäustel , m. hammer, womit der bergmann auf das eisen schlägt. miner. lex. 286 a . sprichwörtlich die handfäustel einem weisen, einen he…

keilfäustel

DWB

keil·faeustel

keilfäustel , m. im bergbau, ein fäustel, hammer, die zapfen in der welle damit zu verkeilen.

kunstfäustel

DWB

kunst·faeustel

kunstfäustel , m. bergmännisch, fäustel der bei der wasserkunst gebraucht wird ( s. kunst sp. 2683). Krünitz, s. Chemnitzer bergwerkslex.

Ortfäustel

Adelung

ort·faeustel

Der Ortfäustel , des -s, plur. ut. nom. sing. im Bergbaue, ein Fäustel, welchen der Bergmann gebraucht, wenn er vor Ort arbeitet, S. Adelung…

scheidefäustel

DWB

scheide·faeustel

scheidefäustel , m. dasselbe wie scheideeisen. min.- u. bergwerkslex. (1741) 477 b , nach Jacobsson 3, 568 von diesem durch gestalt, grösze …