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Eulenspiegel

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
11 in 10 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Eulenspiegel

Bd. 2, Sp. 212
Eulen-spiegel neben den auf Eule zurückgehenden Formen auch andere: ulə- Mörs, Gummb, Kemp-Süchteln, wo sonst ȳl; ǫulə-Saarbr-Sulzb; ūərə- Kemp-Süchteln; urn- Siegld; ę·i.zə- Merz-Saarhölzb, Prüm-Mürlenb Ihren m.: 1. der E. des Volksbuches, in zahlreichen Spr. Ü. sät, se (all Mensche, de Lü, all meng Nober) hasse mich; du säte höüsch (leise): ich mach et och derno Aach-Warden, Verbr. Ech, sot E., hon ält nummen op em Strihhalm geschlof, on de Röppen duhn mer ält wih; wie muss et dene sing, die op er ganze Beisch (Bausch) gelegen? Prüm-Mürlenb. Gott help die Lüt, die op en Kössen schlopen, sei U., du hatt hei met de Kopp op ein Fer (Feder) gelegen Mörs-Neuk. Spass (Afwesselung) mott sin, sät U., do kettelt hej sin Moder möt de Mesgawel Mörs, MülhRuhr. Wo Rach (Rauch) es, es a (auch) Feijer, sat der E., do hat er of de Herd geschess Saarbr-Sulzb, Rhfrk, Mosfrk, — do har er uf's Eis geschiss un hot Zunner drangehal Simm-Schlierschd; wenn dat brand, dat göf en grot Für, sei U., du hatt hei op et Is gedreten Mörs; wat dat dämpt; wenn dat angeht, kann et e gruəss Für gen, sot Ü., do hatt he zweschen zwei Isscholle geschessen Schleid-Reifferschd; alles, wat rokt (raucht), es Für, sat Ü., en geng sech an ene Perdsköttel wärme Eup; wo et dämpt, do muss och Feier sen, sot E., do wärmt he sech an en freschen Kohdreck Prüm-Dahnen. Dat ös mech e Völkske, sät Ü., du lande (lud) he Keckfüərsch (Frösche) henge op de Kar, on füre spronge se eronger SNfrk; lad mer se füre op, sprönge se höngen eraf, sät Ü., do hatt he Höppelenge gelade Bergh-Blatzh; wart, sat Ü., wie e Frösch fuhr? Eusk-Billig. Viel Geschrei on wenig Woll, sot E., do hatt er en Sau geschoren Prüm-Dahnen, — doə woəre se de Ferkes am schere Kref. Die arm Leckt (Leute) op dem flache Feld, sot E., do soss he henner em Grashalm Prüm; Gott help die Lüt, die op et flake Feld sind, sät Ü., du hatt hej bei Regen achter en Schmehl geseten Mörs. Gott help die Lüt, die sek all Dag keimen (kämmen), sät U., du kämmenden hei sek alle sewen Johr Mörs-Neuk. Dat es derno, of ek metet (mitesse), sei U., do hatt sin Moder enen Dropp an de Nös Mörs-Xanten, Rees. Alter geht fir, sot E., un hott sei Motter de Trapp erofgestuss Eif, Allg. Bat Ben hat, ka goh, sot E., do hat en e Deppe geschläft Koch-Urschmitt. We et langk hät, löt (lässt) et langk hangen, sot Ü., do hatt he senger Frau ene Wesbom (Wiesbaum) angehange Schleid-Reifferschd. Wen eges (selbst) ene Backowe hät, backt mar eges, säj Ü.; eck sall nich sägge, dat de Bäckers Schelme sin Geld-Schravelen. Geht in Gottes Namen, säj U., dann folgen ouw ok gen Düwelskinder no! Rees. Et Jungtum as geckig, sot E., du as e senger Moder van der Hott gesprungen Bitb-Dahlem. Et Enn (Ende) dreht de Last, su hat Ü. och gesat on hat den Ast afgesägt, wo en op sot Malm-Weywertz. En Ei is en Ei, sat der E., do hat er't Gänsei genunn Simm-Schlierschd, Nfrk. Me mutt mär nit blöad sin, sag U., do schniet he sich dem Pannekuken half doar MülhRuhr. Et moss akkurat sen, sät Ü., do satt he et Stöck never dat Loch Jül-Linnich. Et geiht nörges doller derher äs in der Welt un derheim an usem Hus, sät U. MülhRuhr. Wat kos (kostet) de Dreck, frot (fragt) Ü. de Jüdd un mot et Dubbelte bezahle MülhRh-Dünnwald. Ek klef (klebe) an, säj U. Geld. Der E. wol alles sen, awer net Lihrjong Altk-Wissen. De Ü. hass (hasst) et Bergafgohn Sieg. Er spielt wie E. von einem groben oder grausamen Menschen Saarbr. Wer gläft (glaubt), dat en E. wor, es en gresser Norr, als wie E. wor Koch. Dat se mer Eilespiegelsärweten! du hast mir die ganze Arbeit verdorben Merz-Saarhölzb, Verbr., — dinger tolle Streiche Bitb, — fürschläh (Vorschläge) Gummb-Marienberghsn, — krom vergebliche Arbeit Schleid-Wollenbg, — streich leichtsinnige, oft auch Schaden bringende Str. Allg., — wedder schlechtes W. Dür-Geich. — 2. du bes en Ü. der törichte Streiche macht oder alle Leute zum Narren hält, Tölpel Allg. — 3. Libelle Duisb.
3969 Zeichen · 77 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    EulenspiegelDer

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Der Eulenspiegel , des — s, d. Mz. w. d. Ez. eigentlich der Name eines thörichten, possenhaften Menschen, dessen erdicht…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eulenspiegel

    Goethe-Wörterbuch

    Eulenspiegel 1 Titelfigur u Werktitel des alten Volksbuches, Muster eines Schalknarren u Spaßmachers; auch im Vergl E.: …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eulenspiegel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Eulenspiegel , Till, soll in dem braunschweig. Dorfe Kneitlingen geb. und um 1350 zu Mölln im Lauenburg., wo man seinen …

  4. modern
    Dialekt
    Eulenspiegelm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Eulen-spiegel m. : 1. 'der aus dem Volksbuch bekannte bäuerliche Schalk', -spiel -spichel (-šbīl, -šbiχəl) [verbr.]. RA.…

  5. Sprichwörter
    Eulenspiegel

    Wander (Sprichwörter)

    Eulenspiegel 1. Eulenspiegel ist auch zu Rom gewesen, hat mit dem Bapst geredt, ist doch ein Spottvogel wiederkommen. – …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eulenspiegel

13 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von eulenspiegel 2 Komponenten

eulen+spiegel

eulenspiegel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

eulenspiegel‑ als Erstglied (13 von 13)

eulenspiegelei

DWB

eulen·spiegelei

eulenspiegelei , f. espièglerie: die meinigen erzählten gern allerlei eulenspiegeleien, zu denen mich jene sonst ernste und einsame männer a…

Eulenspiegelgeschäfte

PfWB

Eulenspiegel-geschäfte , Eulenspiegel-streiche Pl. : ' lustige Schelmenstreiche '. Des sin Eilespiegelsg'schäfte [ LU-Friesh ], Eilespielstr…

eulenspiegelhaft

DWB

eulenspiegel·haft

eulenspiegelhaft , espiègle: Friedrich brachte nach seiner art mit hundert citaten und eulenspiegelhaften anspielungen die gesellschaft zum …

Eulenspiegelsposse

GWB

eulenspiegel·s·posse

Eulenspiegelsposse [ der jg Serlo, dem Vater entflohen ] Wie glücklich fühlte sich der lose Knabe nun in der freien Welt, da ihm seine E-n ü…

eulenspiegelspossen

DWB

eulenspiegel·s·possen

eulenspiegelspossen , pl. wie glücklich fühlte sich der lose knabe nun in der freien welt, da ihm seine Eulenspiegelspossen überall eine gut…

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APA
Cotta, M. (2026). „eulenspiegel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/eulenspiegel/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „eulenspiegel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/eulenspiegel/rhwb. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „eulenspiegel". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/eulenspiegel/rhwb.
BibTeX
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