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Eckstein

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Meyers
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Eckstein

Bd. 5, Sp. 357
Eckstein, 1) Friedrich August, Schulmann und Philolog, geb. 6. Mai 1810 in Halle, gest. 15. Nov. 1885 in Leipzig, studierte 1827–30 in Halle, ward 1831 Lehrer an der Hauptschule, 1839 Oberlehrer am Pädagogium daselbst, 1842 Rektor der Hauptschule und daneben 1849 Kondirektor der Franckeschen Stiftungen. 1863 wurde er Rektor des Thomasgymnasiums zu Leipzig, zugleich außerordentlicher Professor der klassischen Philologie an der Universität daselbst, 1865 auch Direktor der philologischen Abteilung des pädagogischen Seminars, legte jedoch 1881 sein Schulamt nieder. E. war 1849–51 und 1858–60 Mitglied der preußischen Zweiten Kammer. Aus seiner schriftstellerischen Tätigkeit heben wir die Ausgaben des Tacitus, Nepos, Phädrus und Horaz für die Schule sowie die Abhandlungen zur Geschichte der Philologie und Pädagogik hervor. Wir nennen besonders: »Nomenclator philologorum« (Leipz. 1871) und »Lateinischer Unterricht« (das. 1882; Abdruck aus Schmids »Enzyklopädie«), in erweiterter Gestalt erschienen u. d. T. »Der lateinische und griechische Unterricht« (hrsg. von Heyden, das. 1887). 2) Ernst, Dichter und Schriftsteller, geb. 6. Febr. 1815 in Gießen, gest. 18. Nov. 1900 in Dresden, studierte 1863–67 in Gießen, Bonn, Berlin und Marburg Philologie und Philosophie und wandte sich 1868 nach Paris, wo er sein Erstlingswerk, das humoristische Epos »Schach der Königin« (Stuttg. 1870; 3. umgearbeitete Aufl., das. 1877), vollendete. Das groteske Nachtstück »Die Gespenster von Varzin« (3. Aufl., Leipz. 1877), das komische Epos »Der Stumme von Sevilla« (Stuttg. 1871) und die »Pariser Silhouetten« (3. Aufl., Leipz. 1876) fallen gleichfalls in diese Zeit. Nach wiederholten größern Reisen veröffentlichte er das satirische Epos »Venus Urania« (Stuttg. 1872; 5. Aufl., Berl. 1883) und zwei Bände »Novellen« (»Margherita«, »Am Grabmal des Cestius«, »Die Moschee von Cordova« u. a., Leipz. 1874; 2. Aufl. 1880), lebte dann 1872–74 als Mitarbeiter der »Neuen Freien Presse« in Wien und nahm 1875 seinen Wohnsitz in Leipzig, wo er eine Zeitlang die poetisch-kritische Zeitschrift »Deutsche Dichterhalle« sowie (bis Ende 1882) die humoristische Wochenschrift »Der Schalk« redigierte. 1885 siedelte er nach Dresden über. Seine poetische Produktion begann etwas in die Breite zu schwellen, besonders seitdem die Humoresken »Aus Sekunda und Prima« (Leipz. 1875, 56. Aufl. 1893), aus denen »Der Besuch im Karzer« (das. 1875, 57. Aufl. 1902) besonders abgedruckt (auch dramatisiert) ward, sich eines glänzenden äußern Erfolgs erfreuten. Außer einer Reihe weiterer Humoresken sowie den Gedichtsammlungen: »Initium fidelitatis« (Leipz. 1875 u. ö.), »Exercitium Salamandri« (Leipz. 1876 u. ö.), »Jucunda juventus« (das. 1893) folgten unter anderm: »Satirische Zeitbilder« (1876, 4. Aufl. 1878); »Das Hohelied vom deutschen Professor« (1878, 6. Aufl. 1890); »Pariser Leben« (4. Aufl. 1879); »In Moll und Dur«, Gedichte (1877); »Murillo«, ein Lied vom Guadalquivir (1880); »Glück und Erkenntnis«, Studienblätter und Skizzen (1881, sämtlich Leipzig) und zahlreiche Novellen: »Lisa Toscanella« (Stuttg. 1876, 3. Aufl. 1878), »Sturmnacht« (das. 1878, 2 Bde.) u. a. Von seinen Romanen, in denen er mit Vorliebe antike Stoffe behandelte, nennen wir: »Die Claudier« (Wien 1881, 3 Bde.; 16. Aufl., Leipz. 1901), »Prusias« (Leipz. 1883, 3 Bde.; 5. Aufl. 1896), »Das Vermächtnis« (das. 1884, 3 Bde.), »Aphrodite« (das. 1885), »Hertha« (Berl. 1890), »Pia« (Leipz. 1887), »Jorinde« (das. 1888), »Nero« (das. 1889, 3 Bde.), »Camilla« (das. 1889), »Dombrowsky« (Dresd. 1892, 2 Bde.), »Themis« (Berl. 1892, 2 Bde.), »Familie Hartwig« (das. 1894), »Kyparissos« (das. 1895), »Roderich Löhr« (das. 1896), »Die Hexe von Glaustädt« (das. 1898), »Die Klosterschülerin« (Dresd. 1899); »Der Bildschnitzer von Weilburg« (Berl. 1900). Ecksteins poetisches Talent zeichnet sich vor allem durch sprudelnde Laune und große Formgewandtheit aus. Schriften literarisch-ästhetischen Inhalts (zum Teil gesammelte Beiträge zu Zeitschriften) sind: »Leichte Ware« (Leipz. 1875), »Beiträge zur Geschichte des Feuilletons« (das. 1876, 2 Bde.), »Guttae in lapidem« (das. 1879), »Ringkämpfe« (das. 1886), »Verstehn wir deutsch?« (2. Aufl., Dresd. 1894) u. a.
4220 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ecksteinst. N.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    eckstein , st. N. Vw.: s. eckestein

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êckstein

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Êckstein , des -es, plur. die -e, ein jeder Stein, welcher bestimmt ist, an einer Ecke zu liegen. 1) An einem Gebäud…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eckstein

    Goethe-Wörterbuch

    Eckstein 1 bei Gebäuden a Grundstein, bes bildl iSv Hauptstütze, -grundlage: im Bibelzit (zB Jes28,16) [ die fürstl Geld…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eckstein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Eckstein , Ferdinand, Baron von, geb. 1790 zu Kopenhagen, wurde in Rom kath., diente 1813 im Lützow'schen Freicorps, wur…

  5. modern
    Dialekt
    Eckstein

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Eckstein m. 1. Eckstein Str. 2. viereckiger eingelegter Stein. Unsri Kuch is t ganz mit Ecksteiner n usb e legt Ruf. 3. …

  6. Sprichwörter
    Eckstein

    Wander (Sprichwörter)

    Eckstein 1. Wer rund und Eckstein zusammen setzet ein und so aufricht ein Maur, dem wird es mächtig sau'r. – Henisch, 78…

  7. Spezial
    Eckstein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Eck|stein m. (-[e]s,-e) 1 pera de ciantun f. 2 ‹fig› (Markstein) pera miliara f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eckstein

20 Bildungen · 16 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von eckstein

eckstern + -e + -in

eckstein leitet sich vom Lemma eckstern ab mit Suffixen -e und -in, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von eckstein 2 Komponenten

eck+stein

eckstein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

eckstein‑ als Erstglied (16 von 16)

ecksteinig

PfWB

eck·steinig

eck-steinig Adj. : ' kariert, gewürfelt ', von Stoffmustern, ecksteenich (-šdEniχ) [südl. WPf Don Werb Schowe Torscha]. Um 1900 trugen die F…

ecksteinlich

ElsWB

eckstein·lich

ecksteinlich [æktainlik Sier. ; èktainlik Horbg. ; èktánliχ Lobs. ] Adj. mit quadratförmigen Figuren bedeckt, gewürfelt, karriert, von Kl…

Ecksteinsäule

PfWB

eckstein·saeule

Eckstein-säule f. : Name einer Straßenecke in Pirmas, Eckstääsau. Das Grundw. ist nicht verstandenes Saul 'Säule', vgl. Sprau 'Spreu'.

Eckstein, Utz

DWBQVZ

eckstein·utz

O--- dass. in: das kloster weltlich und geistlich. hg. v. J. Scheible. bd. 8: Stuttgart u. Leipzig 1847 . / s. 705—826. / U. Eckstein concil…

eckstein als Zweitglied (4 von 4)

kleckstein

DWB

kleck·stein

kleckstein , m.? unter den Mercurskindern nennt Fischart in aller practik groszmutter auch brenneisenschneider, kleckstein, herr sternspiciu…

schreckstein

DWB

schreck·stein

schreckstein , m. 1 1) prellstein Campe. Vilmar 369 . Hertel thür. sprachschatz 221 , schröckstein Kleemann 20 b . hier scheint schrecken in…

speckstein

DWB

speck·stein

speckstein , m. , bezeichnung einer weichen steinart, die fettig anzufühlen ist, steatit, bildstein, die kryptokrystallinische varietät von …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „eckstein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/eckstein/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „eckstein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/eckstein/meyers. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „eckstein". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/eckstein/meyers.
BibTeX
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