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DROGE

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DWB2
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

DROGE f.

Bd. 6, Sp. 1411
DROGE f. lehnwort aus frz. drogue f. ‘chemisches material’, das wiederum auf mnd. drȫge adj. ‘trocken’ (in droge fate ‘trockne fässer’) zurückgeht. 1 pflanzlicher, tierischer oder mineralischer stoff. a im rohzustand vorwiegend als pharmazeutischer grundstoff: 1619 (mancher geizige apotheker) suchet mit fleiß nach den alten vnd verlegenen droguen Garzoni, schauwplatz 514a. 1784 daß man mit höchstens anderhalb hundert droquen(!) alles in der arzneikunde bis jezt mögliche bewerkstelligen könne Hahnemann schäden 179. 1931 .., wo zunder und wegekraut lag, bilse war dazwischen, ein rechtes hexenmittel. blitzschnell stahl ich von den drogen Blunck sprung 31. b zubereitet als medikament, auch aus mehreren stoffen zusammengesetztes präparat, auch in flüssiger form: 1935 die erzeuger von schnäpsen, nährpräparaten, drogen, zahn- und haarwässern Redlich reklame 30. 1964 wobei diese drogen eben nicht mehr irgendwelche, meist sehr komplizierte mischungen organischer stoffe waren, sondern neben den weiterhin verwendeten kräutern die minerale der anorganischen natur Hiller raum 134. 2 speziell psychopharmakon, jünger vor allem als rauschgift: 1951 so wie abgestumpfte morphinisten wahllos schließlich zu allen drogen, auch zu atropin, greifen Adorno moralia 460. 1979 kein bewußtsein für die droge alkohol? gött. tagebl. 46, Göttingen. weiche droge als weniger, harte droge als stärker gefährlich betrachtetes rauschgift: 1976 Duden wb. dt. spr. 2,572a. 1978 heroin oder eine andere harte droge gött. tagebl. 108, Göttingen. 3 übertragen; berauschendes mittel: 1959 die literatur ist eine droge geworden, die ein leben ersetzt, das nicht mehr möglich ist Dürrenmatt abendstunde 37. H. Rahnenführer
1714 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    drogesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    droge , sw. F. (n) nhd. Kot? Hw.: s. dréogan (1)? E.: s. dréogan (1)? L.: Hh 78

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Drogef.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +2 Parallelbelege

    Droge f. als Gewürz oder Arzneimittel verwendeter getrockneter pflanzlicher oder tierischer Stoff, um 1600 aus frz. drog…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Droge

    Goethe-Wörterbuch

    Droge in der frz (Pl-)Form ‘Drogues’ für kosmet Verjüngungsmittel 25 2 ,246,7 Wj Mann v50Jahren Plp vgl Arkanum Spezerei…

  4. modern
    Dialekt
    dr²geAdj.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    dro²ge Adj. [allg.] 1.1. nicht von Feuchtigkeit (bes. Wasser) durchdrungen oder von außen, an der Oberfläche damit benet…

  5. Spezial
    Droge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dro|ge f. (-,-n) droga (-ghes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit droge

76 Bildungen · 76 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

droge‑ als Erstglied (30 von 76)

Dr²gebäkker

WWB

Dro²ge-bäkker m. [nördl. OWestf] Druügebäcker ( Hfd Go ) nüchterne, ernste, schweigsame (dadurch auch erheiternde) Person.

Dr²gebalke

WWB

droge·balke

Dro²ge-balke m. [verstr.] Drögebalken ( Rek Er ) Raum zum Aufhängen der Wäsche, Trockenboden.

Dr²gebüᵉne

WWB

droge·bueene

Dro²ge-büᵉne [ Rek Dor Unn] Droigebüenn ( Unn Mh ) Raum zum Aufhängen der Wäsche, Trockenboden.

Dr²gebuk

WWB

droge·buk

Dro²ge-buk m. Gestell, mit dem man Heu auf der Wiese trocknet ( Mes Ba).

Dr²gedarre

WWB

droge·darre

Dro²ge-darre f. Dreujedorrn Darre für Backobst, die nach dem Brotbacken in den Ofen geschoben wird ( Det Is = PLATENAUWB).

Dr²gede

WWB

Dro²gede f. [verbr.] dass. Bi sonne Drügde kann nicks wassen ( Tek Me ). De Haower es so faol (blasse Färbung aufweisend) uppen Fele, dat ma…

Dr²gedō¹k

WWB

droge·dok

Dro²ge-dō¹k m. n. [verbr.] Tuch, mit dem das gespülte Geschirr abgetrocknet wird; Handtuch. Luine Druigeldoike ( Hal Bo ). ⟨ ›Dro²ge‹- [ Min…

droge, druge

LW

droge, druge, trocken; subst. Trockenheit, Trockenes.

drogedôk

LW

droge-dôk, Tuch zum Abtrocknen, gausapium.

Dr²gefō¹der

WWB

droge·foder

Dro²ge-fō¹der n. [verstr.] 1. Trockenfutter (für das Vieh). — Ra.: Drügfohr helpt am besten sagt man, wenn man Brot ohne Kaffee ißt ( Ahs Vr…

dr²gefō¹tes

WWB

dro²ge-fō¹tes Adv. drügefoots ohne naß zu werden ( Tek Me).

dr²gehellig

WWB

droge·hellig

dro²ge-hellig Adj. druihellig nach einem Regen durch starke Sonnenbestrahlung schnell wieder trocknend (vom Erdboden) ( Wbg Kü).

Dr²gehōrd

WWB

droge·hord

Dro²ge-hōrd [verstr.] Dreujehürn ( Det Is = PLATE-NAUWB) Trockengerüst für Ziegelsteine, Lattenrost zum Trocknen von Obst.

Dr²gekāmere

WWB

droge·kamere

Dro²ge-kāmere f. [verstr.] Drūchkammer ( Enr Sw ) Trockenraum (der Weberei oder Töpferei). — Spez.: Raum, in dem im Winter das geschichtete …

Dr²gekartūfele

WWB

droge·kartufele

Dro²ge-kartūfele f. Kartoffel ohne flüssige Zutat. — Gericht: Druikatuffel met Stippsel Gericht aus Kartoffeln mit einer Soße, die aus ausge…

Dr²gemiᵉdele

WWB

Dro²ge-miᵉdele Drögemehle Taube Trespe (Bromus sterilis) ( Min Wh).

Drogenabhängige

LDWB2

Dro|gen|ab|hän|gi|ge m./f. (-n,-n) droghé (-gada) m.(f.) , dependënt(-a) da droghes m.(f.)

drogenabhängiger

DWB2

drogenabhängiger m. : 1972 in: H.-G. Meyer einfluß d. engl. 108.

Dr²genap

WWB

droge·nap

Dro²ge-nap m. [Enr] Drgenapp ( Enr Sw ) ruhige, wenig sprechende Person.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „droge". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/droge/dwb2
MLA
Cotta, Marcel. „droge". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/droge/dwb2. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „droge". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/droge/dwb2.
BibTeX
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  urldate      = {2026-05-10},
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