Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
dempfen swV.
2 tr. ‘etw. abschwächen, jmdn. ersticken’
1 intr. ‘dampfen’ do sah der gotis werde [Abraham] / tempfin uz der erde / ein groz getempfe und ein rouh RvEWchr 4883; och siht man von den kempfen / riechen und tempfen / wilunt ze himel uf den roch SHort 5054; sîn ors daz sach man temphen / alsam die kolgruoben Reinfr 8670 2 tr. ‘etw. abschwächen, jmdn. ersticken’ der tivel vil boten hete, / die den glauben wolden temphen Serv 635; an der kintheit / wir dêmûtikeit vorstân, / dî dî hôchvart dempfin kan NvJer 3380 u.ö.; der fluch ist nuͤ gedempfet / der uns hat geerbet an HvNstGZ 1976; Mügeln 241,3; SalArz 5,56. – er [der Teufel] wolte uns han gedemphet / mit sinem hellerouche KvWGS 1302; do wart sie in den kerker bracht [...] do liez he sie des nachtis dempfin. also wart sie begrabin JenMartyr 51. – der helle sie [die Heiden] wurden getempfet Loheng 4880
MWB 1 1251,63; Bearbeiter: Diehl