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Demant

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
14 in 14 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Demant Der

Bd. 1, Sp. 699b
Der Demant, des — s, Mz. die — e, der festeste, schwerste, und wenn er geschliffen ist durchsichtigste Edelstein, welcher für den kostbarsten geachtet wird, und gewöhnlich ohne alle Farbe, wie reines Wasser ist und doch in alle Farben spielt, je nachdem die Lichtstrahlen sich in ihm brechen. Er gehört zum Kieselgeschlecht und der morgenländische wird am meisten geschätzt. Nach der verschiedenen Art, auf welche er geschnitten wird, heißt er bald Tafelstein, bald Rautenstein, Rosenstein, Dickstein  Der rothe Demant (Rubin), der rothgelbe Demant (Rubicell), der röthlichblaue Demant (Minell). Bei den Gold= und Silberdrahtziehern wird auch das Eisen, an dessen Ende sich eine stumpfe dreikantige demantne Spitze befindet, womit sie den gebohrten Löchern der Zieheisen an den Kanten die Schärfe benehmen, der Demant genannt. Bei den Glasern heißt der Stift an dessen Ende eine solche Demantspitze gefaßt ist, das Glas damit zu schneiden, ebenfalls Demant. Bei den Dichtern kommen mehrere Zusammensetzungen vor, entweder eine große Härte oder herrlichen Glanz der Sachen, mit welchen jenes Wort zusammengesetzt ist, anzudeuten, z. B. Demantriegel, Demantthor. Demant ist übrigens, da es Deutsche Betonung hat, besser als Diamant, wozu noch kömmt, daß es gewöhnlicher und auch für den Dichter brauchbarer ist. Wird der Demant bläulich flimmern, Sinnend blicke dann auf sie. Rost.
1384 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    demantst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    demant , st. M. nhd. Diamant Hw.: vgl. mnd. dēmant E.: s. afrz. diamant, M., Diamant; lat. adamās, M., Unbezwingbarer, h…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dêmantm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    dêmant , m. , Diamant.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dēmant

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Dēmant , mit seinen Zusammensetzungen, S. Adelung Diamant .

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Demant

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Demant , soviel wie Diamant.

  5. modern
    Dialekt
    Demant

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Demant Band 3, Spalte 3,1653

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit demant

68 Bildungen · 68 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von demant 2 Komponenten

dem+ant

demant setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

demant‑ als Erstglied (30 von 68)

demantähnlich

DWB

demant·aehnlich

demantähnlich , adj. wie blitzt die streifichte wiese von demantähnlichen tropfen! Kleist Frühling 33 .

Demantband

Campe

demant·band

Das Demantband , des — es, Mz. die — bänder, ein mit Demanten besetztes Band, Halsband, Armband 

demantbort

DWB

demant·bort

demantbort , m. diamantpulver zum schleifen der diamanten, franz. egrissée, poudre d'egrissée Beil 144 . s. demantpulver, demantstaub.

Demantbüschel

Campe

demant·bueschel

◎ Der oder das Demantbüschel , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Büschel zum Schmuck, an welchem Demante angebracht sind; auch der Demantstrauß …

demantdicht

DWB

demant·dicht

demantdicht , adj. demantdichter und demantheller sinn und inhalt der fibelschen gedichte J. Paul Fibel 89 .

demantdinte

DWB

demant·dinte

demantdinte , f. die farbe zu den glanzblättchen, die unter den diamant gelegt werden, wenn man ihn faszt.

demantdruse

DWB

demant·druse

demantdruse , f. quarzdruse mit stumpfen spitzen, die einige ähnlichkeit mit diamanten haben.

demanten

DWB

dem·anten

demanten diamanten , adj. adamantinus, oder mit diamanten besetzt. ahd. adamantîn Graff 1, 156 . demantin Stieler 291 . Frisch 1, 190 . ein …

demantenflimmernd

DWB

demantenflimmernd , adj. der colibri spricht 'ich trag ein barett demantenflimmernd, staatsweste, höslein goldbrocaten' A. Grün Ged. 272 .

Demantfessel

Campe

demant·fessel

◬ Die Demantfessel , Mz. die — n, demantene d. h. uuzerbrechliche, harte Fesseln. »Und die allmächtige Natur warf ihre Demantfesseln um die …

demantgrube

DWB

demant·grube

demantgrube , f. flötz in welchem diamanten gefunden werden, franz. mine de diamants Beil 144 . er ( Javernier ) gelangt nach Indien zu den …

Demantgrund

Campe

demant·grund

◬ Der Demantgrund , des — es, d. Mz. ungew. ein sehr tiefer dauerhafter Grund. Mein Glaube steht auf Demantgrund gebauet. Ungen.

Demanthändler

Campe

demant·haendler

Der Demanthändler , des — s, d. Mz. w. d. Ez. der mit Demanten und Edelsteinen überhaupt Handel treibt.

Demanthandel

Campe

demant·handel

Der Demanthandel , des — s, o. Mz. der Handel mit Demanten oder mit Edelsteinen überhaupt. Das Karat hält im Demanthandel vier Korn oder Gra…

demanthart

DWB

demant·hart

demanthart , adj. Frisch 1, 190 . bildl. die tugend ist demanthart, daran die beiszigen zähne stumpf werden Butschky Patmos 336 . demanthart…

demanthell

DWB

demant·hell

demanthell , adj. bildl. aus demanthellen quellen Chr. Knittel Sinnenfrüchte ( Colberg 1671) s. 6. demantdichter und demantheller sinn und i…

demantig

DWB

dem·antig

demantig , adj. wie demanten. Frisch hat damantig 1, 41. ebenso

demantisch

DWB

demant·isch

demantisch , mit diamantischen spitzen als flammen funkelend und zwitzerend Fischart. bildl. alles fürhaben das auf gottes ehre und ehrbarke…