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Deªle

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Deªle f.

Bd. 2, Sp. 79
Deªle f. [allg.] 1. Tennenfußboden [Münsterl nördl. OWestf]: urspr. aus gestampftem Lehm, später aus flachen (Sand-)Steinplatten, aus kleinen in Fischgrätmuster verlegten Steinchen oder aus Zement bzw. Beton gegossen. Dai Diäl is besat gepflastert (Kr. SoestSos Kr. Soest@SassendorfSd || mehrf.). De Diale is gegriat (→ greªden in Fischgrätmuster pflastern) (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü || mehrf.). Öine Dial iut Laimen was no inner Groönkamern (Raum für Grünfutter) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Bi natt Wēer bliff nao’t Düösken vull Kaon in de Diäle sitten (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — Ra.: Stiäck ähr ’n Bessem int Gatt, dann kann se daomett de Diäll kehren sie hat einen äußerst gezierten Gang (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — Bauernregel: Wänn dä Dehl schwait’t, dänn gifft Reg’n (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). — 2. Tenne, Wirtschaftsteil des Hallenhauses [allg.]: Bes. zum Dreschen verwendet, außerdem zum Abstellen von Wagen, zum Räuchern, aber auch als Halle für Feierlichkeiten, Aufbahrungen etc. Up de Diäle wät de mehrste Arbeit daohn; dao steiht de Līke un kümp van daor up’n Daudenwagen; up de Diäle wät Hochtit fīert, doar iätt’t se dann un daⁿst se, van de Kohsīte nao de Pierresīte (Kr. SteinfurtStf Ar). Up de Diarl es de Härdstui met dän Kirdelhaken (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). — Sprichw.: Wenn se ok krumm un schew is, schadt nich, wenn se män gudd up de Däle is (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RhedebrüggeRb). Bi ne Bur mott’t van de Däle kommen dort wird das Geld verdient (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Tweï Fruwwen up eïne Diäle is eïne touvïele (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). Dat mott ’en geue Däll süin, de twö Frubbensminsken dräggt (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). — Bauernregel: Wann ’t Stroh knappt up de Däle, dann gifft Fost wenn das Stroh beim Darüberlaufen knackt (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — Rätsel: Uppe Diäl klipp klapp, / ine Stuaben tick tack, / achtern Hiuse brennt wat. / Wat is dat? Antwort: Drescher, Uhr, Brennessel (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@LöhneLö || mehrf.). — 3. Hausflur [SWestf südl. OWestf]. ⟨›Deªl‹- [allg. (nach lautschriftlichen Belegen)]. — -e [fast ausschließlich WMünsterl Mark Olp], e-Apokope [fast ausschließlich in nördl. OWestf Kr. HöxterHöx Wbg], sonst beide Formen nebeneinander. — Zus.: ›Deªl‹- u. ›Deªlen‹-⟩ ¶ Nach alter Auffassung zu → Dāl gehörig: Deu graute Dell senkt sich nach der „große Nieerdür“ genannten Scheunentür, wohin deshalb bei Spülungen alles Wasser abfließt, dahllöppt (Lippe OESTERH). — Vgl. aber Erich Nörrenberg, Kr. Grafschaft DiepholzDie Herkunft von mnd. dele, f., in: Westf. Forschungen 1 (1938), S. 326-357, der das Wort mit idg. telo- ’Fläche Boden’ in Verbindung bringt. Zus.: → Bakke-stē²n~, Būren~, Deªrske~, Fō¹der~, Grad~, Holt~, Hūs~, Kalk~, Klei~, Knotten~, Lē²m~, Pik-stē²n~, Ro²ker~, Schoppen~, Sinder~, Stē²n~.
2518 Zeichen · 50 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Deªlef.

    Westfälisches Wb.

    Deªle f. [allg.] 1. Tennenfußboden [Münsterl nördl. OWestf]: urspr. aus gestampftem Lehm, später aus flachen (Sand-)Stei…

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Wortbildung

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deale‑ als Erstglied (30 von 40)

Deªlebō²m

WWB

deal·e·bom

Deªle-bō²m m. [verstr. SWestf] Deällenbaum herausnehmbarer Pfosten in der Mitte der großen Einfahrtstür ( Isl Lb).

dealecticus

MLW

dealecticus v. dialecticus . Lawo/Gansweidt

Deªledüᵉre

WWB

Deªle-düᵉre f. [verbr.] Tennentür. — 1. große Einfahrtstür des Bauernhauses. Mott Päed öwer de Daäldür kieken, süs goh ’k ter nech hen ( Rek…

Deªleende

WWB

deal·e·ende

Deªle-ende n. [verstr. SWestf] Teil des Bauernhauses, in dem Tenne und Stallungen liegen.

Deªlefils

WWB

deal·e·fils

Deªle-fils m. Dialfils Tanz in Holzschuhen auf der Tenne ( Hal Bh).

Deªleflōr

WWB

deal·e·flor

Deªle-flōr f. [WMünsterl] Dälenflur ( Ahs Sl ) Pflaster auf der Tenne, Tennenfußboden.

Deªlehāne

WWB

deal·e·hane

Deªle-hāne m. [bes. westl. Münsterl] 1. Haushahn [verstr.]. — Ra.: Strien as ’n Däälenhahn stolz einhergehen (WMWB). — 2. Hoferbe (WMWB).

Deªleharke

WWB

deal·e·harke

Deªle-harke f. [verstr.] Dialharken große hölzerne Harke mit langen, weit auseinanderstehenden Zähnen, beim Dreschen auf der Tenne gebraucht…

Deªlehund

WWB

deal·e·hund

Deªle-hund m. Hofhund. — Ra.: Se is ussen Däälenhund sie schimpft viel (WMWB).

Deªleindantsen

WWB

Deªle-in-dantsen n. Dialindanßen erster Tanztag auf der neuen Tenne ( Hal Bh).

Deªlekāmere

WWB

deal·ekamere

Deªle-kāmere f. Schlafkammer für den Schäfer, auf der rechten Kübbungsseite neben den Pferdeställen ( Bor Ph = SCHEPERS 231).

Deªlelē²me

WWB

deal·e·leme

Deªle-lē²me m. Dehlenleum Tennenlehm, Pflaster auf der Tenne ( Det La).

Deªlelok

WWB

deal·e·lok

Deªle-lok n. Diälenluak Loch in der Wand des alten Bauernhauses als Rauchdurchlaß ( Mes Br).

Deªleplster

WWB

deal·e·plaster

Deªle-plaster n. [verbr. bes. SWestf OWestf] Pflaster auf der Tenne. Datt eole Dälplaster is wir kaputt, woi mött ett neutmaken ( Min Ve).

Deªlepōrte

WWB

deal·e·porte

Deªle-pōrte f. Diälenpaurte große Einfahrtstür im Bauernhaus ( Pad Ns).

Deªlepost

WWB

deal·e·post

Deªle-post m. [verstr.] starker senkrechter Pfosten auf der Deele. — Spez.: 1. herausnehmbarer Pfosten in der Mitte der großen Einfahrtstür.…

Deªleriᵉgel

WWB

dealer·iegel

Deªle-riᵉgel m. Diärlriergel herausnehmbarer Pfosten in der Mitte der großen Einfahrtstür ( Mün Hd ). ~sad Leindotter → Doªder-sad .

Deªleslüᵉtel

WWB

deal·e·slueetel

Deªle-slüᵉtel Diällenschlüeddel herausnehmbarer Pfosten in der Mitte der Einfahrtstür ( Unn Ho).