Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Datum n.
Datum n.
Datum n. ‘Tages- und Ortsangabe (eines Schreibens), gegebene Größe, Beleg’, Entlehnung aus lat. datum, dem Part. Perf. von lat. dare ‘geben’. Das lat. Partizip mit der Bedeutung ‘gegeben’, das schon in der Antike zur Datierung von Briefen dient, begegnet in dt. Datierungsformeln seit dem 13. Jh. Die Substantivierung erscheint Ende des 13. Jhs., bis in neuere Zeit oft in lat. Flexion (bis dato ‘bis jetzt’). In der Bedeutung ‘gegebene Größe, Angabe, Beleg’ wird das bereits im Lat. substantivierte Partizip (lat. datum n. ‘das Gegebene, Gabe’) meist in pluralischer Form von der Wissenschaftssprache des 17. Jhs., vornehmlich des 18. Jhs. aufgegriffen. Seit Beginn des 19. Jhs. tritt in dieser Verwendung neben die lat. Pluralform Data verstärkt der eingedeutschte Plur. Daten, der sich im 20. Jh. durchsetzt und seit den 50er Jahren als Bestimmungswort zahlreicher Zusammensetzungen wie Datenverarbeitung, Datenbank dient.