Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
danne
‚dann,(danne +
darauf, ferner, nämlich, sogar, weiterhin, fort-
an, damals, unter diesen Umständen, demzu-
folge, also, nun, deinde, ergo, tunc‘
Präs. zum Ausdruck des Futurs; zur Verstär-
kung von ibu im Konditionalsatz, zur Verstär-
kung von Fragen, Imperativen); konj.:
‚als,; Vergleichspartikel:
wenn, indem, während, obwohl, da, weil,
wann, cum, dum‘
‚als,〈Var.: thanne, than(n)e,
quam (nach Kompar.)‘
thannæ, thanna, than(n), dane, dhanne, dan-
S529danne – dansôn 530
(n)a, dan, tanne, danni, đanne bzw. dene,
tenne, selten denni〉. Da ahd. danana (s. d.) zu
danna und weiterhin mit Abschwächung des
auslautenden -a zu danne synkopiert sein
kann, ist für die spätere Zeit Vermengung mit
den synkopierten Formen von danana nicht
auszuschließen (vgl. Wilmanns, Dt. Gr. II
§ 641). Die ahd. e-haltigen Formen deuten
nach Ausweis des Mhd. auf ein Umlaut-e
(H. Paul, PBB 4 [1877], 471 f.). – Mhd.
danne, denne
‚dann, als (nach Kompar.)‘;
‚weil‘(erste Hälfte des 15. Jh.s), nhd. dann ne-
ben denn, mit dem das häufigere dann bis ins
18. Jh. in der Bedeutung übereinstimmt.