bǖken sw.
V. ⟨›bǖken‹⟩ 1. (häufig mit der Angabe: „heute nicht mehr üblich“, „veraltet“ oder „früher“) Wäsche waschen. a) (Wäsche) beuchen, in Lauge (Beuche, Buchenasche) kochen (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@Achterberg u. WestenbergAw, Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh, Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PlatenauWb, Lip Oesterh, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi, Kr. WiedenbrückWie Heierm, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@AltenbekenAb, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@ErleEr, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kö die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl, Kr. SoestSos SchmB, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@AltengesekeAg, Kr. BürenBür Kr. Büren@EickhoffEi Kr. Büren@HerbramHb, Holth, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@SilbachSi), Wäsche in einer Lauge von Holzasche mehrere Stunden stehen lassen (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb, WoeN, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MedebachMb Kr. Brilon@MadfeldMf, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü), in Buchenaschelauge waschen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HolperdorpHf, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@AltenbekenAb, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@ArnsbergAr Kr. Arnsberg@MüschedeMü, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@OlpeOl Kr. Olpe@RüblinghausenRü), in Holzasche laugen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh Kr. Iserlohn@KalthofKh Kr. Iserlohn@SümmernSü, Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh), Wäsche einweichen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LengerichLe), Wäsche auslaugen (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa, Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr), mit Lauge aus Holzasche übergießen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs), auskochen der gesamten Wäsche des Hauses jeweils im Frühjahr (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@Tietelsen u. RotheTi). — Flachs in Lauge kochen (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@Achterberg u. WestenbergAw), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo, Flachsgarn in Lauge waschen (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BegaBg, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@KüstelbergKb), Flachsgarn in Holzaschenlauge waschen und weich machen, um es verweben zu können (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — Leinen in Lauge kochen (Kr. OsnabrückOsn KlönA, Ravensbg = SchonL, Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@LiesenLi), Leinen in Buchenaschelauge einweichen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf), in Holzasche auslaugen (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu), Leinenzeug über Nacht in der Lauge stehen lassen (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:282:StrodtmStrodtm), das neue Leinen in Pottasche kochen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh). Kr. Grafschaft DiepholzDie Wäsche und das neue Leinen und das farbige Garn wurden mehrmals buiket (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — Sprichww. u. Raa.: „Nüde büken is dat halwe bläiken“ (Leinen) gut beuchen ist das halbe Bleichen (Ravensbg = WWB-Source:264:SchonLSchonL 165). „De Kärl büket, dat man’t in’n Holsken foüln kann“ schwindelt
[] (Ravensbg = WWB-Source:264:SchonLSchonL 165). „Das Ungeziefer sagte zum Böüken: Böüken is mi ne swaore Söüken, aower Kuaoken tobräckt mi Hals un Knuaoken“ (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). — Sprachspott: „Dat Köüken woll böüken un harre kain Köüven“ das Küken wollte beuchen und hatte kein Faß (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@WiemeringhausenWh). — b) Wäsche waschen (Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@AlgesdorfAl, KkWb, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HerdringenHe), Wäsche waschen, indem man sie mehrfach mit kochendem Wasser übergoß (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), mit heißem Seifenwasser begießen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü), Wäsche über Nacht ins Wasser stecken (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). Große Wäsche waschen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@EhringhausenEh). — c) Wäsche am Bach (oder Teich) waschen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm). — Sachkundliches: „buiken Waschen der Wäsche unter Verwendung der Asche von Buchenholz: Kr. Grafschaft DiepholzDie Wäsche wurde in das Buikenfatt gelegt, darüber das Askenlaken gespannt, auf das die Asche, die dann mit kaltem, warmen und zuletzt heißem Wasser übergossen wurde, gelegt wurde, so oft, bis die Lauge stark genug war (das durchgelaufene Wasser wurde immer wieder verwandt!). Am nächsten Tage erfolgte das Auswaschen der Wäsche am fließenden Wasser. Das Leinen wurde vor dem Auswaschen noch mit dem Kloppenspaun, einem etwa 4 cm starken, 22-25 cm langen und 15 cm breiten Hartholzbrett kloppet, damit es etwas geschmeidiger wurde. Beim Kloppen wurde es über einen Bock, auch Schlachtetisch, gezogen und bearbeitet, so oft, bis es gebleicht werden konnte“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PlatenauWb). — 2. Leinen bleichen (KkWb, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — 3. das Waschen von Tieren: die Schafe vor dem Scheren waschen (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa); das geschlachtete Schwein mit kochendem Wasser übergießen, damit es sauber wird und die Borsten abgehen (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa). — 4. bettnässen (Kr. BürenBür Kr. Büren@EickhoffEi Kr. Büren@EttelnEt, WoeN, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa). „Et Blage buiket in’t Bedde“ (Kr. BrilonBri Kb).