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bueken

mnd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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7 in 6 Wb.
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6

Eintrag · Westfälisches Wb.

bǖken sw.V.

Bd. 1, Sp. 1397
bǖken sw.V. ⟨›bǖken‹⟩ 1. (häufig mit der Angabe: „heute nicht mehr üblich“, „veraltet“ oder „früher“) Wäsche waschen. a) (Wäsche) beuchen, in Lauge (Beuche, Buchenasche) kochen (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@Achterberg u. WestenbergAw, Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh, Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PlatenauWb, Lip Oesterh, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi, Kr. WiedenbrückWie Heierm, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@AltenbekenAb, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@ErleEr, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kö die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl, Kr. SoestSos SchmB, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@AltengesekeAg, Kr. BürenBür Kr. Büren@EickhoffEi Kr. Büren@HerbramHb, Holth, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@SilbachSi), Wäsche in einer Lauge von Holzasche mehrere Stunden stehen lassen (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb, WoeN, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MedebachMb Kr. Brilon@MadfeldMf, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü), in Buchenaschelauge waschen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HolperdorpHf, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@AltenbekenAb, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@ArnsbergAr Kr. Arnsberg@MüschedeMü, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@OlpeOl Kr. Olpe@RüblinghausenRü), in Holzasche laugen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh Kr. Iserlohn@KalthofKh Kr. Iserlohn@SümmernSü, Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh), Wäsche einweichen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LengerichLe), Wäsche auslaugen (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa, Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr), mit Lauge aus Holzasche übergießen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs), auskochen der gesamten Wäsche des Hauses jeweils im Frühjahr (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@Tietelsen u. RotheTi). — Flachs in Lauge kochen (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@Achterberg u. WestenbergAw), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo, Flachsgarn in Lauge waschen (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BegaBg, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@KüstelbergKb), Flachsgarn in Holzaschenlauge waschen und weich machen, um es verweben zu können (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — Leinen in Lauge kochen (Kr. OsnabrückOsn KlönA, Ravensbg = SchonL, Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@LiesenLi), Leinen in Buchenaschelauge einweichen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf), in Holzasche auslaugen (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu), Leinenzeug über Nacht in der Lauge stehen lassen (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:282:StrodtmStrodtm), das neue Leinen in Pottasche kochen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh). Kr. Grafschaft DiepholzDie Wäsche und das neue Leinen und das farbige Garn wurden mehrmals buiket (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — Sprichww. u. Raa.: „Nüde büken is dat halwe bläiken“ (Leinen) gut beuchen ist das halbe Bleichen (Ravensbg = WWB-Source:264:SchonLSchonL 165). „De Kärl büket, dat man’t in’n Holsken foüln kann“ schwindelt [] (Ravensbg = WWB-Source:264:SchonLSchonL 165). „Das Ungeziefer sagte zum Böüken: Böüken is mi ne swaore Söüken, aower Kuaoken tobräckt mi Hals un Knuaoken“ (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). — Sprachspott: „Dat Köüken woll böüken un harre kain Köüven“ das Küken wollte beuchen und hatte kein Faß (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@WiemeringhausenWh). — b) Wäsche waschen (Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@AlgesdorfAl, KkWb, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HerdringenHe), Wäsche waschen, indem man sie mehrfach mit kochendem Wasser übergoß (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), mit heißem Seifenwasser begießen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü), Wäsche über Nacht ins Wasser stecken (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). Große Wäsche waschen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@EhringhausenEh). — c) Wäsche am Bach (oder Teich) waschen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm). — Sachkundliches: „buiken Waschen der Wäsche unter Verwendung der Asche von Buchenholz: Kr. Grafschaft DiepholzDie Wäsche wurde in das Buikenfatt gelegt, darüber das Askenlaken gespannt, auf das die Asche, die dann mit kaltem, warmen und zuletzt heißem Wasser übergossen wurde, gelegt wurde, so oft, bis die Lauge stark genug war (das durchgelaufene Wasser wurde immer wieder verwandt!). Am nächsten Tage erfolgte das Auswaschen der Wäsche am fließenden Wasser. Das Leinen wurde vor dem Auswaschen noch mit dem Kloppenspaun, einem etwa 4 cm starken, 22-25 cm langen und 15 cm breiten Hartholzbrett kloppet, damit es etwas geschmeidiger wurde. Beim Kloppen wurde es über einen Bock, auch Schlachtetisch, gezogen und bearbeitet, so oft, bis es gebleicht werden konnte“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PlatenauWb). — 2. Leinen bleichen (KkWb, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — 3. das Waschen von Tieren: die Schafe vor dem Scheren waschen (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa); das geschlachtete Schwein mit kochendem Wasser übergießen, damit es sauber wird und die Borsten abgehen (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa). — 4. bettnässen (Kr. BürenBür Kr. Büren@EickhoffEi Kr. Büren@EttelnEt, WoeN, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa). „Et Blage buiket in’t Bedde“ (Kr. BrilonBri Kb).
6238 Zeichen · 195 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bü̑kenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    bü̑ken , swv. , Wäsche, Leinen büken (in Buchenlauge).

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bükenv., trs.

    Campe (1807–1813)

    ≠ Büken , v. trs. N. D. so viel als Campe beuchen. S. d.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Büken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Büken , s. Beuchen .

  4. modern
    Dialekt
    büken

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia büken bauchen, Wäsche, Garn und eigengewebte Leinwand in Aschenlauge einweichen; diese Stücke wurden in ein Hol…

Verweisungsnetz

29 Knoten, 22 Kanten

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1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Kompositum 22 Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bueken

11 Bildungen · 0 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von bueken 2 Komponenten

bu+ken

bueken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bueken als Zweitglied (11 von 11)

afbǖken

WWB

af-bǖken sw. V. „ afbüken “ das Garn wird mit heißer Soda- und Seifenlauge, darauf mit kaltem Wasser gewaschen ( Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Sw).

dörchbüken

MeckWB

doerch·bueken

Wossidia dörchbüken mit der Bük ( s. d. ) durchweichen allgem.; durchnässen Gü Güstrow@Warnow Warn ; Ro; Ro Rostock@Kühlungsborn Kühl ; Wa; …

ferbuᵉken

WWB

fer·bueken

fer-buᵉken sw. V. ⟨ fe(r)- ⟩ verprügeln ( Kr. Höxter Höx Kr. Höxter@Sandebeck Sb ), jmdn. verprügeln ( Kr. Brilon Bri Kr. Brilon@Niedersfeld…

inbüken

MeckWB

inbu·ken

Wossidia inbüken einweichen, in Wasser tauchen 1. trans. Wäsche einweichen Ro Rostock@Marlow Marl ; Lang' Jehann ret dei Füerwischers ünner …

oªwerbuᵉken

WWB

oªwer-buᵉken sw. V. „ aowerbuoken “ verprügeln ( Kr. Minden Min Ha).

rinbüken

MeckWB

rin·bueken

Wossidia rinbüken hineinregnen, ins Heu: dat büükt dor rin Schö Schönberg@Rehna Rehna .

Stokfiskbuᵉken

WWB

stokfisk·bueken

Stok-fisk-buᵉken n. [Ravensbg] Klopfen der Zimmerleute mit Äxten auf der Balkenlage am Abend vor dem oder beim Richtfest.

upbuᵉken

WWB

up-buᵉken sw. V. „ upbocken “ schlagen (Frbg.) ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (n…

ūtbuᵉken

WWB

ūt-buᵉken sw. V. „ utbuecken “ ausklopfen ( Kr. Beckum Bek Al).

vullbüken

MeckWB

Wossidia vullbüken durchnäßt werden: dat (Getreide beim Regen) büükt schön vull Ha Hagenow@Redefin Red .