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Bruchstück

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bruchstück

Bruchstück

1Bruch m. ‘das Brechen, das Gebrochene’, auch ‘Stelle, wo etw. gebrochen ist’. Das westgerm. Verbalabstraktum ahd. bruh ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Ausbruch’ (8./9. Jh.), mhd. bruch ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Mangel, Vergehen’, asächs. bruki ‘Riß’, mnd. brȫke ‘Bruch, Spalt, Abfall, Mangel, Vergehen, Geldbuße’, mnl. broke ‘Bruch, Mangel, Vergehen, Geldbuße’, aengl. bryce ‘Bruch, abgebrochenes Stück’ ist eine ablautende Bildung zu dem unter brechen (s. d.) dargestellten germ. Verb. Es zeigt im Dt., den Verwendungen dieses Verbs folgend, eine reiche Bedeutungsauffächerung und steht seit dem Spätmhd. und besonders im Nhd. häufig als zweites Glied verdeutlichender, teilweise auf vorausgehenden zusammengesetzten Adjektiven mit -brüchig basierender Komposita (z. B. Damm-, Schiff-, Wolkenbruch; Ehe-, Treu-, Vertrags-, Wortbruch). Fachlicher Sondergebrauch findet sich namentlich in der Medizin (für lat. frāctūra ‘Knochenbruch’, bereits ahd. vereinzelt vom Brechen der Gliedmaßen; auch für lat. hernia ‘Eingeweidebruch’, 15. Jh.) und in der Mathematik (Ende 15. Jh., neben gleichzeitigem gebrochene Zahl für lat. numerus frāctus). – Steinbruch m. ‘Abbaustelle von Gestein’ (15. Jh.). Bruchstück n. ‘abgebrochenes Stück, Teilstück’ (1. Hälfte 17. Jh.) für lat. fragmentum (s. Fragment). brüchig Adj. ‘zerbrechlich, morsch’, mhd. brüchic ‘brüchig, wortbrüchig, gebrochen’ (daneben mhd. bruchelich ‘gebrechlich, zum Schaden gereichend’). Bruchzahl f. ein Teilungsverhältnis ausdrückende Zahl, Lehnübersetzung (17. Jh.) von lat. numerus frāctus ‘gebrochene Zahl’; Kurzform Bruch. unverbrüchlich Adj. ‘fest, unerschütterlich’, mhd. unverbrochenlich, unverbruchlich Adj., unverbrochenlīche(n), unverbrüchelīchen Adv. ‘fest, unzerstörbar’, zunächst besonders im Rechtswesen die Geltung eingegangener Verbindlichkeiten bekräftigend, zum Verb mhd. verbrechen ‘zerbrechen, zerstören’ (s. brechen).
1904 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brúchstück

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Brúchstück , des -es, plur. die -e, ein Stück eines zerbrochenen harten Körpers. So pflegen die Mäurer die zerbroche…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bruchstück

    Goethe-Wörterbuch

    Bruchstück -Stück B29,194,15 Trebra 21.5.18 K 1 von größeren Gesteinmassen, Werkstoffstücken Abgebrochenes, geol Probe, …

  3. Spezial
    Bruchstück

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bruch|stück n. (-[e]s,-e) framënt (-nc) m. , frantöm m. , (pice) toch m. ▬ Bruchstück e toc m.pl. ; fruziam m. ; spidic …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bruchstueck

4 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von bruchstueck 2 Komponenten

bruch+stueck

bruchstueck setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bruchstueck‑ als Erstglied (3 von 3)

Ableitungen von bruchstueck (1 von 1)

bruchstücke

DWBQVZ

--- bruchstücke alter rittergedichte. 1. reste eines unbekannten gedichtes (= Ainune ). in: anzeiger für kunde der teutschen vorzeit. hg. v.…

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Cotta, M. (2026). „bruchstueck". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bruchstueck/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „bruchstueck". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bruchstueck/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „bruchstueck". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bruchstueck/pfeifer_etym.
BibTeX
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