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Bresche

mnd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Bresche

Bd. 3, Sp. 393
Bresche (Sturmlücke), die Öffnung, die der Feind durch Geschütz oder Minen in einem Festungswerk herstellt, um den Sturmkolonnen den Weg in das Innere zu bahnen. Man baute Breschbatterien in der Glaciskrönung den Facen der Bastione (Raveline etc.) gerade oder schräg gegenüber (also auf 60 m), um die Futtermauer zu zerstören und durch die nachstürzende Erde eine Rampe von etwa 35° herzustellen. In diesem Fall ist die B. gangbar, wenn nicht stehengebliebene Mauertrümmer oder vom Verteidiger angebrachte Hindernisse sie ungangbar machen. Nach Verbesserung der Waffen mußte man die Mauer aus größerer Entfernung mit dem indirekten Schuß zu treffen suchen und bediente sich dazu der 25- und 50pfündigen Haubitzen (bei sehr kleinem Fallwinkel der 25pfündigen Bombenkanonen), die auf etwa 700 m aufgestellt wurden. Durch die kurze 15 cm-Kanone stellte man auf 1000–1200 m die B. her (1870), da man aber in neuen Befestigungen das Mauerwerk unter immer steuerm Winkel gegen indirekten Schuß deckte, mußte der Gegner sich auf größere Entfernungen aufstellen und unter Umständen den 21 cm-Mörser, in schwierigsten Fällen die kurze 21 cm-Kanone anwenden. – Der Grundsatz, daß der Kommandant einer Festung gerechtfertigt sei, wenn er nach Herstellung einer gangbaren B. kapitulierte, wurde schon von Carnot für unrichtig erklärt.
1325 Zeichen · 10 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brescheF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    bresche , F. nhd. Bresche E.: s. frz. brèche, F., Öffnung, Wallbruch, Spalt; von frk. *breka, F., Bruch (M.) (1); vgl. a…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brếsche

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Brếsche , plur. die -n, ein aus dem Französischen Breche entlehntes Wort, eine Öffnung in der Mauer einer Stadt, ode…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bresche

    Goethe-Wörterbuch

    Bresche (Erstürmung ermöglichender) Mauerdurchbruch; idVbdgn ‘B. schießen, arbeiten in etw’, ‘B. erobern, erstürmen’, nu…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bresche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bresche , Sturmlücke, ein durch das grobe Geschütz in einem Festungswerke bewirkte Lücke, welche wenigstens so breit sei…

  5. Sprichwörter
    Bresche

    Wander (Sprichwörter)

    Bresche 1. Eine Bresche in die Pastete machen. Einen Vorrath angreifen. 2. Er hat Bresche geschossen. Holl. : Hij heeft …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bresche

5 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

bresche‑ als Erstglied (3 von 3)

bresche(n)

Idiotikon

bresche(n) Band 5, Spalte 821 bresche(n) 5,821

Brescheⁿ I

Idiotikon

Brescheⁿ I Band 5, Spalte 821 Brescheⁿ I 5,821

Brescheⁿ II

Idiotikon

Brescheⁿ II Band 5, Spalte 823 Brescheⁿ II 5,823

bresche als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von bresche (1 von 1)

gebrêsche

MNWB

gebrêsche , brêsche , n. , Geschrei, Lärm.