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Bremen

mhd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
22 in 15 Wb.
Sprachstufen
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30

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Bremen

Bd. 1, Sp. 659
Bremen, freie Stadt mit einem Gebiete von 4,6 QM. zu beiden Seiten der Weser, von Hannover und Oldenburg umschlossen, eingetheilt in Ober und Nieder-Vieland. Hollerland, Borgfeld u. Werderland, Vegesack u. Bremerhafen, 75737 E., von denen 55600 in der Stadt, die übrigen in 2 Flecken, 12 Kirchdörfern und 45 Dörfern leben. B. bildet mit den 3 anderen freien Städten die 17. Stimme am Bundestage, hat mit Lübeck ein Oberappellationsgericht gemeinschaftlich und seine 485 Mann Contingent bilden mit dem gleich starken Lübecker ein Bataillon und eine Schwadron. Die Verfassung ist demokratisch; oberste vollziehende u. verwaltende Behörde ist der Senat (16 Mitglieder) unter dem jährlich wechselnden Vorsitze zweier Bürgermeister; die gesetzgebende Gewalt liegt bei der Bürgerschaft. Nach dem Budget von 1852 betrugen die Staatseinkünfte 989706 Thlr. und die Ausgaben 978277 Thlr., die Staatsschuld beläuft sich auf 2600000 Thlr. Die Stadt B. liegt an beiden Seiten der Weser, 14 M. von ihrer Mündung, die alten Wälle sind in Spaziergänge verwandelt. Ausgezeichnete Gebäude: der Dom, 1050 von Erzbischof Adalbert erbaut, mit dem Bleikeller, wo die Leichen nicht verwesen, die Liebfrauenkirche, die Ansgariuskirche, das gothische Rathhaus mit dem berühmten Weinkeller (der älteste Rheinwein ist von 1624), der Schütting etc. B. hat reiche Stiftungen und wohlthätige Anstalten, Vereine u. Institute für Wissenschaft, Kunst, Handel und Gewerbe. Die Industrie besteht großentheils in dem Schiffsbau mit seinen mannigfaltigen Hilfsgewerben. in der Fabrikation von Essig, Bleiweiß, Stärke, Seife etc., Tabak und Cigarren; letztere hat aber durch den Anschluß Hannovers an den deutschen Zollverein sehr Schaden gelitten. Der Seehandel B.s ist großartig; eigentliche Seeschiffe können jedoch nicht bis zur Stadt herauf, sondern müssen in Vegesack u. Bremerhafen anlegen. Die Zahl der angekommenen Seeschiffe betrug 1852 = 2665 mit 204817 Tonnen, die der abgegangenen 3125 mit 214378 Tonnen; die Handelsmarine von B. betrug 252 Schiffe mit 105026 Tonnen; der Werth der Einfuhr 40401804 Thlr. L.d'or, der Ausfuhr 37398139 Thlr. L.d'or. In neuester Zeit hat B. einen bedeutenden Antheil an der Spedition deutscher Auswanderer nach Amerika gewonnen. — B. verdankt sein Dasein als Stadt dem 788 von Karl d. Gr. gegründeten Bisthume, seit 845 Erzbisthum, von dem die Bekehrung des europ. Nordens größtentheils ausging. Wie die Bürgerschaft wohlhabender und mächtiger wurde, entzog sie sich allmälig der geistl. Oberherrschaft, trat 1284 in die Hansa, wurde 1522 protestantisch, aber erst 1648 förmlich reichsfrei, nachdem der 30jährige Krieg Unheil genug gebracht hatte; das übrige Gebiet des Erzbisthums wurde 1648 an Schweden als Herzogthum abgetreten, das es unter Karl XII. an Hannover verlor. Die Stadt blühte durch Handel neu auf, litt aber unsäglich viel unter der franz. Herrschaft von 1808—13; der Friede gab B. seine städtische Freiheit zurück und brachte eine bis jetzt dauernde Periode des materiellen Aufschwunges.
3011 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brëmenstv. I, 3.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    brëmen stv. I, 3. brummen, brüllen Pass. K. 109,93. 180,38. 260,92. 341,96. bremen als eine bere Roth. 1651. — ahd. brëm…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bremen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    bremen, sw. v. verbrämen; den Rand, Saum besetzen.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bremen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    bremen , fimbriis ornare, praetexere, heute brämen, verbrämen: nach der mode speise nemen, nach der mode kleider bremen.…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bremen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Bremen , freie Stadt mit einem Gebiete von 4,6 QM. zu beiden Seiten der Weser, von Hannover und Oldenburg umschlossen, e…

  5. modern
    Dialekt
    Bremen

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bremen Band 3, Spalte 3,233f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bremen

18 Bildungen · 12 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

bremen‑ als Erstglied (12 von 12)

Bremennarr

SHW

Bremen-narr Band 1, Spalte 1097-1098

Bremenöl

SHW

Bremen-öl Band 1, Spalte 1097-1098

bremenhecke

DWB

bremen·hecke

bremenhecke , f. sepes spinea, dornhecke: die Griechen nennen fast alle stechende stauden batos, die Latiner rubos, wir Teutsche gemeinlich …

breme(n)krût

AWB

bremen·krut

breme ( n ) krût mhd. st. n. ; mnd. brēmenkrût Lasch- Borchling, Mnd. Hwb. s. v. breme. bremen-crut: nom. sg. Gl 3,546,35 ( clm 615, 14. Jh.…

Bremen (Name)

Wander

bremen·name

Bremen (Name) Bremen (Name). 1. Bremen is'n Slûckhals, harr de Junge seggt, dô harr he'n halven Groten darin vertêrt. (S. Jever.) – Frommann…

Bremenöl

PfWB

breme·noel

Bremen-öl n. : 'stark riechendes Öl, das die Bremsen (s. Breme 1 ) fernhalten soll', Bremmeöl (bręməēl) [ BZ-Dierb ], vgl. Brummseröl . Man …

bremenschlacht

DWB

bremen·schlacht

bremenschlacht , f. caedes tabanorum: als nun vorgemelt bremenschlacht Gargantua sah, hett er seine herzliche freud darob. Garg. 147 b .

Bremenser

GWB

bremen·ser

Bremenser Einwohner Bremens, aus Bremen Gebürtiger Jena .. Händel [ vielleicht Handel T2,336 ] der B. in Hennings Hause 1) Tgb 1.7.95 B17,20…

bremen als Zweitglied (4 von 4)

zuobremen

KöblerMhd

zuo·bremen

zuobremen , st. V. nhd. zubrüllen Q.: Mechth (1343-1345) E.: s. zuo, bremen (1) W.: nhd. DW- L.: MWB (zuo bremen)

Ableitungen von bremen (2 von 2)

bebrēmen

MNWB

bebrēmen , swv. , verbrämen.

verbrëmen

Lexer

ver-brëmen stn. verbrämung Np. 107.