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Böschung

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Böschung

Bd. 3, Sp. 251
Böschung, die seitliche Begrenzungsebene eines Dammes, eines in natürlich gelagerten Bodenschichten ausgeführten Einschnittes, oder einer Mauer. Der Winkel, den diese Ebene mit der Horizontalen einschließt, heißt Böschungswinkel, die Länge des Lotes, das vom höchsten Punkte der B. auf die durch den Böschungsfuß gelegte Horizontalebene gefällt wird, heißt Höhe, und der wagerechte Abstand der letztern vom Böschungsfuß die Anlage der B. Der größte Winkel, also die steilste B., unter der sich eine Erdmasse noch standfest erhält, ist durch den Reibungs- und Kohäsionswiderstand im Innern derselben bedingt, und der besondere Winkelwert, unter dem sich kohäsionslose Erde noch standfest erhält, wird deren natürlicher Böschungswinkel oder Reibungswinkel genannt. Letzterer beträgt bei Humus und lehmigen Erden ungefähr 40°, für sandige und kiesige Massen etwa 40–30°. Eine B., deren Anlage gleich ihrer Höhe ist, heißt einmalige B., eine solche, deren Anlage das xfache der Höhe beträgt, xmalige B. Einschnittsböschungen werden in nicht felsigem Boden durchschnittlich 5/4malig, Dammböschungen 11/2malig angelegt. In gesundem Felsen mit nicht ungünstigen Schichtungsverhältnissen kann lotrechte, selbst überhängende B. vorkommen. Die B. an Dämmen und Einschnitten pflegt man mit Schutzschichten zu bekleiden, indem man sie mit einer dünnen Schicht Humus bedeckt und ansät oder bepflanzt oder auch mit vorhandenen Rasenstücken belegt, wohl auch mit Flechtzaunanlagen überzieht oder abpflastert. Sollen Erdmassen steiler abgeböscht werden, als es nach den innern Reibungs- und Kohäsionsverhältnissen an sich möglich wäre, so führt man vor ihnen Mauern aus, die alsdann einen Erddruck auszuhalten haben. Die Mauern selbst können steile, selbst lotrechte B. erhalten, in der Regel gibt man ihnen aus praktischen Gründen 1/6- oder 1/3malige B.
1853 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bȫschung

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Bȫschung , plur. die -en, in der Baukunst, die Abweichung von der senkrechten Linie, eine Fläche, welche mit dem Hor…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Böschung

    Goethe-Wörterbuch

    Böschung durch Anschütten od Abtragen abgeschrägtes (u mit Rasen befestigtes) Gelände [ betr G-s Skizze einer neuen Ufer…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Böschung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Böschung , die seitliche Begrenzungsebene eines Dammes, eines in natürlich gelagerten Bodenschichten ausgeführten Einsch…

  4. modern
    Dialekt
    Böschungf.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Böschung f. : ' grasiger Abhang ', nach dem Schd., Beschung (bešuŋ) [ KU-O'alb Hachb IB-Bliesdalh Bliesmg/Bolch Rubh KL-…

  5. Spezial
    Böschung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bö|schung f. (-,-en) (Abhang) spona (-nes) f. , costa (-tes) f. , rogn (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit boeschung

8 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von boeschung

boesch + -ung

boeschung leitet sich vom Lemma boesch ab mit Suffix -ung.

boeschung‑ als Erstglied (7 von 7)

Böschungshubel

MeckWB

boeschung·s·hubel

Böschungshubel m. fingiertes Werkzeug im Neckauftrag an den in der Arbeit noch Unerfahrenen, den man auffordert, den Böschungshubel tau hale…

Ableitungen von boeschung (1 von 1)

Verböschung

RhWB

Ver-böschung fəbøšuŋ Aden-Liers f.: sehr steile B.