Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Bilch m.
Bilch m.
Bilch m. Angehöriger einer Familie eichhörnchen- bis mausähnlicher nachtaktiver Nager, die in Mitteleuropa vor allem durch Siebenschläfer und Haselmaus vertreten ist. Ahd. bilih (m.?, 11. Jh.), mhd. bilch f., daneben ahd. bilihmūs (11. Jh.), mhd. bilchmūs ‘Bilchmaus’, in den ahd. Glossen meist für lat. glīs ‘Hasel-, Bilchmaus, Siebenschläfer’ (ahd. auch für lat. sōrex ‘Spitzmaus’) stehend, sind in ihrer Bedeutung nicht auf eine bestimmte Art dieser Nagetierfamilie festzulegen. Der Name der wegen ihres Pelzes geschätzten Tiere wird früh aus dem Slaw. übernommen; nach Entlehnungen (1965) 54 ist anzunehmen, daß er in den Ostalpen aus dem Slowen. (aus einer älteren Form *pl̑chъ, *pilchъ, heute slowen. pólh) ins Dt. gelangt. Es handelt sich um einen gemeinslaw. Ausdruck (vgl. russ. polčók, полчок, poln. pilch, tschech. plch, serbokr. pȕh), der sich mit lit. pelė̃, lett. pele ‘Maus’, eigentlich ‘die Graue’ (zur Familie von lit. pálšas ‘fahl, bleich, blaßgelb, graugemischt’, verwandt mit griech. poliós, πολιός ‘weißlich grau’), verbinden läßt.