Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
belit st. (f.?)
st. (f.?).
Nur in Glossenhss. vom 11./12. Jh. an belegt.
bel-: nom. sg. -it Gl 3,96,9 (SH A, 3 Hss.). 196,16 (SH B). 5,34,25; -ed 3,506,25 (11./12. Jh.); verschrieben: -da 37,27 (14. Jh.).
Geht b., wie albari aus mlat. albarus entstanden ist, auf lat. pellitus ‘mit einem Fell, Pelz bedeckt’ zurück? Das würde zur Eigenart der Silberpappel stimmen, vgl. „Der Name der Silber- Pappel bezieht sich auf die unterseits weißfilzigen Blätter des Baumes“ Hegi iii, 59. Zur Form mit einem -l- vgl. auch pelliz. (Oder läßt sich das Wort auch mit bal adj. ‘glänzend, leuchtend’ in Verbindung bringen? Vgl. Sp. 786).
Wie albari bezeichnet auch b. zunächst die Weiß- oder Silberpappel, Populus alba L. Diese scheint in Deutschland vor der Schwarzpappel, Populus niger L., aus dem Süden eingeführt worden zu sein, vgl. Hoops, Waldb. 230 f., 261 f. Jedoch wird b. auch zur Bezeichnung der Schwarzpappel verwendet (vgl. dazu die Verwendung von albari): belda populus Gl 3,37,27 (26 Hss. albari, 2 Hss. papilboum, 1 Hs. affoltra). 506,25. belit ł albare populus 96,9 (2 Hss., 1 Hs. albari ł b., 5 Hss. albari, 1 Hs. papilboum). alber vel belit populus 5,34,25. populus alber ... altera nigra belit 3,196,16; vgl. auch albari st. m. u. pellizboum st. m.
Vgl. Hegi iii, 59 f., ZfdWortf. 2,214.
Abl. bellizîn?