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beliebt

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

beliebt

beliebt

belieben Vb. ‘wünschen, geneigt sein’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. gefallen’. Das frühnhd. im 15. Jh. vereinzelt, im 16. Jh. allgemein vorkommende Verb (vgl. entsprechendes mnd. belēven, mnl. nl. believen) ist ursprünglich intensivierende Präfixbildung zu lieben (s. d.). Auf dem Wege über ‘Gefallen finden’ entwickelt sich im Frühnhd. wie im Mnd. die bis ins 19. Jh. nachweisbare Bedeutung ‘gutheißen, billigen, beschließen’. Vom 17. Jh. an wird das präfigierte Verb vor allem im Sinne von ‘willig, geneigt sein, geruhen’, auch unpersönlich ‘jmdm. recht sein, gefallen’ (vgl. frz. s’il vous plaît), in höflicher Ausdrucksweise als Bestandteil häufig formelhaft erstarrender Umschreibungen gebräuchlich. – beliebt Part.adj. ‘allgemein geschätzt’, mnd. belēvet ‘beliebt, wert’. Im Hd. verselbständigt sich das Part. Prät. des Verbs belieben im 17. Jh. als ‘erwünscht, angenehm’, namentlich in attributivem Gebrauch und in der Fügung sich beliebt machen ‘Wertschätzung erlangen’. Dazu unbeliebt Part.adj. ‘unerwünscht, unangenehm, nicht geschätzt’ (17. Jh.), oft in sich unbeliebt machen ‘Mißfallen erregen’, sowie als jüngere Ableitung Beliebtheit f. ‘allgemeine Wertschätzung’ (Anfang 18. Jh.). Belieben n. ‘Neigung, Wille, Wunsch’ (Anfang 15. Jh.), in Fügungen wie nach Belieben, etw. in jmds. Belieben stellen auch ‘Ermessen, Gutdünken’; substantivierter Infinitv von belieben. beliebig Adj. ‘willkürlich ausgewählt’, Ableitung des 17. Jhs. zunächst in der Bedeutung ‘erwünscht, angenehm, passend’; über jmdm. beliebig ‘ganz nach jmds. Wunsch’ kommt es im 18. Jh. (in Anlehnung an das Substantiv Belieben) zur heutigen Verwendung.
1637 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beliebt

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Beliebt , -er, -este, adj. et adv. 1) Was einem gefällt, beliebig. In beliebter Größe. S. Adelung Belieben . 2) Angenehm…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beliebt

    Goethe-Wörterbuch

    beliebt mehr als 100 Belege allg Gefallen erregend, häufig mit Zusätzen wie ‘sehr, so, allgemein, überall’; attr u präd,…

  3. modern
    Dialekt
    beliebtAdj.

    Pfälzisches Wb.

    be-liebt Adj. : wie schd., beliebt [allg.].

  4. Sprichwörter
    Beliebt

    Wander (Sprichwörter)

    Beliebt 1. Beliebt ist halb gethan. – Winckler, XVIII, 76. Der Sieg über die Leidenschaft gründet sich hauptsächlich auf…

  5. Spezial
    beliebt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|liebt adj. 1 (gern gesehen) bëgnodü (-s, -da) 2 (geschätzt) stimé (-má, -mada), aprijé (-já, -jada), sciazé (-zá, -za…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beliebt

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

beliebt‑ als Erstglied (1 von 1)

Beliebtheit

Pfeifer_etym

beliebt·heit

belieben Vb. ‘wünschen, geneigt sein’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. gefallen’. Das frühnhd. im 15. Jh. vereinzelt, im 16. Jh. allgemein …

beliebt als Zweitglied (1 von 1)

unbeliebt

DWB

unbeliebt , part.-adj. , gegentheil von beliebt Steinbach 1, 1051 ; Adelung gibt beliebt, nicht unbeliebt; Campe kennt unbeliebt, nicht unbe…

Ableitungen von beliebt (1 von 1)

unbeliebt

DWB

unbeliebt , part.-adj. , gegentheil von beliebt Steinbach 1, 1051 ; Adelung gibt beliebt, nicht unbeliebt; Campe kennt unbeliebt, nicht unbe…