beªdelen sw. V. ⟨-delen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@Gegend CansteinKa), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo, meist ›beªdeln‹; „bedəln“ (›eª‹ > ä) Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb = WWB-Source:204:NdJbNdJb 32, 145, „biċɐdn“ (›eª‹ > ie) Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@ElsenEl; mit -d(e)ln>-t(e)ln
z. B. bę
ɐtn Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@Achterberg u. WestenbergAw, bęɐtn Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GildehausGh, „beäṛteln“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), bätteln (›eª‹ > ē) (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs); ›beªreln‹ (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa, Kr. BrilonBri WWB-Source:91:GriGalGriGal) Ri, biċɐDn, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh; ›beªrlen‹ (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt Kr. Olpe@BenolpeBe), „berl“, „bdn“ Kr. LingenLin Kr. Lingen@BaccumBa; ›beªlen‹ Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@VerlVl, biällen u. ä. (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Ah Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp, die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm, Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@WengernWe, die krfr. Stadt HagenHag die krfr. Stadt Hagen@HagenHg, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnerheideHd Kr. Iserlohn@LimburgLb, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü), „bēlen“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RhedeRh), bįɐlċn Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl Kr. Iserlohn@IserlohnIs Kr. Iserlohn@RehRe, (ich) bįɐlə Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh, beɐlċn die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@CastropKa, beɐlċn, (er) beɐllt Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü, bęɐll, (er) bęɐlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl, bįɐ Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp, bięll Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb. In einigen Belegen wohl wegen der schweren Nachsilbe Kürzung eines normal langen Vokals als Vertreter für ›eª‹, ebenso einige Angaben mit kurzem Monophthong statt normal Kürzendiphthong; jedoch mit langem Vokal:
z. B. ēª entsprechend bEdeln (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi) Kr. Grafschaft Bentheim@ItterbeckIt, jedoch ≠ ›ēª‹ (›ēª‹ > ē) bEdn (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh) Kr. Grafschaft Bentheim@OsterwaldOw, bEdn, bEd Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@VeldhausenVh, bE
ən Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh. Neben ›beªdeln‹ wohl aus ›beªdeleken‹ auch die Form ›beªleken‹: bǟleken (Prät. bǟlekede) (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Vr)⟩ betteln, inständig flehentlich bitten (Wortgebrauch wie im Hd.); „an jemand anhalten“ (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr), „an jemandem herumbetteln“: „No, et sall ’ne laiwen Heeren syn, segget se; dann biärrel’ve en wennig anne ’me, dann dött et ümmentsüs (Kr. BrilonBri WWB-Source:91:GriGalGriGal 25). Im Prät. vertritt das Wort die wohl weniger gebräuchliche Vergangenheitsform von →
beªden ’bitten’: „He bieddelde mi“ (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HalternHa). — Raa.: bidden un bǟdeln (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@VreesVr) || verbr. Ik hebbe üm biddet un bǟdelt ich habe ihn so sehr gebeten Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu. „Biärdeln un buargen“ oder „biärdeln un bummeln“ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). „Van’n Bätteln wärt keuner arm“ (Kr. DetmoldDet WWB-Source:230:PlatenauSpPlatenauSp 185). Wai sik nit schiämmet te biäddeln, hiät geneog te iätten (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). „Biärlen schännet wuahl, ower et mäket nit aarm“ (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || Münsterl WWB-Source:16:BahlmBahlm 86), „... owwer et armet nich“ (RaubSp 3204 || Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 372). „Hä es te ām tom beä(r)teln, hä hiët nit mol ’n Sakk“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), „..., wo he de Prüötteln in däut“ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa), ..., bǫ he de Brokken indait (WWB-Source:325:WoeNWoeN). „Twai künnt mähr osse ainer, un wänn se auk ’t Braut biärdeln müttet“ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). „Wann ’k biädeln well, kann ’k vüör jǫide Düör gōn“ ich bitte, aber ich bettle nicht (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB).