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Bagage

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Bagage

Bd. 2, Sp. 262
Bagage (franz., spr. bagāsch'), Reisegepäck, besonders die für die unmittelbare Schlagfertigkeit und Bequemlichkeit der Truppen auf Fahrzeugen (früher auch Packpferden, Maultieren) mitgeführten Bedürfnisse. Zur kleinen B. gehören die Handpferde der berittenen Offiziere, die Munitions- und Medizinwagen der Infanterie und Kavallerie, zur großen B. die Packwagen, Lebensmittel-, Futter-, Vorrats- u. Schmiedewagen der sämtlichen Truppen, d. h. alle Wagen, welche die Gegenstände mit sich führen, die von den Truppen im Biwak und Quartier gebraucht werden. Für die Entwickelung zum Gefecht verbleibt die kleine B. beim Truppenteil, die große B. marschiert gesammelt hinter den Truppenteilen oder parkiert weiter zurück und wird erst nach Beendigung des Marsches oder des Gefechts den Truppen zugeführt. Im Laufe des 19. Jahrh. ist die B. beträchtlich vermindert worden, da die Beweglichkeit und Schlagfertigkeit der Truppen unter einer großen Zahl von Truppenfahrzeugen (Troß), besonders bei Rückzügen, erheblich leidet. Indes veranlaßte die Einführung der Schnellfezerwaffen, der Feldhaubitzen etc. den Transport viel größerer Munitionsmengen, auch das Nachführen von schwerer Artillerie des Feldheeres oder von leichtem Belagerungsgeschütz wird die B. außerordentlich vermehren. Die Ausbildung der Verkehrsmittel (Telegraphie, Luftschiffahrt) führte zur Ausstellung von Verkehrstruppen mit ihrer B., und da heute größere Truppenkörper Geländeschwierigkeiten schnell überwinden müssen und auch schlechte Witterung die Kriegshandlung nicht aufhalten darf, wurde die Mitführung von Faltbooten, Pionieren auf Fahrrädern nebst Material, Zeltmaterial etc. nötig. Selbständig vorgebende Kavallerie muß stets eine möglichst große Feuerkraft entwickeln und bedarf daher der Zuführung großer Munitionsmengen, außerdem zur Lösung ihrer anderweiten Aufgaben die Zuteilung von Brücken-, Spreng-, Eisenbahnzerstörungs- u. Telegraphenmaterial. Vgl. F. v. Bernhardi, Unsere Kavallerie im nächsten Kriege (Berl. 1899).
2002 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bagage

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Bagage , (sprich Baggāsche), plur. inus. 1) Das Geräth, oder Gepäck, besonders einer Armee im Felde. Daher der Bagag…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bagage

    Goethe-Wörterbuch

    Bagage a milit: das im Troß mitgeführte Gepäck u die Ausrüstung, vorwiegend der Offiziere 1) , meist zugl für den ganzen…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bagage

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bagage , frz., die einer Armee nachgeführten Bedürfnisse, Munition ausgenommen, daher Bagagewagen; in einigen Gegenden f…

  4. modern
    Dialekt
    Bagage

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Bagage Band 1, Spalte 1,893f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bagage

6 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von bagage 2 Komponenten

bag+age

bagage setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bagage‑ als Erstglied (3 von 3)

BAGAGEWAGEN

DWB2

bagage·wagen

BAGAGEWAGEN m. zu den bis ins 18. jh. bezeugten varianten des ersten kompositionsglieds vgl. bagage . zu bagage 1 ‘ wagen, mit dem gepäck tr…

bagage als Zweitglied (2 von 2)

Ableitungen von bagage (1 von 1)

Bebagage

RhWB

Be-bagage bəpogE:š Merz-Saarhölzb n.: dass.