Bächlein 23mal, vorwiegend in Dichtung u (seltener) Prosa nach 1800; im Tgb der Schweizreise 1779 einmal die schweiz Form ‘Bächli’ aufnehmend kleiner Bach 1 a in Landschaftsschilderung Man geht einen Fussteig über eine hängende Matte .. wir kamen über verschiedene Bächli und Wasserfälle GWBTgb 10.10.79 die Fruchtbarkeit dieser großen .. gegen das B. [> den Bach GWBT8,294,4] Cossein gesenkten Flächen GWBT8,394 v 14.8.22 Var [Erzbischof:] Hügelraum .. | Mit .. | Fischreichen, klaren Seen, dann B. ohne Zahl, | Wie sie sich, eilig schlängelnd, stürzen ab zu Thal GWBFaust II 10999 Reichlicher fließen | B. zumal GWB1,81 Frühzeitiger Frühling 6 uö mit Betonung des Stimmungsgehaltes Da zeigt sie [die Muse] ihm .. | In dem eng umzäunten Garten, | Ein holdes Mägdlein sitzend warten | Am B., bei’m Hollunderstrauch; | .. Und bindet ein Kränzlein sehr geschickt, | .. Ihr Wesen ist so ahndevoll GWB16,128 HSachsPoetSdg 147 GWBFaust I 3882 [Zit s Bach Sp 5,77] b in Vergl, Bild u metaphor; im Hinblick auf Empfindungen, (seel-)geistige Regungen, Bemühungen, auch deren dichter Gestaltung [Meph zu Faust:] Erst kam deine Liebeswuth übergeflossen, | Wie vom geschmolznen Schnee ein B. übersteigt; | Du hast sie ihr in’s Herz gegossen; | Nun ist dein B. wieder seicht GWBFaust I 3308u10 GWBB31,3,8 Willemer 4.11.18 GWBB38,39,20 Nees 29.1.24 Keine Reime kan ich Ihnen schicken denn mein prosaisch Leben [Arbeit in der Kriegskommission] verschlingt diese B. wie ein weiter Sand GWBB5,29,16 ChStein 1.1.81 für künstler Anregung, Beeinflussung Dieser Mann [Weim Theaterdekorateur Beuther] hat in Frankfurt am Mayn bey Fuentes gelernt, einem Schüler Gonzagas .. so dürfen wir uns nicht wundern, wenn aus dem großen Strom auch ein B., von Würzburg her, auf unsere Mühle geleitet wird GWBB25,290,18 Voigt 29.4.15 in scherzhafter Aufnahme antik-mythol Vorstellung, ‘das B. Lethe’ verzeihen Sie, daß sie [die gesandten Blätter] nicht eher gekommen .. wenn man älter wird, so anticipirt man gelegentlich einen Trunk aus dem B. Lethe GWBB26,300,6 Seebeck 22.3.16 sinnbildl für Getrübtes, Nicht-Ursprüngliches, in Gegenüberstellung zur reinen Quelle A. Was widert dir der Trank so schal? | B. Ich trinke gern aus dem frischen Quall. | A. Daraus kam aber das B. her! | B. Der Unterschied ist bedeutend sehr: | ’s wird immer mehr fremden Schmack gewinnen; | Es mag nur immer weiter rinnen GWB2,275 Ursprüngliches 3 personifiziert [Gesell:] Wo willst du klares B. hin, | So munter? GWB1,189 Der Junggesell u der Mühlbach 1 GWB1,189 ebd 7 als Metapher für den jungen Menschen GWB2,305 Mahomets-Gesang 33 Var [Zit s Bach Sp 6,49] 2 mBez auf gewaltsam vergossenes Blut [Chor der Hexen um die Richtstätte:] Ein Blut Quell rieselt nie allein | Es laufen andre B. drein | Sie wälzen sich von Ort zu Ort | Es reißt der Strom die Ströme fort GWB14,311 Faust I Plp Syn GWBBächelchen GWBWässerchen vgl GWBBach Quelle QuellIsabel EngelI. E.