Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
âzen
obd. und einmal mfrk.:
‚abweiden, abfressen;
lassen, depascere‘
‚ätzen‘, übertr.
‚quälen,, part. prät. giezz(i)t, einmal kiecit
mordere‘
2, 203, 12 (-c- = [-ts-] Braune, Ahd. Gr.14 § 159
Anm. 3; Koegel, Über d. Keron. Gl. 63. 67). –
Mhd. etzen, auch atzen (ohne Umlaut: analo-
gisch zu mdartl. atz(e) st.m.
‚Speise, Bekösti-?)
gung‘
‚speisen, beköstigen; abweiden‘. –
Nhd. ätzen nur noch als chem.-techn. Fach-
wort
‚beizen‘(eigtl.
‚sich [in das Metall etc.]), atzen meist nur noch in der
einfressen lassen‘
Bed.
‚(Vögel) füttern‘.