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auslachen

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

auslachen

Bd. 1, Sp. 1177
auslachenvon 63 Belegen rund die Hälfte vor der ital Reise. Immer die Komponenten von (vorgeblicher) Überlegenheit u Spott mit versch Akzentsetzung enthaltend  a als Ausdruck von Schadenfreude, Verurteilung von Ungeschicklichkeiten, Fehlern, Mißerfolgen od mangelnder Anpassung an konventionelle Normen, bes an die neuen Bildungsideale der bürgerl Gesellschaft1); immer von einer Gruppe gegen den Einzelnen gerichtet  ließ man die Gerte fallen oder .. den Hut, jedes Versäumniß [beim Reitunterricht] .. mußte mit Geld gebüßt werden, und man ward noch obenein ausgelacht GWB26,232,28 DuW 4  [zum vielgelesenen Roman ‘Grandison’ von Richardson] will sich einer nicht bequemen | .. alles blindlings anzunehmen | Was der Dicktator spricht, | Den lacht man aus, den hört man nicht GWBB1,174,4 FOeser 6.11.68 = GWB51,59 Vs 103  Die letzte Vorstellung des Oberons war .. kaum auszuhalten. Die Studenten haben Benda und die Teller ausgelacht, welches man ihnen keinesweges übel nehmen konnte GWBB16,103,8 Kirms 5.7.02   b als Ausdruck der Verspottung eines Betrogenen od Überführten iZshg mit (gesellschaftsübl) Neckereien, Intrigen, Enthüllungen; mehrf in Lust- u Singspielen  [Der Wirt:] Sie [Sophie] war vielleicht .. der Geist vor dem ich floh, | .. Hätt’ ich nur dran gedacht, | Ich hätte sie erschröckt, und dann sie ausgelacht DjG31,391 Mitsch2 586  Sie sollen glauben, ich sei in’s Wasser gefallen, und am Ende will ich sie recht a. GWB12,93,20 Fischerin   c als Ausdruck von (wohlwollender) Zurechtweisung, bes im Rollenspiel bei Liebes- u Freundschaftsbeziehungen; häufig in Selbstdarstellungen; zweimal ‘sich selbst a.’  [aus Eisenach] Fritz sagt mir er habe eine solche Sehnsucht nach Weimar daß es ihn in den Knieen ziehe, ich habe mit ihm drüber gescherzt, ihn ausgelacht und heimlich noch grösere Sehnsucht empfunden GWBB6,319,26 ChStein 1.7.84  [Faust zu Gretchen, die die Blätter einer Sternblume als Liebesorakel abzupft:] Was soll das? .. [Gretchen:] .. nur ein Spiel .. Geht! ihr lacht mich aus GWBFaust I 3180  versuchte ich, ob es mir wohl gelingen möchte, die scharfe Spitze [des Dolchs] .. in die Brust zu senken. Da dieses aber niemals gelingen wollte, so lachte ich mich zuletzt selbst aus, warf alle hypochondrischen Fratzen hinweg, und beschloß zu leben GWB28,220,19 DuW 13 iron übertreibend  [G stilisiert Käthchen in der Entfernung] Noch immer so munter, noch immer so boshafft. So geschickt das gute von einer falschen Seite zu zeigen, so unbarmhertzig einen Leidenden auszulachen, einen Klagenden zu verspotten, alle diese liebenswürdige Grausamkeiten, enthält Ihr Brief GWBB1,167,5 Käthchen Schönkopf 1.11.68   d als Ausdruck geistiger Eigenständigkeit, Selbstbehauptung, auch Verachtung gegenüber Autoritäten, Meinungen u Verhältnissen, meist im Bereich sachl Differenzen, wiss u ästh Polemik; auch ‘im Stillen, heimlich a.’; erst nach der ital Reise  [Herder hat, nach G-s Rückkehr, in Rom Schwierigkeiten] O mein Bruder, welcher böse Geist trieb dich, mich zurückzuberufen? Ich hätte dich nun auffangen können und wir hätten sie alle ausgelacht GWBB9,32,26 Herder 22.9.88  Durch unsern [Xenien-] Almanach haben wir die Deutschen redlich geschüttelt, sie sind unerschöpflich mit Repliken, und wir lachen sie alle im Stillen aus GWBB12,408 Meyer 18.3.97 K  [betr Gemälde der ‘Danae’] Eine .. weibliche Gestalt liegt, nackt, den Rücken uns zukehrend .. auf einem .. Ruhebette .. der Künstler .. bekümmert sich nun den Teufel wie sich der Anschauer dazu verhält. Der nehme es .. als unreiner Wollüstling, als gefälliger Liebhaber, als durchdringender Kenner, uns alle lacht er aus wie wir uns gebärden GWBB49,3,14 Zelter 8.7.31  [Haltefest:] Wir halten fest recht weit in’s Meer hinaus. | Wie braust Neptun! Tyrannen [< den Herrscher] lacht man aus GWB152,244 Faust II Plp [für: se ridere] GWB43,292,7 Cell II 9 vgl GWBausspotten verlachen verspotten 1) vgl dazu GWBHermDor 2,206—244 Jutta Neuendorff-Fürstenau, Gertrud HerwigJ. N.-F./G. H.
3949 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Āusláchen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Āusláchen , verb. reg. act. Mit Schadenfreude über jemanden lachen; dagegen verlachen mit Spott und Verachtung verbunden…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auslachen

    Goethe-Wörterbuch

    auslachen von 63 Belegen rund die Hälfte vor der ital Reise. — Immer die Komponenten von (vorgeblicher) Überlegenheit u …

  3. modern
    Dialekt
    auslachenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    aus-lachen schw. : 1. einen a. 'verlachen, verspotten', auslache [allg.]. RA.: Loß dich net auslache! 'Was du sagst, ist…

  4. Sprichwörter
    Auslachen

    Wander (Sprichwörter)

    Auslachen 1. Lacht dich einer aus, lach' ihn wieder ein. 2. Wer mich auslacht, kann mich wieder einlachen. – Körte, 354.…

  5. Spezial
    auslachen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    aus|la|chen vb.tr. coiené (coiona), rí jö de valgügn, tó por le nes.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auslachen

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von auslachen 2 Komponenten

aus+lachen

auslachen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

auslachen‑ als Erstglied (3 von 3)