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Augenmerk

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Campe
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Augenmerk Das

Bd. 1, Sp. 283a
Das Augenmerk, des — es, d. Mz. ungew. das Merk oder Zeichen, worauf man die Augen richtet, ein Merkmahl für die Augen. So nehmen die Schiffer gewisse Augenmerke, um daran die Gegenden in der See wieder zu erkennen. Uneigentlich, das Ziel bei einer Handlung, Unternehmung. »Das Gegenwärtige ist niemahls unser Ziel; das Vergangene und Gegenwärtige sind nur die Mittel, das Zukünftige allein ist unser Augenmerk.« Adelung. Nur eine einz'ge Frau, die sich zum Augenmerke Der Himmel nahm, entrinnet der Gefahr. Wieland. I einer andern uneigentlichen Bedeutung, aber nicht gut, wie es scheint, gebraucht es Gellert für Aufmerksamkeit. »Die Liebe der Ehe mit einem steten Augenmerke auf ihre ehrwürdige Absicht durch Klugheit regieren« (lenken). I eben dieser Bedeutung hat es auch Opitz, der aber dafür das noch ungewöhnlichere Augenmerkung gebraucht. Bei Andern kömmt es auch statt Rücksicht vor. »Bemerkungen über die Deutsche Sprache mit beständigem Augenmerk auf die verwandten Mundarten. — Bei einigen Neuern bedeutet es in der Kriegskunst, die Fertigkeit, die Lage und Beschaffenheit einer Gegend mit allen ihren Vortheilen und Unbequemlichkeiten schnell zu übersehen (Coup d'oeil), wofür jedoch ein \Uumlacute;berblicko der schneller \Uumlacute;berblick besser zu passen scheint. Es kann auch für das Franz. point de vue gebraucht werden. C.
1345 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Augenmêrk

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Augenmêrk , des -es, plur. inusit. das Merk oder Zeichen, worauf die Augen gerichtet sind, dasjenige worauf die Auge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Augenmerk

    Goethe-Wörterbuch

    Augenmerk auch -ck; Akk ‘Augenmercke’ DjG 3 5,212,12 1 Aufmerksamkeit, Berücksichtigung, Sorgfalt verdient die Erfüllung…

  3. modern
    Dialekt
    Augenmerkn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Augen-merk n. : nach dem Schd.; e Aemerk druf hun 'einer Sache Aufmerksamkeit schenken' [ FR-Bockh ]. Rhein. I 328 .

  4. Spezial
    Augenmerk

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Au|gen|merk n. (-[e]s) atenziun (-s) f. ▬ sein Augenmerk auf etw. richten oje l’atenziun sön valch.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit augenmerk

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von augenmerk 2 Komponenten

augen+merk

augenmerk setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

augenmerk‑ als Erstglied (1 von 1)

augenmerkung

DWB

augen·merkung

augenmerkung , dasselbe: dann nichts ist drauf nicht der, von welchem alles hanget, mit seiner gegenwart und augenmerkung langet. Opitz Hugo…